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TzBfG - Bezahlung

| 01.08.2008 16:34 |
Preis: ***,00 € |

Arbeitsrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

mich beschäftig zur Zeit folgende Frage.

Ich arbeite seit fast 10 Jahren in meinem jetzigen Betrieb. Ich arbeite 5 Tage/Woche a 6 Std. täglich. Ich habe keinen Tarifvertrag.

Meine Frage bezieht sich nun auf TzBfg § 4 "Verbot der Diskriminierung"

Ich erhalte 1850 € brutto für meine Tätigkeit als Bürokauffrau, vor 2 Jahren machte ich eine Weiterbildung zur Office-Managerin. Daraufhin, heiße ich nun auf der Firmenkreditkarte Assistentin Büromanagement. Meine Kollegin arbeitet Vollzeit, ist aber noch nicht so viele Jahre im Betrieb wie ich. Unsere Aufgabengebiete sind nahezu identisch - ich übernehme ihre Urlaubsvertretung und erledige ihr Aufgabenfeld dann zu ca. 80% mit. Jetzt erhält sie allerdings für ihre Tätigkeit mehr als das Doppelte von mir.
Da denke ich mir, da kann doch etwas nicht stimmen, ich arbeite 30 Std - sie 38,5 Std die Woche, bei nahezu gleicher Tätigeit. Vor einiger Zeit, als ich nach einer Gehaltserhöung fragte, bekam ich von meinem Chef zu hören, mehr könne er nicht Zahlen, das sei für eine 0,75 Stelle nicht gerechtfertig. auch sie wurde seinerzeit als Bürokauffrau eingestellt, jetzt steht allerdings auf ihrer Visitenkarte Assistenz der Geschäftsführung. Dennoch ist unser Arbeitsfeld so gut wie deckungsgleich, außer, dass sie sich noch mit Personalangelegenheiten beschäftigt.

Nun möchte ich wissen, greift in dem Fall § 4 des TzBfG? Kann ich mich auf diesen Paragraphen berufen bei meinem nachsten Gehaltsgespräch? Es sei nochmals erwähnt, wir haben keine Tarifverträge.



Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beanworte ich Ihnen Ihre Frage auf der Grundlage des von Ihnen angegebenen Sacheverhalts wie folgt:

Grundsätzlich können Sie sich hier auf das Verbot der Diskrimienierung berufen, da es sich nach Ihrer Schilderung bei der Kollegin um eine vergleichbare Tätigkeit handelt.
Entscheidemd ist hier nicht, unter welcher Berufsbezeichnung die Kollegin damals eingestellt worden ist.
Anders könnte es sich aber verhalten, wenn die Kollegin aufgrund Ihrer beruflichen Qualifikation entscheidend weitere Tätigkeit im Vergleich zu Ihnen ausführt, die einen Gehaltsunterschied rechtfertigen.

In jedem Falle können Sie aber § 4 TzbfG in Ihrem nächsten Personalgespräch ins Spiel bringen, um Ihre Verhandlungsposition zu stärken. Der AG kann hier ggf. Gründe benennen, die die unterschiedliche Beurteilung rechtfertigen. Das Argument des AG, für eine 0,75 Stelle sei ein höheres Gehalt nicht gerechtfertigt, ist nicht brauchbar und nicht geeignet die Gleichehandlung zu versagen.


Ich hoffe, Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.


Mit freundlichen Grüssen

Florian Günthner
Rechtsanwalt


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"Super schnelle antwort und nun weiß ich auch bescheid. Vielen Dank."