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Überhöhte Handwerkerrechnungen

| 31.08.2009 12:04 |
Preis: ***,00 € |

Baurecht, Architektenrecht


Für den Umbau einer Wohnung habe ich eine Heizungsbau- u. Sanitärfirma beauftragt die vorhande Gastherme und Zu-u. Abwasserleitungen sowie 1 Heizkörper zu versetzen.Die Firma ist regelmäßig für mich tätig in Form von Wartung und anfallende Reparaturen.( Kein Kostenvoranschlag angefortert)Nun habe ich eine Zwischenrechnung bekommen die mir mehr als überhöht erscheint.netto ca. 2.500.-. An Monteurstunden
wurden max. 30 Stunden aufgewendet da NBL Normalsatz 25.- bis max. 30.- Euro netto. Der Materialaufwand liegt bei höchstens 500.- Euro netto.
Die Rechnung über 4 Seiten wurde nicht nach Lohnkosten und Material getrennt sonder jeder einzelne Handgriff wurde in Material und Lohn zusammen ausgepreist also der Zeitaufwand und die Materialkosten sind nicht einzeln erkennbar.
Da dem Handwerker eine angemessen Entlohnung zusteht habe ich überlegt das ich Ihm zunächst einen Betrag von 1.500.- + Mwst überweise.
Überlegungen in einem Tele.Gespräch um Aufklärung zu bitten habe ich wieder verworfen da er sicher seine Rechnung verteidigen wird.
Möchte jetzt formaljuristich keinen Fehler machen soll ich die Rechnung zurück weisen oder ankündigen das in dieser Höhe nicht anerkannt wird und Teilzahlung leisten?

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie aber darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.

Wenn Sie bei Vertragsschluss keine genaue Höhe der Vergütung vereinbart haben, so ist bei einem Werkvertrag grundsätzlich § 632 II BGB anzuwenden und Sie schulden die übliche Vergütung.
Etwas anderes könnte sich allerdings dann ergeben, wenn Sie aufgrund der vorhergehenden Aufträge eine Vereinbarung über die generelle Vergütung getroffen haben.

Sollten Sie nun der Ansicht sein, dass die Rechnung über die übliche Vergütung hinausgeht, dann sollten Sie dies der Gegenseite mitteilen und eine genaue Aufschlüsselung der Rechnung verlangen. Hier können Sie auch mitteilen, dass Sie ohne Anerkennung einer Rechtspflicht momentan davon ausgehen, dass die übliche Vergütung 1500 € beträgt, die Sie auch überweisen werden. Ein Anerkenntnis ist auch bei einer alleinigen Überweisung ohne Schreiben an die Gegenseite grdsl. nicht zu sehen. Damit aber bei einem eventuellen Rechtsstreit dies nicht anders gesehen wird, sollte bei der Überweisung klargestellt werden, dass die Zahlung ohne Anerkennung einer Rechtspflicht hierzu besteht.

Wenn Sie gar nicht auf die Rechnung reagieren, könnte ein Mahnbescheid von der Gegensite erwirkt werden und hier könnte das Risiko bestehen, dass die Kosten, die auf Sie zukommen, höher werden. Eine Zurückweisung der Rechnung an sich müssen Sie nicht vornehmen. Es ist jedoch immer besser auf ein Schreiben und auch eine Rechnung zu reagieren und der Gegenseite seine Bedenken mitzuteilen, da hierdurch verhindert werden kann, dass z.B. die Kosten für die Beauftragung eines Rechtsanwalts als Verzugsschaden geltend gemacht werden können.
Wenn Sie eine Teilleistung erbringen und die Gegenseite die restliche Vergütung einklagen würde, hätte die Erbringung der Leistung den Vorteil, dass hierdurch der Streitwert verringert würde und sich nach dem Streitwert Anwalts- und Gerichtskosten bemessen.

Ob die Rechnung wirklich zu hoch ist, kann hier nicht beurteilt werden, da die genaue Rechnung anhand des Einzelfalls zu prüfen wäre. Hier wäre insbesondere der zugrunde liegende Vertrag heranzuziehen.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

Bewertung des Fragestellers 31.08.2009 | 14:08

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