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Überfällige Wechsel

| 06.10.2010 12:28 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


In den Jahren 2007, 2008 und 2009 habe ich an einen Bekannten Geld verliehen und dafür als Sicherheit Wechsel akzeptiert -
ohne mir über die Terminierung/Fälligkeit bewußt zu sein.

Meine letzte private eindringliche schriftliche Zahlungsaufforderung
an den Wechselbezogenen lief fristmäßig am 30.07.2010 aus
ohne positives Ergebnis.

Die Wechsel sind leider "abgelaufen"
die Forderung nicht eingelöst,
weil ich sie der Bank nicht vorlegte,
sondern in Unkenntnis des Wechselrechts im Safe verwahrte.
Ich gehe davon aus, daß der Geld-Wert nach wie vor besteht?

Die Bank nimmt sie nun ohne weiteres nicht an,
der angesprochene zuständige Gerichtsvollzieher
bat mich darum abzuklären,
ob überhaupt bei verspäteter Protestierung
-also ohne Protesturkunde-
Wechselklage möglich -und aussichtsreich- sei,
war sich unsicher über das Ergebnis.

alternative Rückforderungsmöglichkeiten?
Wie sehen die Chancen mit einem Mahnbescheid aus?
Ich danke sehr für Ihre Auskunft

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte diese anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Der Wechsel hätte zunächst von Ihnen am Verfallstag oder einem der beiden folgenden Tage vorgelegt werden müssen. Das Recht aus einem Wechsel selbst kann insoweit nur durch die Vorlage des Wechsels am Verfallstag geltend gemacht werden. Verweigert der Bezogene dabei die Zahlung, so ist ein Protest die Voraussetzung für weitere Maßnahmen, insbesondere auch für eine Wechselklage. Der Wechselinhaber ist dann außerdem verpflichtet, den Aussteller des Wechsel innerhalb von vier Arbeitstagen nach Protesterhebung vom Protest zu unterrichten. Da dies bei Ihnen nach Ihrer Schilderung schon nicht vorliegt bzw. wenn überhaupt nur noch verspätet erfolgen würde, ist eine Wechselklage hier nicht möglich, weil eben eine zur Erhaltung des Wechselrechts notwendige Handlung versäumt worden ist.

Dennoch können Sie Ihre zugrunde liegenden Darlehensforderungen grundsätzlich immer noch gesondert und losgelöst von dem Wechsel durchsetzen, selbstverständlich auch mittels Beantragung eines Mahnbescheids. Lediglich aus dem Wechsel selbst werden Sie wohl nicht mehr vorgehen können. Denn das Bestehen, die Fälligkeit und die Durchsetzbarkeit der Verpflichtungen aus einem Wechsel, die nach Annahme durch den Bezogenen entstehen, sind grundsätzlich losgelöst von der Forderung aus dem Grundgeschäft, also hier dem Darlehen, auf dessen Grundlage der Wechsel geleistet wurde, zu betrachten. Ein Wechsel wird dabei also zur Berichtigung einer Verbindlichkeit im Zweifel nur erfüllungshalber und nicht an Erfüllungs Statt geleistet. Oder einfach ausgedrückt ist der Wechsel eben nur eine Sicherheit für die zugrunde liegende Zahlungsverpflichtung gewesen, welcher diese selbst aber eben nicht berührt.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick verschaffen und meine Ausführungen helfen Ihnen weiter. Ansonsten wünsche ich Ihnen noch einen schönen Tag und verbleibe

mit freundlichen Grüßen


Thomas Joschko
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 06.10.2010 | 14:07

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Danke für die Auskunft, jetzt weiß ich schon mal weiter.

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