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Überhöhte Heizkostenabrechnung wegen fehlerhaftem Messverfahren

| 25.09.2018 22:38 |
Preis: 52,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von


20:16
Ich bin seit 1998 Eigentümer einer Mietwohnung. Im Jahr 2010 wurden die Ablesegeräte an den Heizkörpern vom Röhrchensystem auf moderne digitale Messgeräte umgestellt. Im Jahr 2016 wurden an dem Heizkörper im Schlafzimmer erstmals überhöhte Werte festgestellt, obwohl der Heizkörper laut Mieter nicht verwendet wurde. Die Heizkosten sind dadurch im Vergleich zum Vorjahr um 78% gestiegen. Die Ablesefirma hatte die Anzeigegeräte auf Anforderung geprüft und keinen Fehler festgestellt. Der Heizungsbauer hat den Heizkörper geprüft und keinen Fehler festgestellt. Nun sind im Jahr 2017 die Heizkosten erneut um 30% gestiegen und der Heizkörper im Schlafzimmer zeigt ungewöhnlich hohe Werte an. Ich vermute einen Zusammenhang mit dem bodentiefen Fenster, an welchem dieser Heizkörper steht. Durch das Messverfahren an 2 Messpunkten misst das Gerät ja auch die Umgebungstemperatur. Gespräche mit der Abrechnungsfirma und der Hausverwaltung haben bisher zu keiner Einigung geführt. Der Vergleich der Heizkosten mit den anderen 25 Wohnungen des Gebäudes hat ergeben, dass nur meine Wohnung und nur der Heizkörper im Schlafzimmer diese erhöhten Werte anzeigt. Es handelt sich übrigens um das einzigste bodentiefe Fenster in der gesamten Wohnanlage.
Welche rechtlichen Möglichkeiten habe ich nun?
25.09.2018 | 23:21

Antwort

von


(179)
Harmsstraße 86
24114 Kiel
Tel: 0431 88 70 49 75
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Zunächst möchte ich voran stellen, dass die Fragestellung etwas unzureichend ist, denn es ist unklar aus welcher Richtung Mieter oder Vermieter oder Ablesefirma die Rechtslage betrachtet werden soll.

Ich versuche es mal aus allen Blickwinkeln zu beantworten.

Der Mieter müsste eine fehlerhafte Anlage bzw. Messung beweisen, welches Anhand der ihrerseits dargelegten Daten schwierig sein dürfte [unterstellt der Ablesedienst und die Messung sind korrekt].

Aus ihrer Sicht stellt sich die Frage, [unterstellt wie oben] ob die Angaben des Mieters wahrheitsgemäß hinsichtlich der Nutzung bzw. Nichtnutzung der Heizung sind. Aber der Mieter muss, wie oben dargelegt dies beweisen.

Für Sie, mit Blick auf die Klärung des "Problems" , sofern Sie auf die Angaben des Mieters vertrauen und insoweit selbst Antworten suchen, bliebe nur der Weg über eine sachverständige Überprüfung, ob die Fenster Einfluss auf die Heizung nehmen oder ob entgegen den Angaben des Ablesedienst das Messverfahren fehlerhaft ist, was nicht ausgeschlossen werden kann

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Wenn Sie weitere Fragen dazu haben oder Details wünschen oder bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Sascha Lembcke

Nachfrage vom Fragesteller 29.09.2018 | 11:14

Vielen Dank für die Antwort. Sie haben richtig erkannt, dass Angaben fehlen, wer hier wen beschuldigt.
Ich vertraue den Aussagen meiner Mieter, dass der Heizkörper nur selten verwendet wurde. Durch einen Mieterwechsel bestätigen dies bereits zwei Mieter. Der erste Mieter hatte 2016 das Mietverhältnis beendet und im ersten halben Jahr 2016 etwa 78% höhere Verbrauchskosten gehabt. Der Folgemieter hatte ähnliche Verbrauchskosten im zweiten halben Jahr 2016. Da der erste Mieter seit 2001 in der Wohnung wohnte, kann ich sehr gut den Verlauf der Mietkosten über die Jahre nachweisen. In 2017 wurde das Haus energetisch saniert mit neuen Fenstern und Fassadenisolierung und nun sind die Heizkosten in 2017 nochmals um 30% gestiegen. Ausschließlich der Heizkörper im Schlafzimmer ist für diese hohen Kosten verantwortlich.
Ich selbst möchte als Vermieter daher der Sache nachgehen im Interesse meiner Mieter, denn ich möchte vermeiden, dass meine Mieter hier Klage einreichen müssen.
Mit welchen Kosten ist denn zu rechnen, wenn ich einen Sachverständigen einschalte und woher bekomme ich einen zuverlässigen vermieterfreundlichen Sachverständigen?
Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.09.2018 | 20:16

Ihre Nachfrage beantworte ich Ihnen gerne.

Einen Sachverständigen können Sie via Internet oder besser über die Industrie und Handelskammer (IHK) ausfindig machen. Diese beraten Sie auch dahingehend welcher Spezialist zb für Heizung, Fenster, Gebäude am besten für Sie wäre.

Die Kosten können hiesig nur geschätzt werden und richten sich nach den konkreten Untersuchungen und der Beauftragung , so können einfache Messung zwischen 200-500 Euro liegen, die Summe aber auch durchaus übersteigen.

Sprechen Sie die Kosten aber grundsätzlich vorher schriftlich ab.

Mit freundlichen Grüßen
RA Sascha Lembcke

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Bewertung des Fragestellers 30.09.2018 | 15:37

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"Ich werde nun einen Sachverständigen einschalten, dies war aber auch schon vor meiner Fragestellung meine Vermutung. Die Aussage des Anwalts hat meine Vermutung aber bestätigt, sodass ich jetzt weitere Schritte einleiten werde."
Stellungnahme vom Anwalt:
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 30.09.2018
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Ich werde nun einen Sachverständigen einschalten, dies war aber auch schon vor meiner Fragestellung meine Vermutung. Die Aussage des Anwalts hat meine Vermutung aber bestätigt, sodass ich jetzt weitere Schritte einleiten werde.


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