Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.084
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

USt-Sonderprüfung und RE Nummer


| 08.11.2006 23:14 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA



Im Juni habe ich eine USt-Sonderprüfung gehabt und vorkurzem eine Prüfungsfeststellung bekommen.

Leider aus Ungewiesenheit habe ich manchmal die Ausgangsrechnungsnummer übersprungen z. B. 203 dann 230 usw. (um größeren Volumen vor den Kunden zur zeigen)


Das Finanzamt hat alle Kontenbelege und Versandbelege bekommen nur die Erklärung wollen die nicht akzeptieren und haben sehr großzügig geschätzt.

Was kann man dagegen tun ???
Wie kann man sonst noch beweisen dass die Rechnungen nicht existieren ????
Sehr geehrter Ratsuchender,

die Prüfungsfeststellung dient als Grundlage für den Erlass geänderter Umsatzsteuerbescheide. Soweit diese Bescheide ergehen, besteht die Möglichkeit hiergegen innerhalb einer einmonatigen Frist Einspruch beim Finanzamt einzulegen.

Gemäß § 14 Abs. 4 UStG muss eine Rechnung eine fortlaufende Nummer, die zur Identifizierung der Rechnung vom Rechnungsaussteller einmalig vergeben wird, enthalten.

Soweit wie in Ihrem Fall bei der Vergabe fortlaufender Rechnungsnummern eine oder mehrer Nummern übersprungen wurden, schließt die Finanzverwaltung daraus, dass z.B. eine ausgestellte Rechnung nach Barzahlung vernichtet worden ist. Die Finanzverwaltung wird sich zu Hinzuschätzungen bei den Betriebseinnahmen veranlasst sehen (§ 162 AO).

Um dies zu verhindern, sollte Sie zum einen die Gründe festhalten, warum eine Rechnungsnummer nicht in der Finanzbuchhaltung erscheint. Das Argument mit einer höheren Rechnungsnummer eine größeres Volumen zu suggerieren ist sicherlich verständlich, aber kaum dem Finanzamt plausibel darzustellen und kaum unter Beweis zu stellen. Möglicherweise ergibt sich aus dem Nummernkreis eine logische Abfolge, die dem Finanzamt darzustellen und zu begründen wäre, z.B. 203, 230, 204, 240, 205, 250 ....)

Eine Abhilfe könnte bei Warenlieferung nur mittels einer Inventur vorgenommen werden, in der anhand des Warenbestandes der tatsächliche Abverkauf nachgewiesen wird. Bei Dienstleistungen wird es natürlich entsprechend schwerer, da eine Abgleichung nur anhand des Zeitaufwandes möglich ist.

Soweit Sie Rechnungen haben, die gestrichen, storniert, verschrieben oder umgeschrieben worden sind, sollten Sie diese dem Finanzamt vorlegen.

Soweit noch kein geänderter Beschluß ergangen ist, empfehle ich einen Kollegen mit der Schwerpunkt Steuerrecht oder einen Steuerberater zu Rate zu ziehen, da in dem jetzigen Stadium noch kein Einspruchsverfahren erforderlich ist, um einen geänderten Steuerbescheid zu vermeiden bzw. zu korrigieren.

Ich hoffe Ihnen eine erste Orientierung gegeben zu haben.

Mit besten Grüßen

RA Schröter

Nachfrage vom Fragesteller 09.11.2006 | 00:04

Hallo
wo das Problem bekannt wurde dachte ich das FA eine Buchprüfung veranlasst.
Somit würde bewiesen dass z.B. 100 Gegenstände eingekauft wurden und auch 100 das Haus verließen.

Ich habe kein Ladenlokal und somit keine Bareinnahmen nur Konto Einzahlungen und Überweisungen.

Bei dem Einkauf wurde meistens von dem Lieferanten auch die Serien Nummer auf der RE geschrieben und ich habe die auch auf der RE weiter gegeben. Somit kann man doch FA zeigen , dass keine andere Ware verkauft wurde nur die die auf der Einkaufsrechnungen stehen.

Ich hoffe dass die Gründe auch plausibel sind.

Kann man eine Buchprüfung erzwingen ???



Ergänzung vom Anwalt 09.11.2006 | 18:07

Sehr geehrter Ratsuchender,

eine Buchprüfung durch das Finanzamt können Sie nicht erzwingen. Anhand Ihrer Angaben sollten Sie eine Buchprüfung durch einen Steuerberater in Auftrag geben, um dies dann dem Finanzamt vorlegen zu können und den Vorwurf in der Prüfuingsfeststellung zu entkräften. Dies ist zwar mit Kosten verbunden, jedoch sicherlich gut investiert, wenn hierdurch ein erhöhter Umsatzsteuerbescheid vermieden werden kann.

Mit besten Grüßen

RA Schröter
Bewertung des Fragestellers |


Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Danke für die sehr schnelle Antwort "