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Überhöhte Rechnung von Finanzmathematiker bezahlen?


| 03.12.2006 15:12 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Da wir eine Eigentumswohnung kaufen wollten, wurde uns ein Finanzmathematiker, nennen wir ihn mal Herr C, empfohlen. Wir haben mit Herrn C Kontakt per email aufgenommen. Er ist unabhängig und arbeitet auf Honorarbasis (92,- Euro/Std.). Herr C schlug vor am nächsten Tag vorbei zu kommen. Er informierte uns wie er arbeitet und dass er bereit sei die Machbarkeit einer Finanzierung für uns zu prüfen. Als er ging sagte er, überlegen Sie sich, ob Sie mit mir arbeiten wollen und geben Sie bescheid.Wir haben dann einen Termin bei der Bank ausgemacht und baten Herrn C uns zu begleiten. Nach dem Termin schlug Herr C vor, uns noch zu unterhalten. Wir gingen noch einen Kaffee trinken und Herr C erzählte mal wieder von seiner Arbeit, wie toll er doch sei und von anderen Fällen. Er wiederholte sich sehr oft. Die Bank wollte jedoch eine Sicherheit über eine gewisse Summe. Ich kümmerte mich darum und teilte Herrn C mit, dass ich diese Sicherheit bekomme. er meinte er macht nun eine Finazanalyse und kommt dann wieder bei uns vorbei, um diese zu besprechen. Da wir bereits eine Wohnung in engerer Wahl haben, haben wir im noich mitgeteilt, wann der Notartermin zwecks Kaufvertrag sei. Herr C schrieb zurück, dass es dann ja passt, dass er einen Tag vor diesem Termin mit uns die Analyse durchgeht. Am besagten Termin kam er dann auch und legte uns seine Analyse vor. Diese bestand aus der Finanzierungsrechnung die die Bank bereits gemacht hat und er hat dann noch die Nebenkosten dazugerechnet. Dazu hat er noch eine andere Finanzierung errechnet, die aber momentan überhaupt nicht auf uns zutrifft. (... wenn Sie 50.000,- Eigenkapital hätten, dann wäre das so un so- interessiert nicht, da wir keine 50.000 Euro haben !!!!)Er hat uns also mitgeteilt, dass er zum jetzigen Zeitpunkt uns vom Kauf einer Eigentumswohnung abrät, da die Kosten für uns zu hoch sind. Mitgebracht hat er noch ein Schriftstück: Auftragsannahme für die Finanzierungsberatung.Die Anschrift ist falsch ( falsche Straße und ganz andere Stadt und auch das Datum der Auftragannahme stimmt nicht. Eine Unterschrift hat er nicht von uns verlangt. Er blieb dann noch eine ganze Weile, wiederholte zig mal seine Rechnung, obwohl wir keinerlei Fragen mehr dazu hatten, erzählte wieder von anderen Fällen, wie er arbeitet und wie toll er doch ist. Dann ging er endlich. Nun haben wir eine Rechnung in Höhe von 1.707,52 Euro erhalten !!!! ER hat 16 Stunden abgerechnet, die wir nicht nachvollziehen können. Das Erstgespräch hat er mit 2 Stunden abgerechnet, dabei haben wir ihm ja erst danach gesagt, dass wir mit ihm arbeiten wollen. Ist ein Erstgepräch, dass er st mal zur Information dient, nicht kostenlos? Dann hat er 4 Stunden für Ausarbeitung einer Vorgehensweise abgerechnet. Wir wissen garnicht was er da ausgearbeitet hat. Wir haben den banktermin selber ausgemacht und ihn gebeten mitzukommen. Der banktermin selber hat ca. eine Stunde gedauert. Und das anschließende Kaffeetrinken, bei dem er uns nicht darauf hingewiesen hat, dass er das als Arbeitszeit sieht, dauerte nochmals 1,5 Stunden. Er hat dafür 3 Stunden abgerechnet. Dann noch 4 Stunden für die Auswertung des Finanzierungskonzepts. Und zu guter letzt 3 Stunden für die Besprechnung der Auswertung. Dies war aber in 30 Minuten erledigt. Die restliche Zeit hat er sich ständig wiederholt und von anderen Dingen gesprochen, die unseren Fall ja garnicht betreffen. Wir wollen nun wissen, ob wir diese Rechnung so bezahlen müssen und da er von uns ja keine Unterschrift über einen Auftrag hat, ob wir überhaupt zahlen müssen. Wir sind bereit die ttatsächliche Arbeitszeit zu bezahlen, aber alle anderen Stunden, bei denen er nur "gelabert" hat, nicht. Was können wir hier tun?
03.12.2006 | 16:03

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für die Frage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Sie müssen die Rechnung bezahlen, wenn die Gegenseite beweisen kann, daß der Auftrag erteilt wurde.
Dies muß nicht zwangsläufig durch eine Unterschrift unter ein Formular erfolgen, sondern kann auch mündlich oder durch entsprechendes Verhalten erfolgen.
Ich entnehme Ihrem Sachverhalt, daß Sie mit Herrn C via Email kommuniziert haben. Diese Emails dürfte Herr C aufbewahrt haben, so daß er darüber eine Auftragserteilung beweisen könnte.
Dementsprechend müssen Sie die Rechnung grundsätzlich begleichen.
Hierbei gehe ich davon aus, daß Sie die gesamte Kommunikation über Email abwickelten.

Jedoch sollten Sie gegenüber Herrn C bezüglich der Höhe der Rechnung nachverhandeln. Mit etwas Verhandlungsgeschick läßt sich der Rechnungsbetrag sicher senken.

Dementsprechend rege ich an, gegenüber Herrn C in einem Einschreiben die Rechnung wegen der Höhe anzufechten und die entsprechenden Gründe mitzuteilen.

Da solche Sachverhalte aus der Distanz nicht vollumfänglich begutachtet werden können, rege ich ebenfalls an, sich an einen örtlichen Kollegen Ihres Vertrauens zu wenden.

Bitte benutzen Sie bei Bedarf die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber


Nachfrage vom Fragesteller 03.12.2006 | 16:13

Danke für Ihre Antwort.
Ich bin ja auch bereit die Rechnung zu begleichen, aber eben nur die tatsächlich gearbeiteten Stunden. Kann ich Herrn C eine Aufstellung bei der Rücksendung der Rechnung schicken, wie ich seine Arbeitszeit berechne und in welcher Höhe ich dann die Rechnung bereit zu zahlen bin ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.12.2006 | 18:49

Werter Ratsuchender,

Sie können eine entsprechende Aufstellung übersenden. Ich rege an, diese Aufstellung zu kommentieren und zu begründen, also nicht nur die nackten Zahlen zu übersenden.

Mit freundlichen Grüßen,

RA R. Weber

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