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Überladung durch Verlader

21.01.2007 13:53 |
Preis: ***,00 € |

Transportrecht, Speditionsrecht


Folgendes Szenario :

Ein Sprinter wird bei einem Verlader mit Drucksachen beladen. Gewicht der Drucksachen lt. Papiere vom Verlader 1400 KG - Also noch im Rahmen , da das Fahrzueg ca. 1500 KG laden darf.
Fahrer glaubt das un d fährt vom Hof.
Kurze Zeit später wird das Fzg. von Polizei gestoppt und auf die Waage gefahren. Egebnis .... Gesamtgewicht 5200 KG ... bei einem 3,49t.
Das heißt als dass der Verlader ca. 100% mehr Gewicht drauf geladen hat als in den Frachtpapieren angegeben.

Ersatzfahrzeug, Standzeit und Strafanzeige gegen den Fahrer.... Kann hier der Verlader (der allerdings nicht Auftraggeber war, sondern eine andere Spedition - die hat uns den Auftrag gegeben) haftbar gemacht werden ?
Unsere Auftrag gebende Spedition sagt wir sollen uns an den Verlader halten ...

-- Einsatz geändert am 22.01.2007 07:57:53

-- Einsatz geändert am 22.01.2007 12:29:50

-- Einsatz geändert am 22.01.2007 16:00:58

-- Einsatz geändert am 22.01.2007 21:17:20
Eingrenzung vom Fragesteller
22.01.2007 | 08:00

Sehr geehrter Fragesteller,

bei der Beantwortung Ihrer Frage gehe ich davon aus,
- dass die Beförderung von Gütern von Ihnen im Rahmen eines gewerblichen Unternehmens betrieben wird (Anwendbarkeit der Vorschriften des Handelsgesetzbuches)
- dass keine vertraglichen Haftungsbeschränkungen auf Seiten des Auftraggebers oder des Verladers vorliegen (das Vorliegen solcher könnte zu einem anderen Ergebnis führen).

Die Pflichten des Auftraggebers (das Gesetz spricht vom „Absender“) und des Frachtführers bei der Verladung ergeben sich aus dem <a href="http://dejure.org/gesetze/HGB/412.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 412 HGB: Verladen und Entladen. Verordnungsermächtigung">§ 412 Abs. 1 HGB</a> . Demnach hat der Absender für eine beförderungssichere Verladung zu sorgen, der Frachtführer ist für die betriebssichere Verladung verantwortlich.

Eine beförderungssichere Verladung liegt vor, wenn das Beförderungsgut so befestigt ist, dass es bei einer normalen Beförderung gegen Verschieben, Umfallen und Herabfallen vom Fahrzeug gesichert ist.

Eine betriebssichere Verladung erfordert hingegen, dass die Betriebssicherheit des Fahrzeugs nicht leidet, insbesondere durch einseitige Stauung, kopflastige Ladung, Überschreitung der Lademaße und Gewichte.

Für die Einhaltung des zulässigen Gesamtgewichts ist also grundsätzlich der Frachtführer oder sein Fahrer verantwortlich. Dieser Verantwortung hat Ihr Fahrer aber genüge getan, wenn er sich nach dem Gewicht der Ladung erkundigt hat und ihm der Verlader ein noch zulässiges Gesamtgewicht schriftlich zugesichert hat. Ein Mitverschulden Ihres Fahrers könnte vorliegen, wenn
- die Überbeladung offensichtlich war
- er hätte an den Angaben des Verladers Zweifel haben müssen aus sonstigen Gründen.

Wenn dies nicht der Fall ist, so haften für den Schaden sowohl der Verlader als auch der Auftraggeber, da der Verlader lediglich als Erfüllungsgehilfe des Auftraggebers tätig geworden ist gemäß <a href="http://dejure.org/gesetze/BGB/278.html" target="_blank" class="djo_link" title="§ 278 BGB: Verantwortlichkeit des Schuldners für Dritte">§ 278 BGB</a> .

Die Standzeit und die Stellung eines Ersatzfahrzeugs können Sie als Schaden geltend machen und die Begleichung sowohl vom Auftraggeber als auch vom Verlader verlangen.

Sollte ein Mitverschulden des Fahrers anzunehmen sein, so wäre der Schadensersatzanspruch um den Mitverschuldensanteil zu kürzen.

Mit freundlichen Grüssen

Kamil Gwozdz
Rechtsanwalt
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