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Trotz Auswanderung, hat Krankasse Geld kassiert.

| 06.10.2018 01:14 |
Preis: 50,00 € |

Versicherungsrecht, Privatversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg


Sehr geehrte Damen und Herren.

Ich bin vor 2 Jahren ins Ausland ausgewandert. Ich war vor Auswanderung freiwillig krankenversichert. Ich habe bei der Krankasse gekündigt. Zuerst hat man meine Kündigung angenommen. Dann haben sie aber nach einem Monat, einen Brief geschickt, dass es mit Kündigung nicht geht , dass ich weiterhin Beiträge bezahlen muss, da ich mich in Ďeutschland nicht abgemeldet habe. Sie haben weiterhin Beiträge von meinem Konto abgezogen, obwohl ich gsr keine Leistungen vekommen habe. Sie sagten mir, Ich könnte erst Kündigen, wenn ich mich in Deutschland abmelde und Versicherung nachweise von dem Land , in dem ich jetzt wohne.
Ich habe letztlendlich Versicherung nachgewiesen und die Krankenkasse in Deutschland endlich kündigen können. Ich habe aber die letzten drei Monate nicht mehr bezahlen können, weil ich kein Geld hatte. Dann bin ich vor 2 Wochen nach Deutschland gekommen, mein Sohn besuchen (wo ich auch früher gewohnt habe) und habe gesehen, dass die Krankenkasse Rechnungen, dann Mahnungen und noch Zwangsvollstreckung geschickt hat.
Meine Frage:
1. Muss ich eigentlich diese bezahlen, obwohl ich keine Leistungen bekommen habe und die Krankenkasse weiss, dass ich die ganze Zeit im Ausland versichert war. Es ist finanziell unmöglich für mich diese Beträge zu bezahlen.
Eigentlich würde ich so gern Rückerstattung verlangen, weil die Krankenkasse zu unrecht Beiträge von meinem Konto abgezogen hat..
2. Wenn ja, was passiert, wenn ich nicht zahle.

Einsatz editiert am 06.10.2018 12:36:34

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

So wie ich den Sachverhalt hier bewerte, müssen Sie durchaus die Zahlungen noch leisten, da die Kündigungsvoraussetzungen nicht vorgelegen haben, sofern diese so in den allgemeinen Versicherungsbedingungen bestimmt worden sind, wogegen auf den ersten Blick nichts einzuwenden ist.

Von daher ist an sich die Krankenkasse im Recht, aber ich habe Zweifel, ob das dann noch gelten kann, wenn die Krankenversicherung die Kündigung soweit akzeptiert hat. Denn dann würde sie sich in Widerspruch zu ihrem eigenen Verhalten setzen und deshalb ist es wichtig zu wissen, was hier die Krankenversicherung Ihnen im Hinblick auf die erste Kündigung genau beschrieben hat. Da wäre ich Ihnen verbunden, wenn Sie mir das kurz zu Tieren könnten.

Denn die Krankenversicherung darf sich auch nicht gegen das Gebot von Treu und Glauben wiederum auf die mangelnden Kündigungsvoraussetzungen berufen, wenn sie die Möglichkeit hatte, die Kündigung zu prüfen und diese selbst fahrlässig nicht gemacht hat. Daher gibt es auch ein Verbot widersprüchlichen Verhaltens, was Sie hier einwenden sollten.

Zur abschließenden Bewertung erbitte ich also Ihre kurze Rückmeldung, was die Kündigungsbestätigung anbelangt, vielen Dank.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 06.10.2018 | 17:43

Sehr geehrter Herr Anwalt,

vielen dank für die schnelle Antwort.
1. Ich habe nun alle Briefe von der Krankenkasse nochmal nachgeschaut.
Die Damen von der Krankenkasse waren so schlau,die haben mir gesagt ich müsste nochmal eine Kündigung schreiben und haben selbst für mich eine Kündigung ausgedruckt und haben mich nochmal unterschreibenlassen.
2. Ich habe die Kündigungsbestätigung nicht mehr. Kann ich trotzdem etwas nachweisen.
3. Sie haben auf meine zweite Frage nicht geantwortet. Was passiert wenn ich nicht bezahle? Komm ich ins Gefängnis dafür, beantworten Sie mit bitte wenigstens diese. Ich kann soviel Geld nicht bezahlen im Moment.

Vielen Dank im Voraus


Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.10.2018 | 07:47

Sehr geehrter Fragesteller,

ich antworte ihn auf Ihre Nachfragen gerne wie folgt:

In Ordnung, entscheidend ist die Kündigungsbestätigung, die Sie auch insbesondere von der Krankenversicherung nochmals in Kopie verlangen können – da haben Sie ein Recht dazu.

Ansonsten verweise ich auf meine obige Antwort. Erheben Sie also die Einwendung, die ich oben geschildert habe.

Entschuldigen Sie, dass ich die zweite Frage vergessen hatte zu beantworten, was ich hiermit natürlich nachholen möchte:

Hier droht allenfalls die Zwangsvollstreckung und nur dann eine Erzwingungshaft, wenn Sie etwa eine Vermögensauskunft (frühere eidesstattliche Versicherung) nicht abgeben.

Aber auch mithilfe der oben genannten Einwendung können Sie gegen die Zwangsvollstreckung vorgehen, am besten mit weiterer anwaltlicher Hilfe.

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen Daniel Hesterberg Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 09.10.2018 | 10:21

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 09.10.2018 5/5,0
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