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Trunkenheit am Steuer


08.05.2006 07:04 |
Preis: ***,00 € |

Strafrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Am 4.3.2006 fuhr ich mit meinem PKW unter Alkoholeinfluß. Strafbefehl 4500 Euro und 13 Monate Führerscheinentzug.
In der schrifltlichen Anhörung habe ich die Tat zugegeben, aber keine weiteren Erläuterungen geschildert, da mir der Sachverhalt mehr als unangenehm ist.Kurz die Umstände die zum Fehlverhalten führten.
Es war der Geburtstag meines Mannes. Nachmittags wurde gegrillt
und ein Fass Bier angezapft.Unsere Tochter besuchte ein Konzert, sollte zum Feierabend von meinem Mann abgeholt werden.
Mein Mann war für den Transport der Gäste verantwortlich. Gegen 21.00Uhr brachte mein Mann die letzte Dame nach Hause.
Ich guckte fern, schlief auf der Couch ein. Es klingelt das Telefon gegen 22.10Uhr.
Meine Tochte sagte, das das Konzert fürhzeitig zu Ende war und ihr Papa sie aholen sollte. Da dieser noch nicht zurück war, bin ich ohne weitere Überlegung ins Auto gestiegen und bin in die Stadthalle gefahren, um meine Tochter abzuholen.
Auf der Rückfahrt (Entf. Wohnung -Stadthalle ca. 2km)wurde ich von der Polizei angehalten. Atem 1,27 , Blutentnahme 1,6 Promille.
Die Geldstrafe nehme ich hin, obwohl ich dieses Jahr bisher Umsatzeinbuße hatte.Strafe muß sein.
Das Hauptproblem ist der Verlust des Führerscheines für 13 Monate.
Frage 1

Macht es Sinn Einspruch einzulegen, um die Zeit des Fahrerlaubnisentzuges eventuell zu verkürzen?
Beuflich benötige ich die Fahrerlaubnis direkt nicht, aber um
mein Unternehmen gut zu führen, erleichtert sie mir den Alltag in enorm.

Frage 2
Greift in Mecklenburg/Vorpommern das Mainzprojekt 77
und wenn ja, wenn ich es absolvieren möchte um die Zeit des Führerscheinentzug zu verkürzen, muß ich zwingend Einspruch gegen den Strafbefehl einlegen?

Ich kann nur nochmal betonen, das es für mich unbegreiflich ist, wie mir dieses Fehlverhalten passieren konnte und die
innere Verarbeitung für mich ein großes Problem darstellt.

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Sehr geehrte Ratsuchende,



zur 1. Frage ist es notwendig, einen Rechtsanwalt mit der Wahrnehmung zu beauftragen, der dann nach zwingend erforderlichen Akteneinsicht die Chancen allein abschließend beurteilen kann.

Vorbehaltlich der Akteneinsicht möchte ich folgendes mitteilen:


Ohne Einspruch ist eine zeitliche Reduzierung der Sperre nicht möglich, so dass dann, wenn die Reduzierung gewünscht wird, in der Tat nur der Einspruch möglich bleibt.

Es besteht dabei die Möglichkeit, dann durch Besprechnungen mit der Staatsanwaltschaft eine Reduzierung zu erreichen, wobei aber auch (fast immer) dann gleichzeitig eine Erhöhung der Geldstafe zu erwarten ist.

Aber allein die "Erleichterung" des Alltages wird dazu nicht ausreichen.

Hier werden Sie darlegen müssen, inwieweit neben den beruflichen Unannehmlichkeiten (was NICHT ausreicht) dann ggfs. die Kapazitäten und damit die wirtsachftliche Situation des Unternehmes gefährdert wären.

Dabei müssen Sie dann auch deutlich machen, dass ohne funktionierende Leitung dann ggfs. die gesamte Existenz des Unternehmes und damit der Mitarbeiter gefährdert sein kann.

Auch wird natürlich die Sorge um das minderjährige Kind, dass ohne Ihre Fahrt nicht nach Hause gekommen wäre, eine Rolle spielen können.

Dieses alles kann aber ernsthaft nur nach Akteneinsicht durch einen Kollegen vor Ort im Einzelnen geklärt werden.




Zur 2. Frage gebe ich zu bedenken, dann Sie bei einer solchen Einlassung erhebliche Probleme mit der Verkehrsbehörde bekömmen könnten.

Denn das von Ihnen genannte Projekt beschäftigt sich ja u.a. mit dem kontollierten Trinken und Vermeidung von Trunkenheitsfahrten, so dass Sie mit einer solchen Einlassung indidenter einführen, dass die Gefahr von weiteren Trunkenheitsfahrten bestehen könnte.

Von dem "einmaligen Ausrutscher" wird man dann aber nicht mehr ausgehen können.

Dann jedoch wird sicherlich nicht mit einer Reduzierung der Strafe zu rechnen sein.


Einige Stellen in Mecklenburg-Vorpommern führen dieses Projekt, wobei dieses aber örtlich unterschiedlich ist; hier sollten Sie -falls Sie trotz der obigen Bedenken dieses Projekt nutzen wollen - bei "Ihrer" Behörde nachfragen.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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