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US Familienrecht


06.07.2005 18:21 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Folgender Fall beschäftigt mich:

Meine Mutter ist Deutsche, mein Vater US-Amerikaner der aber weder auf meiner Geburtsurkunde (Vater:unbekannt) noch auf irgendeinem anderen Formular eingetragen ist. Unterhalt wurde folglich auch nie gezahlt.
Er bestreitet immer mal wieder als Vater für mich in Frage zu kommen und weicht meinem Drängen auf die Durchführung eines Vaterschaftstestes immer wieder aus.
Meine Mutter behauptet standhaft dass nur er als Vater in Frage kommt und ich möchte mit meinen inzwischen 35 Jahren nun endlich auch die Gewissheit darüber wer mein Vater ist.
Nun meine eigentliche Frage:
Gibt es eine Möglichkeit, ihn zu einem Vaterschaftstest zu zwingen bzw. zur Anerkennung der Vaterschaft ??
Muss ich dazu vor ein (möglicherweise amerikanisches) Gericht ?
Gibt es nur spezielle Anwälte die meinen Fall behandeln können, beispielsweise Anwälte spezialisiert auf US-Recht ?
Wie groß sind meine Chancen überhaupt diese Lücke in meinem Leben zu füllen und Gewissheit zu erlangen ?
Vielen Dank für die Beantwortung !
06.07.2005 | 19:46

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller, sehr geehrte Fragestellerin,

zunächst bedanke ich mich für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage der mir mitgeteilten Informationen beantworten möchte.

Generell können und müssen Sie, wenn Ihr mutmaßlicher Vater freiwillig seine Verantwortung für Sie nicht anerkennen möchte, auf Feststellung der Vaterschaft klagen.

Mangels Vorgehen supranationaler Regelungen richtig sich die internationale Zuständigkeit für solche Verfahren ab 1998 grds. nach § 640 Abs. 2 Nr.1 ZPO, wonach Anknüpfungspunkt zunächst einmal Ihr inländischer Wohnsitz ist.

Auch ergibt sich nichts anderes daraus, dass sie vor 1998 geboren wurden. Dann nämlich ist - nach dem bis dahin geltenden Recht - Anknüpfungspunkt für die nichteheliche Abstammung vom Vater das so genannte Unterhaltsstatut, wenn das danach maßgebliche Recht eine mit Statuswirkung verbundene Feststellung der Vaterschaft als Voraussetzung für eine Unterhaltspflicht vorsah (letzteres ist in Deutschland der Fall).

Das Unterhaltsstatut ergibt sich nach der gesetzlichen Fassung vor 1998 wiederum aus dem Haager Übereinkommen über das auf Unterhaltspflichten anzuwendende Recht vom 02.10.1973, dass zu diesem Zeitpunkt auch weithin als Völkergewohnheitsrecht anzusehen war. Danach ist maßgeblich der gewöhnliche Aufenthaltsort des Unterhaltsberechtigten. Demnach ist also Ihr Wohnsitz in Deutschland maßgeblich.

Folglich wäre eine entsprechende Feststellungsklage vor einem deutschen Gericht zu erheben.

Insgesamt kann ich aufgrund der Komplexität der Materie und der zu erwartenden Schwierigkeiten, ihres Vaters habhaft zu werden, nur empfehlen, dass Sie einen Rechtsanwalt/eine Rechtsanwältin, der/die auf internationales Familienrecht spezialisiert ist, mit der Durchführung der Vaterschaftsfeststellung beauftragen.

Rechtlich gesehen sind Ihre Aussichten sicherlich nicht schlecht, allerdings ist es eine persönliche Entscheidung, ob Sie sich tatsächlich diese emotionalen, finanziellen wie prozessualen Mühen aufladen möchten.

Ich hoffe, Ihnen weiter geholfen zu haben und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

Hans-Christoph Hellmann
-Rechtsanwalt-
www.anwaltskanzlei-hellmann.de


Rechtsanwalt Hans-Christoph Hellmann

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