Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Überhöhtes Gutachten zu angeblichem Transportschaden

| 11.11.2020 11:10 |
Preis: 50,00 € |

Transportrecht, Speditionsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Wir haben für eine Firma in Stuttgart sieben Pkw von Budapest nach Stuttgart transportiert. Bei einem Pkw wurde nach Ankunft eine Delle im Dach festgestellt, die 1. unserer Ansicht nach kein Transportschaden ist und 2. für die Reparatur eine viel zu hohe Summe veranschlagt wurde (2.800,00€). Der Fahrer ist sich sicher, dass die Delle nicht beim Transport entstanden ist. Allerdings hat er sie bei der Verladung auch nicht bemerkt, was nicht schwierig ist, da es sich tatsächlich um einen sehr kleinen Schaden handelt. Grundlage der Schadensersatzforderung ist ein Gutachten des TÜV. Wir haben der Stuttgarter Firma schriftlich mitgeteilt, dass wir den Schaden nicht anerkennen, zumal nicht in dieser Höhe. Was müssen wir tun, um die Schadensersatzforderung anzufechten ?Muss der Empfänger nachweisen, dass er den Schaden tatsächlich zu diesen Kosten behoben hat?
11.11.2020 | 12:22

Antwort

von


(13)
Heegbarg 4
22391 Hamburg
Tel: (040) 611 69 04-0
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

hier dürften zunächst einmal die (für Sie als Transporteur günstigen) Haftungsregeln des Handelsgesetzbuches gelten. Zu klären wäre zunächst, ob der Empfänger die strengen Rügefristen des HGB eingehalten hat (unverzügliche Rüge).

Es gelten weitere Besonderheiten, die vom "üblichen" KFZ-Haftpflichtschaden abweichen und dazu führen, dass die üblichen KFZ-Gutachten bei Transportschäden zu hohe Beträge ausweisen, teils auch gar nicht verwendbar sind. Denn bei Beschädigung des Transportguts ist gemäß § 429 Abs. 2 S. 1 HGB der Unterschied zwischen dem Wert des unbeschädigten Gutes am Ort und zurzeit der Übernahme zur Beförderung und dem Wert zu ersetzen, den das beschädigte Gut am Ort und zurzeit der Übernahme gehabt hätte. Dieser Wert ergibt sich aus den üblichen TÜV-Gutachten nicht.

Die Reparatur nachweisen muss er also nicht, aber durchaus, dass der Schaden beim Transport entstanden ist. Umsatzsteuer ist zudem erst zu ersetzen, wenn und nur soweit sie anfällt. In der Regel tun sich Anspruchsteller schon schwer, ein Gutachten nach den Regeln des Transportrechts überhaupt beizubringen.

Es gelten weitere Besonderheiten, etwa strenge Verjährungsfristen. Auch Nebenkosten (etwa: des Gutachtens, Wertminderung usw.) sind in der Regel nicht zu ersetzen.

Sie sehen, ein weites Feld. Ggf. rufen Sie wegen der Einzelheiten kurz an bzw. lassen mir jedenfalls kurz das Gutachten und die Frachtpapiere zukommen? Dann lässt sich die Sache konkret beantworten. Ich gehe vorläufig davon aus, dass hier gute Aussichten bestehen, die Ansprüche zurückzuweisen.

Freundliche Grüße

Rechtsanwalt Wiese
Fachanwalt für Verkehrsrecht






Bewertung des Fragestellers 11.11.2020 | 13:49

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Schnelle und vor allem verständliche Antwort. Ich habe das Angebot, Bilder und Gutachten zu übersenden, gern angenommen."
Mehr Bewertungen von Rechtsanwalt Christian Wiese »
BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11.11.2020
5/5,0

Schnelle und vor allem verständliche Antwort. Ich habe das Angebot, Bilder und Gutachten zu übersenden, gern angenommen.


ANTWORT VON

(13)

Heegbarg 4
22391 Hamburg
Tel: (040) 611 69 04-0
E-Mail:
RECHTSGEBIETE
Fachanwalt Verkehrsrecht, Zivilrecht, Wirtschaftsrecht, Strafrecht, Kaufrecht