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Trotz 70% Kulanzzusage, Werkstatt verlangt Vorkasse der vollen Reparaturkosten

| 20.11.2015 13:13 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Jan Wilking


Hallo,
Ich habe ein Wohnmobil mit Ford Transit Basisfahrzeug, dass im September ein Motor Totalschaden hatte. Ford hat auf Grund der bekannten Problemematik eine generelle Erstattung der Reparaturkosten von mindestens 70% proklamiert. Auch in meinem Fall hat Ford mir die 70% gewährt und diese Zusage liegt auch der Ford Werkstatt vor. Nach inzwischen 10 Wochen, davon 9 Wochen Reparaturzeit, steht das Fahrzeug immer noch bei Ford, weil der Händler von mir Vorkasse der kompletten Reparaturkosten verlangt. Die belaufen sich auf ca. 9500,- €. Mein Eigenanteil soll ca. 3300,- € betragen. Das ich hier nur circa Angaben machen kann, liegt daran, dass ich trotz mehrfacher Aufforderung telefonisch und vor Ort, weder den geforderten Kostenvoranschlag noch den Kulanzantrag, noch eine Auflistung des Reparaturumfangs schriftlich erhalten habe. Es liegt daher auch kein schriftlicher Reparaturauftrag von mir vor. Ich bin bereit meinen Eigenanteil zu bezahlen, aber der Händler gibt das Fahrzeug nur bei Komplettzahlung heraus. Die Rückerstattung des Kulanzbetrages will der Händler vornehmen, wenn Ford an Ihn gezahlt hat, wann auch immer das sein wird. Inzwischen droht er auch mit Standgebühren, wenn ich das Fahrzeug nicht auslöse.
Meine Fragen: Darf er die Haurausgabe verweigern, auch wenn ich meinen Teil bezahle?
Darf er Standgebühren verlangen?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Der Händler kann nur dann von einem Zurückbehaltungsrecht oder einem Werkunternehmerpfandrecht Gebrauch machen, wenn ihm ein fälliger Anspruch gegen Sie zusteht. Dies setzt zunächst voraus, dass das Fahrzeug vereinbarungsgemäß repariert wurde, da grundsätzlich der Werkunternehmer vorleistungspflichtig ist. Zudem setzt ein Anspruch in voller Höhe voraus, dass Sie den Werkunternehmer mit der vollständigen Reparatur beauftragt haben. Da kein schriftlicher Auftrag vorliegt, müsste ggf. durch Auslegung ermittelt werden, ob Sie hier einen unbedingten Reparaturauftrag gestellt haben oder die Reparatur nur unter Bedingung ausgeführt werden sollte, dass Ford 70% der Kosten übernimmt und die Werkstatt dies direkt mit dem Hersteller abrechnet. Weitere Voraussetzung für einen Zahlungsanspruch der Werkstatt wäre aber natürlich auch ein Nachweis des Reparaturumfangs und der entstandenen Kosten.

Kurz gesagt: Die Werkstatt müsste Ihnen beweisen, dass Sie unbedingten Reparaturauftrag erteilt haben und die Reparatur vollumfänglich zu den vereinbarten Kosten durchgeführt wurde. Kann die Werkstatt dies, kann sie auch die volle Summe für die Reparatur verlangen und bis zur Zahlung die Herausgabe verweigern und Standgebühren verlangen (da Sie sich dann in Verzug befinden würden).
Mein Vorschlag zu einer schnellen außergerichtlichen Lösung wäre hier, dass Sie sich zunächst an Ford direkt wenden und dort auf die Lage aufmerksam machen. Hilft Ihnen der Hersteller nicht weiter, sollten Sie sich an die Schiedsstelle für das Kfz-Handwerk (zu finden unter http://www.kfzgewerbe.de/autofahrer/schiedsstellen.html) wenden.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


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