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UG / GmbH & Co. KG in eine GmbH umwandeln

11. Februar 2019 23:16 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


07:33

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin Geschäftsführer-Gesellschafter meiner Firma in der Rechtsform einer UG & Co. KG. Die KG nimmt am täglichen Geschäftsleben teil und macht Umsätze. Die UG übernimmt als Verwaltungsgesellschaft nur die Haftungsübernahme der KG (beide Gesellschaften sind zu 100% aneinander beiteiligt) und erhält eine Haftungsvergütung.

In Kürze wird die gesetzliche Thesaurierung das Stammkapital von 25.000 € erreichen, und ich möchte in Zukunft die KG nicht mehr fortführen - und die GmbH als Gesellschaft fortführen und das Geschäftliche hierüber abwickeln.

Mein Frage ist, wie man am besten vorgeht. Sollte bzw. kann man beide Gesellschaften verschmelzen oder wäre es besser und einfacher die KG aufzulösen und abmelden, und die restlichen Anlagevermögen (max. 5000 €) auf die GmbH übertragen? Was ist steuerlich zu beachten und vorteilhafter und wie lange dauert die Auflösung der KG?

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Vielen Dank!



12. Februar 2019 | 00:41

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Der Auflösung der KG muss ein Auflösungbeschluss der Gesellschaft vorangehen, sodann sind alle Forderungen der KG fällig zu stellen und die laufenden Geschäfte zu beenden. Ein ggf. vorhandenes Guthaben ist unter den Gesellschaftern zu verteilen. Wie lange die Auflösung Ihrer KG dauern wird, ist vom Einzelfall abhängig. Sie müssen aber mit einigen Monaten rechnen.

Wollen Sie die KG auf die GmbH verschmelzen, so scheint mir mit Blick auf die Notarkosten eine Verschmelzung durch Aufnahme der KG in die GmbH i.S.d. § 2 Nr. 1 UmwG sinnvoll.

Hier entsteht keine neue GmbH, die neu eingetragen werden müsste, die alte Verwaltungsgesellschaft lebt weiter.

Denkbar wäre auch eine Aufnahme der KG in die GmbH im Wege der Anwachsung, sobald alle Kommanditisten die KG verlassen haben, wächst die KG der GmbH aus § 738 BGB an.

Insbesondere dann, wenn die Kommanditisten keine Abfindung für ihren Anteil erhalten, wird die Finanzverwaltung hier aber eine verdeckte Einlage in die GmbH vermuten. Die verdeckte Einlage wird einer Veräußerung gleichgestellt und ein Gewinn wäre zu versteuern.

Insbesondere dann, wenn in der KG Stille Reserven vorhanden sind, wird man sich überlegen müssen, wie mit diesen zu verfahren ist.

Es erscheint mit im jeden Fall sinnvoll eine Verschmelzung durch Aufnahme oder Anwachsung vorzunehmen. Welches Modell in Frage kommt, sollte mit einem Steuerberater besprochen werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen


Rückfrage vom Fragesteller 12. Februar 2019 | 23:15

Vielen Dank für Ihre Erörterungen. Ich verstehe den Unterschied zwischen der Verschmelzung der KG auf die GmbH und die Aufnahme der KG in die GmbH im Wege der Anwachsung nicht. Beides hört sich gleich an!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13. Februar 2019 | 07:33

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Der Unterschied liegt zum einen darin, dass Sie bei der Anwachsung keinen notariellen Verschmelzungsvertrag brauchen. Sie sparen also Notarkosten.

Die Anwachsung ist aber meist steuerlich aufwendiger. Denn es ergibt sich bei den Kommanditisten meist ein Gewinn, der ggf. zu versteuern wäre. Hier wäre also zu prüfen, welches Modell für Sie interessanter ist.

Mit freundlichen Grüßen

ANTWORT VON

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