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USA Visum


23.02.2007 18:17 |
Preis: ***,00 € |

Reiserecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Sehr geehrte Damen und Herren,

wegen eines Deliktes wurde ich zu einer 2-jährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Für eine geplante
Kreuzfahrt auf einem amerikanischen Schiff mit Abfahrt- und Zielhafen in den USA benötige ich vermutlich ein Visum. Meine Frage: Erhalte ich unter diesen Umständen überhaupt ein Visum bzw. wird nach Vorstrafen gefragt? Wie soll ich mich in diesem Falle verhalten?

Für ihre Anwort jetzt schon recht herzlichen Dank.
23.02.2007 | 18:37

Antwort

von


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89407 Dillingen a. d. Donau
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Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworte.

Bei einer Verurteilung zu einer Haftstrafe von 2 Jahren auf Bewährung gelten Sie als vorgestraft. Bei Vorstrafen ist für eine Einreise in die USA ein Visum erforderlich.

Ein solches können Sie beim Generalkonsulat beantragen.

Die Erfolgsaussichten, dieses auch zu erhalten, sind einzelfallabhängig. Bei einer Vorstrafe von 2 Jahren auf Bewährung rechne ich nicht mit der Ausstellung des Visums. Bei Ablehnung können Sie auch eine Ausnahmegenehmigung beantragen. Hierfür werden jedoch regelmäßig ins Englische übersetzte Unterlagen ( Gerichtsentscheidung etc. )von der Behörde angefordert.

Sollten Sie einfach so mit Reisepass einreisen wollen und darauf hoffen, dass keine Fragen gestellt werden, so muss ich Sie enttäuschen. Sie müssen damit rechnen, dass regelmäßig Fragen nach Krankheiten und Vorstrafen gestellt werden. Außerdem müssen Sie einkalkulieren, dass die zuständigen Stellen in den USA über Sie Informationen erhalten und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Leider kann ich Ihnen keine günstigere Einschätzung der Sach - und Rechtslage übermitteln.

Mit freunlichen Grüßen

Michael Kohberger
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Michael Kohberger

Nachfrage vom Fragesteller 26.02.2007 | 09:46

Sehr geehrter Herr Kohberger,

vielen Dank für Ihre Antwort. Bleibt dieser Makel ewig an mir haften? Sollte dies der Fall sein, dass diese Bewährungsstrafe nicht aus den diversen? Registern gelöscht wird, wären meine Reiseziele auf Lebenszeit eingeschränkt.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.02.2007 | 10:27

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich wie folgt beantworte:

Eintragungen sind gemäß den Vorschriften des Bundeszentralregistergesetzes ( BZRG )nach § 45 BZRG zu tilgen. Bei einer Strafe über 2 Jahre, sei diese auch zur Bewährung ausgesetzt, sieht das Gesetz gemäß § 46 Abs. 1 Nr. 4 BZRG eine Tilgungsfrist von fünfzehn Jahren vor. Handelt es sich um eine Jugendstrafe, so beträgt die Frist nach
§ 46 abs. 1 Nr. 1 lit. d ) BZRG fünf Jahre.

Sind Eintragungen getilgt worden oder sind sie zu tilgen, so darf die Tat und die Verurteilung dem Betroffenen im Rechtsverkehr grundsätzlich nicht mehr vorgehalten werden - § 51 BZRG.

Stellen eines anderen Staates wird im Übrigen nach den hierfür geltenden völkerrechtlichen Verträgen, Auskunft aus dem Bundeszentralregister erteilt - § 57 BZRG.

Ist die Strafe aus dem Register noch nicht getilgt, so sollte die zuständige staatliche Stelle im Rahmen ihrer Entscheidungsfindung über das Visum das Zeitmoment berücksichtigen. Desto länger die Verurteilung zurückliegt, desto größer ist also in der Regel die Chance, ein Einreisevisum zu erhalten. Die Entscheidung ist stets einzelfallabhängig.

Ich hoffe, Ihnen weitergeholfen zu haben.

Mit freunldichen Grüßen

Michael Kohberger
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