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UNTERHALT 18 Järiges Kind


10.12.2012 13:23 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin



Bei meinen Recherchen weitere Forderungen meiner 18 jährigen Tochter zu vermeiden bin ich im Internet auf folgende Kalkulation gestoßen:

Mit Vollendung des 18. Lebensjahres erlischt das elterliche Sorgerecht, d.h. beide Eltern sind ab sofort barunterhaltspflichtig bis zum Ende eines ersten berufsqualifizierenden Abschlusses.
Jedoch sollen Minderjährige Kinder Volljährigen gegenüber privilegiert sein.
Desweiteren ist vom Nettoeinkommen der Eltern ein angemessener Selbstbehalt € 1.150 abzuziehen. Da ich verheiratet bin und im Haushalt zwei Minderjährige Kinder habe (unser grosser ist aus der ersten Ehe meiner Frau erhält aber keinen Cent Unterhalt da sein Vater im Ausland sehr wenig verdient), sollen diese vorrangig berücksichtigt werden, Kalkulation ergibt folgenden Bedarf:
Kind 16 Jahre = 426,00 (gemäß Düsseldorfer Tabelle)
Kind 6 Jahre = 383,00
Ehefrau = 800,00 (egal ob berufstätig oder nicht)
Gesamtbedarf = 1.609,00
Mein Einkommen 2150 abzüglich dem Gesamtbedarf 1.609,00 ergibt 491,00 € dies liegt jedoch unter den o.g. Selbstbehalt (€ 1.150) heißt ich bin nicht mehr leistungsfähig.
Oder ?
Meine Tochter, 18 Jahre alt lebt bei der Mutter (Mutter verdient über 2500), besucht eine Private Wirtschaftschule und soll 2013 den Abschluss machen.
Meine Tochter hat Unterhaltsansprüche in einer monatlichen Höhe von
EUR 280,00 angemeldet. Oder eine Einmalzahlung als Ersatzleistung für ihren Führerschein.
Tatsache ist, dass ich unsere Tochter bis zu ihren 8-ten Lebensjahr alleine erzog (ihre Mutter studierte in Rumänien, und anschließend in München), ohne UNterhaltszahlungen zu erhalten.
Ich habe zawr bei der Geburt das Kind anerkannt, war aber leider zu dumm ein Vatestchaftstest zu fordern, obwohl ich begründete Zweifel habe dass es NICHT mein Kind ist. Wie kann ich diesen Zahlungen ein Ende setzen ?
Danke

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


In der Tat besteht die Unterhaltsverpflichtung auch dem volljährigen Kind gegenüber bis zum Abschluss einer ersten Ausbildung (Lehre oder Studium).

In Ihrem Fall habe ich richtig verstanden, dass der 16-Jährige zwar in Ihrem Haushalt wohnt, aber nicht Ihr leibliches Kind ist. Dann ist dieser auch nicht zu berücksichtigen. Nur leibliche minderjährige Kinder sind zu berücksichtigen und gehen den leiblichen volljährigen Kindern vor.

Der selbst errechnet Gesamtbedarf von 1609 Euro ist nicht korrekt. Zu berücksichtigen ist nur der Unterhalt für das 6jährige Kind, aber nicht etwaige Zahlungen für den 16-Jährigen und die Ehefrau.

Damit liegen Sie also doch noch deutlich über dem Selbstbehalt der 18-jährigen Tochter gegenüber und sind ihr damit auch noch zum Unterhalt verpflichtet.

Unberücksichtigt bleibt auch, dass Sie das Kind zu Beginn allein groß gezogen haben und von der Kindsmutter keine Unterhaltszahlungen erhalten haben.

Aufgrund der Gehaltsstruktur rate ich Ihnen, das Angebot über die 280 Euro anzunehmen und diesen Betrag zu zahlen. Nach genauer Berechnung wären sonst sogar 378 Euro zu zahlen.

Wenn Sie immer noch Zweifel haben, dass das Kind nicht von Ihnen ist, müsste man einen Vaterschaftstest durchführen und dann die Vaterschaft ggf. anfechten.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Steffan Schwerin, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 10.12.2012 | 15:17

Hallo Herr Schwerin,
schönen Dank für die schnelle und klare Antwort.
Da, wie ich erwähnte meine "Tochter" auch Konpromissbereit
erklärte weniger zu akzeptieren, oder sich mit einen "Einmalzahlung" zufrieden geben würde, besteht irgendwie eine Möglichkeit hierzu auch einen Vertrag aufzusetzen, damit sie
es sich nicht wieder anders überlegen kann ? Zudem, Wie lange
müßte ich jetzt weiter zahlen, wenn sie die Schule abbricht oder,
nächstes Jahr ihr Abschluss macht, bin ich weiter zur Zahlung verpflichtet ? Danke
Beste Grüße aus Bayern
Rudolf Schoplocher

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.12.2012 | 15:35

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfragen wie folgt:

Zunächst muss bis zum Ende der schulischen Ausbildung gezahlt werden.

Wenn die Tochter danach eine Ausbildung absolviert, wird der Unterhalt neu berechnet.

Also kann es durchaus sein, dass Sie noch 5 Jahre zahlen müssen.

Man kann hinsichtlich des Volljährigenunterhalts aber auch eine Vereinbarung treffen, den Anspruch insgesamt abzufinden - z.B. durch die Finanzierung des Führerscheins.

Dies sollten Sie schriftlich mit der Tochter vereinbaren.

Mit freundlichen Grüßen

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