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Uberlassungsvertrag Schenkung Erbe Pflichtanteil Haus Verkauf

18.06.2018 17:42 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Reinhard Otto


Mein Vater hat 1998 meinem Bruder das elterliche Haus per Ueberlassungsvertrag 'geschenkt', mit den Worten: "Du musst dich dann mit deiner Schwester auseinandersetzten" (muendlich, nicht schriftlich). Die haelfte des Haus hat mein Bruder gleich seiner Frau 'geschenkt'. Mein Bruder wohnte zu dem Zeitpunkt in dem Haus.
2009 starb mein Vater. Vor einigen Jahren ist mein Bruder mit Familie umgezogen. Das Haus stand leer bis es 2015 verkauft wurde. 2017 bekam ich eine email mit den Worten: "Ich würde dir gerne einen Abschlag vom Hausverkauf überweisen. Kannst du mir eine Kontonummeroder ähnliches geben." Ich schickte ihm die Angaben und hoerte nie wieder wie von ihm.
Weihnachten 2017 fragte ich nach und mir wurde etwas vonwegen Finanzamt und Steuern koennet er er mir das Geld nicht ueberweisen.
Meine Fragen:
- Steht mir immer noch ein (Pflicht)Anteil zu?
- Kann ich ihn unter Druck stetzten, mir das Geld entlich zu schicken, oder bin ich auf sein Wohlgefallen angewiesen?
- Steht mir im Grunde nichts mehr zu?
Hinzu kommt, ich lebe in Kanada, und hab damals das alles garnicht so mitbekommen.
Vielen Dank im Voraus
A.H.

Guten Abend,

ich möchte Ihre Anfrage auf der Grundlage der dazu mitgeteilten Informationen wie folgt beantworten:

Da Sie nichts von einem Testament Ihres verstorbenen Vaters schreiben, gehe ich davon aus, dass Sie und Ihr Bruder als Abkömmlinge erster Ordnung Miterben geworden sind. Von daher steht Ihnen kein Pflichtteil zu, sondern ein hälftiges Erbteil.

Ihr Bruder hat zu Lebzeiten des Vaters das Hausgrundstück geschenkt bekommen mit der Auflage, dies nach seinem Tode im Rahmen der Erbauseinandersetzung auszugleichen.

Damit besteht die Ausgleichungspflicht des Bruders aus § 2050 Abs. 3 BGB.

Ihr Erbteil muss also der Höhe nach so berechnet werden, als sei das Hausgrundstück am Todestag noch in der Erbmasse gewesen.

Es ist zudem davon auszugehen, dass die sms, in der er um Kontoangaben zwecks Überweisung des Anteiles bittet, als Anerkenntnis dieses Anspruches zu bewerten ist, so dass Sie rechtlich gesehen gute Karten haben.

Dass er evt. Steuerschulden bezahlen muss und nicht zahlen kann, ändert nichts an seiner grundsätzlichen Zahlungspflicht.

Von daher sollten Sie, mit anwaltlicher Unterstützung, den Anspruch weiterverfolgen, zunächst gerichtet auf Auskunft über den Wert des Hauses am Todestag, die bis dato daraus gezogenen Nutzungen und dann den Zahlungsanspruch geltend machen.

Dass Sie in Kanada leben, ist unerheblich, denn natürlich kann ein in Deutschland ansässiger Anwalt für Sie hier tätig werden.
Falls Sie auf mich zurückgreifen möchten, stehe ich Ihnen gerne im Rahmen eines weiterführenden Mandates zu Verfügung, wobei die jetzt gezahlte Beratungsgebühr in voller Höhe angerechtnet würde.

Mit freundlichen Grüßen

Beachten Sie bitte die Hinweise zu Datenschutz und Datenverarbeitung in meinem Profil.

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