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Überhöhte Preise Notdienst

09.05.2019 10:17 |
Preis: 48,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Saeger


Guten Tag,

ich hatte am 11.04.19 einen Wasserrohrbruch in meinem Ferienhaus. Nachdem ich den Haupthahn abgedreht habe (mit dem Wissen das er nicht 100% schließt) habe ich einen Notdienst gerufen. Es handelte sich um eine Firma die einen Handwerker in der Nähe vermittelt. Dieser rief mich später an und wir machten einen Termin für 13.30 Uhr aus da er noch beschäftigt war.
Am Telefon habe ich den Sachverhalt geschildert und es wurden seinerseits keine Preisangaben gemacht.
Er kam dann pünktlich, zusammen mit einem Helfer in einem Leih-PKW der soweit ich das beurteilen kann keinerlei Ersatzteile enthielt. Er sagte auch das er wenn nötig einen neuen Absperrhahn bestellen müsste. Notdienst?
Ausser einer Taschenlampe hat er kein Werkzeug ausgepackt.
Nach diversen inkompetenten Aussagen wollte er dann eine Wand aufschlagen die aber auch nach 7 Stunden immer noch nicht nass war. Ich habe dies abgelehnt.
Er hat dann den Absperrhahn repariert, was zum Glück ging.
Nun meine Frage:
Es wurde eine Anfahrtspauschale berechnet was ok ist.
Außerdem wurde eine Einsatzpauschale von Euro 259,- aufgelistet. Das wäre wohl für einen Notdienst zu ertragen denke ich ABER
zusätzlich hat er pro angefangene 15 Min. 49,90 für sich und 29,90 für den Helfer berechnet. Für 30 Minuten.
Das ist meiner Meinung nach schon ein Notdienst Lohn, aber dann ohne die Pauschale.
Auf dem Vordruck hat er einfach den angegebenen Stundensatz von Euro 29,90 durchgestrichen.
Ist es zulässig eine Einsatzpauschale plus einen derart hohen Stundenlohn zu berechnen?
Muss ich einen Helfer der mit verschrenkten Armen daneben steht und über den ich im Vorfeld nicht informiert wurde bezahlen?
Am Ende waren es 500 Euro netto für 30 Minuten plus Fahrtkosten.
Brutto 595 Euro wollte er dann sofort in bar haben und wir mussten daher gemeinsam zur Bank fahren. Ist das zulässig?
Ich habe dann am 14.04. schriftlich bei der Vermittlungsfirma Beschwerde eingereicht und bis heute keine Reaktion erhalten.
Vielen Dank vorab für Ihre Hilfe

Sehr geehrte Fragenstellerin,

zum einen ist basierend auf Ihrer Schilderung eine bewusste zeitliche Verzögerung der Reparatur wie auch Wucher naheliegend. Auch das eigenmächtige Ändern des Stundenpreises spricht eine deutliche Sprache. Wie auch das "Abkassieren" bei der Bank. Zudem scheint gar kein "Helfer" nötig gewesen sein. Diesen kann man dann auch nicht in Rechnung stellen.

Ich bin gerne bereit außergerichtlich wie auch per gerichtlichem Mahnverfahren den "Notdienst" zu belangen.

Anbei mein Angebot für den außergerichtlichen Schriftverkehr mit Anbieter und Dienst. So oder so sollte man dem Dienst per Einwurfeinschreiben unter Benennung des kompletten Sachverhalts eine Rückzahlungsfrist bis z.B. dem 24.5.2019 setzen.

Im Falle der erfolgreichen Anfechtung des Vertrages wegen Wucher, müsste der Gegener die komplette Summe zurückerstatten.

Wenn Sie mögen, nehmen Sie das Angebot an.

Ansonsten freue ich mich schlicht über eine Bewertung mit 5,0.

Mit freundlichen Grüßen
RA Saeger

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