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Übergang befristetes in unbefristetes Arbeitsverhältnis

08.05.2008 15:51 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Sehr geehrter Anwalt, sehr geehrte Anwältin,

ich arbeite seit über sieben Jahren ununterbrochen und exklusiv als Drehbuchautor für eine TV-Produktionsfirma. Meine Arbeitsverträge waren von Beginn an befristet und wurden immer wieder um ein Jahr oder um zwei Jahre verlängert. Nun läuft mein Vertrag Mitte des Jahres aus, und die Firma möchte den Vertrag nicht verlängern.

Meine Fragen: Habe ich nach sieben Jahren Anspruch auf einen unbefristeten Vertrag? Oder kann ich zumindest eine Abfindung verlangen?

Ich habe den Betrag, den ich für die Beantwortung zu zahlen bereit bin, vorerst auf 30 Euro angesetzt. Ich bin aber bereit, mehr zu zahlen, falls der Anwalt/die Anwältin Einsicht in meine Arbeitsverträge nehmen muss. Diese Verträge könnte ich dann morgen zufaxen.

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Sehr geehrter Ratsuchender,


einen Anspruch auf Abfindung werden Sie - vorbehaltlich der Einsicht in die Verträge - vermutlich nicht durchsetzen können.


Sofern es sich tatsächlich um einen Arbeitsvertrag handelt - wobei aber nicht die Bezeichnung, sondern der tatsächliche Vertragsausgestaltung entscheiden ist - besteht durchaus die Möglichkeit, dann gegen die Vertragsbeendigung in der Form vorzugehen, dass daneben auch die Klage auf Feststellung, dass ein unbefristetes Arbeitsverhältnis vorliegt, erhoben werden kann.

Zwar ist auch eine wiederholte Befristung dem Grund nach zulässig, allerdings dann an besondere Voraussetzungen geknüpft. Ob dieses gegeben ist, wird sich erst nach Einsicht in die Unterlagen feststellen lassen.

Faxen Sie mir daher bitte die Arbeitsverträge zur weitergehenden Prüfung zu. Danach werde ich dann unaufgefordert auf die Sache zurückkommen, auch hinsichtlich der weiteren Kosten.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle


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