Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Übergangsgeld ......oder doch ALG1 ??

| 30.09.2009 17:37 |
Preis: ***,00 € |

Sozialrecht


Guten Tag,

was kann ich unternehmen bei folgendem Problem :

ich bin seit Mai 2008 arbeitsunfähig krank.

Die gesetzl. Krankenkasse hat mich nach 18 Monaten Arbeitsunfähigkeit derselben Krankheit innerhalb von 3 Jahren
Anfang Mai 2009 ausgesteuert.

Bezgl. der nahtlosen Weiterversicherung meiner Person in dieser
Krankenkasse wurde ich zum örtlichen Arbeitsamt geschickt.

Nach Auskunft des Arbeitsamtes werde ich nur weiterversichert,wenn
ich mich arbeitslos und arbeitssuchend melde.

Seit Mai 2009 beziehe ich nun ALG1 für längstens 1 Jahr.

Dies widerspricht sich für mich und auch für die Sachbearbeiter
meiner Krankenkasse,weil ich :

einen bestehenden Arbeitsvertrag bei einem Unternehmen habe
und disbezgl. weder arbeitslos noch arbeitssuchend bin.

Laut Wissenstandes meiner Krankenkasse dürfte das Entgeld
meines Lebensunterhaltes deshalb nicht in "ALG1" vergütet werden,
sondern in einer besonderen Form von "Übergangsgeld".

Macht es Sinn gegen "ALG1" zu widersprechen?

Welche Art "Übergangsgeld" würde ich erhalten?


MfG

Sehr geehrter Fragesteller,

aufgrund Ihrer Informationen beantworte ich Ihre Anfrage wie folgt:

Zunächst möchte ich Sie aber darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll. Durch Hinzufügen oder Weglassen von Sachverhaltsangaben kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen.
Wird der Anspruch auf Krankengeld ausgeschöpft und liegt immer noch Arbeitsunfähigkeit vor, dann endet grundsätzlich die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung und auch Beiträge zum Bestreiten des Lebensunterhaltes werden nicht mehr gezahlt. Bei Ihnen kommt die Problematik hinzu, dass ein ungekündigtes Arbeitsverhältnis besteht und Sie daher nicht wirklich als arbeitslos angesehen werden können. Hinzu kommt, dass Sie bereits aufgrund Ihrer Arbeitsunfähigkeit dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen.
Hier besteht nun die Möglichkeit der Beantragung von Arbeitslosengeld bei Arbeitsunfähigkeit, einer Sonderform des Arbeitslosengelds. Diese Form des Arbeitslosengeldes kann auch bei einem bestehenden Arbeitsverhältnis beantragt werden, wenn das Arbeitsverhältnis aufgrund einer Krankheit schon mindestens 6 Monate nicht mehr ausgeübt werden konnte.
Hinzu kommen muss, dass entweder eine Erwerbsminderungsrente beim zuständigen Rentenversicherungsträger beantragt wurde oder Maßnahmen zur beruflichen Eingliederung Behinderter (Teilhabe am Arbeitsleben, Medizinische Rehabilitation) vorliegen.
Der Antrag auf Erwerbsminderungsrente muss spätestens innerhalb eines Monats nach Zugang eines entsprechenden Aufforderungsschreibens der Agentur für Arbeit gestellt worden sein. Wird dieser nach Aufforderung unterlassen, ruht der Anspruch auf Arbeitslosengeld nach Ablauf der Monatsfrist bis zu dem Tag, an dem der Antrag gestellt wird.
Sie sollten sich daher auch Gedanken machen, ob Sie unabhängig von einer Aufforderung, beim zuständigen Rentenversicherungsträger einen Antrag auf Erwerbsunfähigkeit stellen wollen. Sie können sich hier bei der zuständigen Stelle beraten lassen.
Einen Anspruch auf Übergangsgeld im eigentlichen Sinne werden Sie nicht haben, da Übergangsgeld nach dem SGB IX eine Entgeltersatzleistung der Sozialversicherungsträger ist, welche unter bestimmten Voraussetzungen Sozialversicherte erhalten können während der Teilnahme an Maßnahmen zur medizinischen Rehabilitation oder bei der Förderung der Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

Rückfrage vom Fragesteller 03.10.2009 | 00:04

Danke für die prompte Antwort,mir ist nur nicht klar ob die von Ihnen
beschriebene "Sonderform von Arbeitslosengeld" sich von dem normalen ALG1 unterscheidet.(Anspruchsdauer und Höhe).

Das habe ich aus Ihrer Antwort nicht herauslesen können.

MfG,H.Fiebich

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 05.10.2009 | 09:16

Sehr geehrter Fragesteller,

in Ihrem Fall wird das Arbeitslosengeld gezahlt, bis über die Frage der verminderten Erwerbsfähigkeit bzw. der Erwerbsunfähigkeit entschieden wird, längstens bis der Arbeitslosengeldanspruch endet. Die Dauer ist also wie beim „normalen“ ALG1-Anspruch begrenzt.
Für die Höhe des Anspruchs ist relevant, was Sie zuletzt im Bemessungszeitraum (in der Regel die letzten 52 Wochen vor Arbeitslosigkeit) als Voll-Erwerbstätiger verdient haben.

Mit freundlichen Grüßen

Kerstin Götten
(Rechtsanwältin)

Bewertung des Fragestellers 05.10.2009 | 14:03

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Meine Fragen bzgl. des Sozialrechts (ALG1,ALG2,Rente) sind
am gleichen Tage sehr schnell,sehr präzise und verständlich
beantwortet worden.Die Anwältin meines Vertrauens habe ich gefunden. MfG"