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Trunkenheit im Verkehr mit 27 § StGB


03.12.2015 18:23 |
Preis: ***,00 € |

Verkehrsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Zusammenfassung: Beihilfe zu Trunkenheitsfahrt


Sehr geehrte Damen und Herren,
bei der Trunkenheitsfahrt meiner Freundin, saß ich als Beifahrer im Fahrzeug. Ich bin der Halter des PKW´s.
Ich bin nun als Beschuldigter zu hören laut Staatsanwaltschaft, da ich Ihr nicht vor Fahrtbeginn den Schlüssel abgenommen habe. So steht es auch als Sachverhalt im Schreiben der Polizei. Was allerdings nicht drinnen steht, ist, dass ich selber bzw. noch mehr alkoholisiert war als sie und sie meine Autoschlüssel hatte und ich auch nicht realisiert habe, das wir mit dem Auto schon los sind, bis zur Kontrolle, wo ich auch nicht Pusten musste, sondern einfach nur am Straßenrand stehen gelassen worden bin und meine Freundin mit aufs Revier musste. Der Wagen wurde von einem Polizisten an den Straßenrand gefahren.
Nun kam das Schreiben welches mir die oben genannte Tat vorwirft und ich mich zur Sache äußern soll/muss. Mache ich jetzt Angaben bzw. gebe ich die Tat zu? Das ich selber komplett alkoholisiert war und gar nicht mitbekommen habe, geschweige denn wie wir los sind, steht ja nicht im Sachverhalt drinn.
Würde mich über eine Antwort freuen, wie ich jetzt auf das Schreiben am Besten antworten soll.

MFG

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Sehr geehrter Ratsuchender,

Ihre Frage beantworte ich wie folgt.

Wenn Sie keine Angaben machen, wird sich am Tatvorwurf nichts ändern.

Die Beihilfe setzt zweifachen Vorsatz voraus.

Ihre Freundin muss vorsätzlich alkoholisiert/fahrunsicher gefahren sein und Sie müssen von der Alkoholisierung Ihrer Freundin gewusst haben, zumindest diese Alkoholisierung in Kauf genommen haben.

Beihilfe liegt nicht vor, wenn Sie so alkoholisiert waren, dass Sie die Alkoholisierung Ihrer Beifahrerin nicht wahrnehmen konnten und auch nicht wahrnahmen (vgl. LG Koblenz, Urt. v. 4.12.2000, Az. 2040 Js 61509/99-8 Ns).

> Vorbehaltlich einer Akteneinsicht, dem Grad der Alkoholiiserung Ihrer Freundin und Ihrer Alkoholisierung sollten Sie zu Ihrem Alkoholkonsum vortragen, z.B. dadurch dass sie aufzählen, welche Getränke Sie in welchem Zeitraum zu sich genommen haben.

Um hier keine Fehler zu machen, ist aus ratsam, einen Rechtsanwalt mit der Verteidigung zu beauftragen.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 03.12.2015 | 21:30

Wie sieht das aus wenn ich sie beauftragen würde mit dem Fall? Welche Kosten würden auf mich zukommen? Zudem konnte ich wie sie schon schrieben den Alkoholpegel meiner Freundin nicht einschätzen da ich nicht mitbekam und wusste wieviel Sie letzendlich getrunken hatte und zudem über den Abend verteilt auch zutief ins Glas geschaut habe.

mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.12.2015 | 21:51

Sehr geehrter Ratsuchender,

die anwaltliche Verteidigung ist nicht billig, nach dem RVG wären das, wenn es nicht zu einer Verhandlung kommt rund 700 €, ansonsten rund 1000 €.

Es ist auch möglich, dass Sie zunächst über einen Rechtsanwalt Akteneinsicht nehmen (ca. 150 €) und dann Ihre Aussage machen, damit nicht Widersprüche zu den Ermittlungen der Polizei entstehen.

Gern können Sie mir diesbezüglich eine E-Mail schicken.

Mit freundlichen Grüßen

Peter Eichhorn
Rechtsanwalt

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