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Trotz Nachweis keine Werbungskosten berücksichtigt

| 12.10.2020 14:54 |
Preis: 35,00 € |

Sozialrecht


Beantwortet von


Hallo,
ich erhalte seit 06/20 für meine vier Kinder geminderten Kinderzuschlag (226,-€), dieser ist meiner Meinung zu gering da KEINER meiner (mit Quittungen und Kontoauszügen, Dienstzeiteinaufstellung nachgewiesenen Absetzbeträge) berücksichtigt wurde,
Riester Betrag (68,-€)
Gewerkschaft (38,-€)
Reine Betreuungskosten (ohne Mittagessen 74,-€),
Arbeitsschuhe (95,-€),
Telefon (11,-€) und
Verpflegungsmehraufwendungen (120,-€)
wurden überhaupt nicht berücksichtigt!
Es wurden nur die gesetzlichen Pauschalen insgesamt 330,- angerechnet und somit mein Einkommen zu hoch angesetzt.
Was ich erfragen möchte ist wie kann ich erreichen das alle meine meine Absetzbeträge in voller nachgewiesener Höhe anerkannt werden?
z.B das Mehraufwendungen für Verpflegungen für Abwesenheitszeiten 8 bis unter 12 Std. Einkommens-mindernd berücksichtigt werden, in den fachlichen Weisungen der Familienkasse (https://www.arbeitsagentur.de/datei/dok_ba015901.pdf) steht das diese Aufwendungen mit Nachweis bis 14,-€ abgesetzt werden können, die Familienkasse wiederum behauptet das Mehraufwendungen nur ab 12 Std. Abwesenheit, abgesetzt werden können dazu wurde mir ein Urteil aus 2008 präsentiert.


Vielen Dank.

13.10.2020 | 16:20

Antwort

von


(20)
Horstweg 5
14059 Berlin
Tel: 017663447939
Web: http://www.anwaltskanzlei-tidwell.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Hinsichtlich der Riester-Rente ist wie folgt auszuführen: Die für die staatliche Altersvorsorge (Riester-Renten) aufgewendeten Beträge können abgesetzt werden. Nach § 6 Absatz 1 Nummer 4 Alg II-V ist der Abzug pauschal mit einem Betrag von drei Prozent des monatlich zu berücksichtigenden
Bruttoeinkommens vorzunehmen. Der Prozentwert mindert sich um 1,5 Prozentpunkte je Kind der leistungsberechtigten Person, für das eine Zulage gewährt wird. In Ihrem Fall (4 Kinder) wird dann nur ein Mindestbetrag von 5 EUR abgesetzt.

Die Gewerkschaftsbeiträge dienen zum Erhalt des Arbeitsplatzes und sind daher voll absetzungsfähig.

Die Betreuungskosten sind ebenfalls voll absetzungsfähig.

Aufwendungen des Arbeitnehmers für Arbeitsmaterial, Berufskleidung und Arbeitsmittel sind vom Einkommen abzusetzen. Somit sind auch Ihre Arbeitsschuhe absetzungsfähig.

Die Telefonkosten sind vom Einkommen abzusetzen, wenn Sie aufgrund der beruflichen Tätigkeit entstanden sind.

Des Weiteren sind auch die Kosten für den Verpflegungsmehraufwand vom Einkommen abzusetzen. Das Verweisen auf ein Urteil aus dem Jahre 2008 führt zu keinen anderen Betrachtungsweise. Das Gesetz lässt eindeutig einen Verpflegungsmehraufwand ab 8 Stunden Abwesenheit zu. Die Ansicht der Familienkasse ist fehlerhaft.

Da Ihr Bescheid bestandkräftig ist (Widerspruchsfrist ist abgelaufen) können Sie Ihr Ziel im Wege eines Überprüfungsantrags gem. § 44 SGB X erreichen. Im Überprüfungsantrag sollten Sie die fehlerhafte Berechnung des Einkommens (Absetzungsbeträge nicht berücksichtigt) monieren, und alle Nachweise nochmals einreichen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Kevin Tidwell

Rückfrage vom Fragesteller 15.10.2020 | 10:07

Sehr geehrter Herr Tidwell
vielen dank für die ausführliche Antwort
Bezüglich dem Riestervertrag habe ich eine nachfrage mir wurden in einem anderem Bescheid mein Beitrag um die Zulagen gekürzt, diese Zulage wurde vom jährlich zu bezahlenden Betrag gekürzt das Ergebnis durch 12 geteilt ergab etwa 44,-€ , aber wir haben die Kinderzulagen mit meiner Frau geteilt wir erhalten jeweils für zwei Kinder die Zulage mir wurden die Zulagen fiktiv hinzugerechnet obwohl meine Frau sie erhält, ist das so rechtens?
Ich bin der Auffassung dass die Berechnung so wie unten gezeigt durchgeführt werden müsste
Beispiel Berechnung
1. Schritt: Mindestbetrag 4% vom Jahres brutto =1200,-
2. Schritt: 1200,- minus die Zulagen (2x Kinder 600,- + Eigenzulage 154,- )
3. Schritt: Ergebnis durch 12 Monate ergibt den zu berücksichtigen Betrag

VG

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15.10.2020 | 12:33

Sehr geehrter Fragesteller,

ihre Rückfrage beantworte ich wie folgt: Eine fiktive Anrechnung der Zulagen ist rechtswidrig. Des Weiteren ist Ihre Ausfassung hinsichtlich der Berechnung zutreffend.

Mit freundlichen Grüßen
Kevin Tidwell
-Rechtsanwalt-

Bewertung des Fragestellers 15.10.2020 | 19:20

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