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Trotz Mahbescheid zahlt der Kunde nicht

| 30.01.2017 18:40 |
Preis: ***,00 € |

Inkasso, Mahnungen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Hallo. Ich bin freiberufliche Übersetzerin und habe bereits im Jahr 2015 für ein Übersetzungsbüro einen Übersetzungsauftrag erledigt (not. Ehevertrag). Meine Rechnung in Höhe von 160 Euro brutto wurde nicht bezahlt. Nach drei höftliche Mahnungen und null Reaktion (die Kommunikation verlief per E-Mail und vor Auftragserteilung per Telefon), zahlte die Auftraggeberin nicht. Ich habe schließlich vor ca. 3 Monate einen Mahnbescheid beantragt, der wurde zugestellt. Die Kundin hat nicht widersprochen. Nachdem Sie einen Besucht vom Gerichtsvollzieher bekam, melde sie sich endlich und schrieb mir von einem tragischen Fall in der Familie, von gesundhetlichen Problemen und davon, dass sie nicht mehr tätig ist und den Betrag nicht zahlen kann, höchstens in Raten. Ich weiß aber ganz genau, dass sie sehr wohl Aufträge annimmt (mein Kollege, auch hat bei Ihr was bestellt). Dann haben wir ab November Ratenzahlungen vereinbart, ich bin ihr auch in der Summe entgegengekommen. Wieder kam nichts. Jetzt schreib sie mir wider, dass sie für eine Weile weggezogen ist und nicht arbeitet. Was kann ich noch tun? Es geht mir ums Prinzip inzwischen, weil ich zum einen auch auf das Geld angewiesen bin, das ist absolut unkollegial was sie veranstaltet. Und zum anderen ich hab erneut vom Kollegen die Bestätigung bekommen, dass diese Frau Übersetzungsaufträge annimmt uns am Telefon sehr heiter und freundlich klingt. Von einer Niederschlagenheiten oder gesundheitlichen Problemen keine Spur.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Sie sollten die Zwangsvollstreckung weiterführen. Sofern der erste Auftrag an den Gerichtsvollzieher noch nicht erledigt ist, bitten Sie diesen schriftlich um Fortsetzung der Zwangsvollstreckung. Anderenfalls erteilen Sie einen neuen Zwangsvollstreckungsauftrag.

Sofern Ihnen eine Bankverbindung der Schuldnerin bekannt ist, können Sie auch eine Kontenpfändung ( Antrag auf Erlass eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses ) beantragen. Gleiches gilt für weitere "Drittschuldner", Personen also , die der Schuldnerin selbst etwas schulden. Auch diese Ansprüche an Dritte können Sie mittels eines Pfändungs- und Überweisungsbeschlusses pfänden.

Sollte bei der Schuldnerin tatsächlich nichts zu holen sein, ist diese verpflichtet, beim Gerichtsvollzieher eine Vermögensauskunft protokollieren zu lassen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 31.01.2017 | 08:09

Vielen herzlichen Dank für Ihre ausführliche Antwort. Den Zwangsvollstrecker soll ich beim Gericht der Schuldnerin bestellen, richtig?
Was soll ich einreichen? Ich habe als letztes Schreiben vom AG Coburg, die Bestätigung, dass der Vollstreckungsbescheid dem AG zugestellt worden ist.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.01.2017 | 08:42

Sie werden den Vollstreckungsbescheid dann - falls noch nicht geschehen- in Kürze erhalten. Diesen Titel müssen Sie dann zusammen mit einem amtlichen Formular für die Zwangsvollstreckung an den Gerichtsvollzieher schicken.

Das Formular finden Sie im Internet:
http://www.bmjv.de/DE/Themen/FinanzenUndAnlegerschutz/ZwangsvollstreckungPfaendungsschutz/Formulare_Zwangsvollstreckung.html

Sollten weitere Schwierigkeiten auftauchen, können Sie auf jeden Rechtsanwalt an ihrem Wohnort mit der ZV beauftragen.

Wünsche viel Erfolg!

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Bewertung des Fragestellers 31.01.2017 | 08:52

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