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USA Urlaub mit 'Nicht eigenem Kind'

08.03.2008 10:54 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


11:01

Sehr geehrte Jurist(in)en,

Folgendes Anliegen:

Meine Frau und ich planen für Oktober dieses Jahr einen 2-Wöchigen Urlaub in Florida mit unserer Nichte. Wir beabsichtigen ein „Motor Home“ zu mieten um damit durch Florida zu Reisen. Unsere Nichte ist derzeit 11 Jahre jung. Meine Frau und ich haben schon öfters Urlaub in den USA verbracht, als auch Berufliche Geschicke in dieses Land führten. Das Land ist also für uns nicht neu. Unser letzter USA Besuch war allerdings vor 9/11 und ich denke, dass sich seitdem viele Einreisebestimmungen geändert haben.

Meine Frau und ich haben den Biometrischen Pass nach der derzeit geltenden Gesetzgebung. Für die Nichte müssen wir diesen natürlich beantragen.

Meine Frage(n):

1) Ist für den Staat Florida ein Einreisevisum erforderlich oder ist ein gültiger Reisepass ausreichend?

2) Muss eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern vorliegen; wenn ja, wie sollte diese gestaltet sein?

3) Reicht diese Einverständniserklärung in einfacher Form oder ist eine Englische amtlich beglaubigte Übersetzung erforderlich ?

4) Für den „Worst case“; Sollten Handlungsvollmachten vereinbart werden? Z.B. Verfahren bei Krankheit oder Unfall des Kindes und wie könnten diese verfasst werden?

5) Falls wir „die nicht Eltern“, einen Fehler begehen z.B. eigen verschuldeter Unfall, Vernachlässigung der Aufsichtspflicht etc. und das Kind zu Schaden kommt. Welche Möglichkeiten zur Abwehr evtl. Regressansprüche gibt es hier?

6) Falls die Nichte am Abflugstag ihre „Marotten“ bekommt und nun doch nicht fliegen möchte...? Wie könnte eine sinnvolle „Reiserücktrittsversicherung“ gestaltet werden?


Die meisten Fragen bezogen auf mein Frau und mich erübrigen sich. Der Knackpunkt ist das „nicht eigene Kind“ Wie können wir diesen Urlaub „Water proofed“ angehen?


Ich erbitte einschlägige und fundierte Auskünfte und sehe ihrer Antwort entgegen



Mit freundlichem Gruß

08.03.2008 | 11:45

Antwort

von


(572)
Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel: 0351/2699394
Tel: 0900 1277591 (2,59 €/. ü , )
Web: http://www.anwaltskanzlei-sperling.de
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Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Anfrage wie folgt beantworten:

Alle Reisenden, auch Kinder jeglichen Alters, benötigen ein eigenes Reisedokument.
Deutsche Staatsangehörige nehmen am „Visa Waiver“ Programm der USA teil und können als Touristen, Geschäftsreisende oder zum Transit im Regelfall bis zu einer Dauer von neunzig Tagen ohne Visum in die USA einreisen, wenn sie

• im Besitz eines mindestens für die Dauer des geplanten Aufenthaltes gültigen, regulären (bordeauxroten), maschinenlesbaren deutschen Reisepasses sind oder einen vor dem 26.10.2006 ausgestellten und nach diesem Datum nicht verlängerten Kinderreisepass, der ein Foto enthält, besitzen,

• mit einer regulären Fluglinie oder Schifffahrtsgesellschaft einreisen und

• ein Rück- oder Weiterflugticket (welches nicht in Kanada, Mexiko oder der Karibik enden darf), gültig für den Zeitraum von max. 90 Tagen ab der ersten Einreise in die USA, vorweisen können.

Eine Bestätigung der Eltern ist nicht vorgeschrieben, ist aber auf Grund der derzeit strengen Einreisekontrollen empfehlenswert. Eine solche Bestätigung sollte in Englisch abgefasst sein und zur absoluten Sicherheit beglaubigt sein.

Für eine notwendige ärztliche Behandlung sollten Vollmachten in Englisch mitgeführt werden, deren Inhalt von den Eltern festgelegt werden soll, inwieweit sie in ärztliche Behandlungen etc. einwilligen. Diese Vollmacht sollte in Englisch abgefasst sein, denn in deutsch ist es in den USA von wenig Sinn. Dringend empfehlenswert ist der Abschluss einer umfassenden Auslandskrankenversicherung.

Wenn Sie die Beaufsichtigung des Kindes übernehmen, haften Sie bei entstehenden Schäden. Eine Abwehr von Regressansprüchen wird dann schwer möglich sein. Sie könnten vorab einen Haftungsausschluss vereinbaren. Dies ist jedoch für vorsätzliche und grob fahrlässige Pflichtverletzung Ihrerseits nicht wirksam möglich.

Der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung wegen „keine Lust“ ist nicht möglich, nur für den Fall von Krankheit oder ähnlichen Umständen. Sie sollten sich dahingehend von Ihrem Reisebüro oder Versicherungsvertreter beraten lassen. Für den Fall „keine Lust“ sollten Sie mit den Eltern eine Regelung finden.


Ich hoffe meine Antwort genügt Ihnen für eine erste Orientierung im Rahmen der Erstberatung und ich darf darauf hinweisen, dass meine Ausführungen auf Ihrer Sachverhaltsdarstellung beruhen.

Gern können Sie von Ihrem Recht zu einer Nachfrage Gebrauch machen. Weitergehende Fragen beantworte ich für Sie im Rahmen einer Mandatsübertragung, ebenso übernehme ich gern weitere Tätigkeiten im Rahmen eines Mandats. Eine Mandatsausführung kann unbeachtlich der örtlichen Entfernung erfolgen und eine Informationsweiterleitung erfolgt dann per E-Mail, Post etc..


Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

Enderstr. 59
01277 Dresden
Tel.: 0351/2 69 93 94
Fax: 0351/2 69 93 95
e-mail: sperling@anwaltskanzlei-sperling.de
www.anwaltskanzlei-sperling.de



Rückfrage vom Fragesteller 15.03.2008 | 02:08

Sehr geehrte Frau Sperling,

Vielen Dank für Ihre geschätzte und sehr hilfreiche Antwort. Besonderem Dank gilt Ihrem angenehmen zu lesenden Schreibstil.

Eine Nachfrage:
Übernehmen Sie bzw. Ihre Kanzlei, ggf. solche Übersetzungen und Beglaubigungen?

Ich bitte um Nachsicht für meine verspätete Reaktion.

Mit freundlichen Grüssen

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.03.2008 | 11:01

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte Ihre Nachfrage wie folgt beantworten:

Eine ordnungsgemäße Beglaubigung sollte durch einen Notar erfolgen, daher kann ich als Rechtsanwältin nicht dahingehend für Sie tätig werden. Die Übersetzung sollte durch einen amtlich anerkannten Übersetzer erfolgen. Meist kann er Notar Ihnen einen solchen vermitteln oder empfehlen.

Ich wünsche Ihnen eine erlebnisreiche Reise.

Mit vorzüglicher Hochachtung

Simone Sperling
Rechtsanwältin

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