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Trödel geschenkt


| 26.03.2018 17:20 |
Preis: 30,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


in unter 1 Stunde

Hallo,
folgender Fall: Eine ehemalige Freundin (Platonisch - Freundinnen :-)) hatte bei mir jede Menge Kartons im Keller abgestellt (Mitte Dezember 2017). Sie hatte früher einen Marktstand mit bestimmten Stoffen (viele Jahre zuvor) und daher noch eine Vielzahl an Bestände. Diese Sachen und noch anderen Kram, sollte ich per eBay verkaufen. Wir wollten dann 50/50 machen. Die Sachen sind teils schon Jahre alt, jedoch neu und meistens mit Etikett. Sie ließen sich aber nicht verkaufen, deshalb wurden die Anzeigen wieder gelöscht. Sie sagte dann, ich solle die Kartons behalten und vielleicht es später nochmal versuchen oder auf den Trödel gehen. "Ich schenke sie dir....", waren die Worte! Sie verschenkt sehr viel im Freundeskreis, ist also nichts außergewöhnliches bei ihr.
Wegen anderer Geschichten haben wir nun endgültig den Kontakt abgebrochen.
In einer letzten Whatsapp an sie, habe ich ihr trotzdem gesagt, sie solle die Kartons bis Ende April abholen.
Nun aber sagte ein Freund, sie hätte mir doch die Sachen geschenkt und egal was ich dazu geschrieben habe, sie wären in meinem Besitz und ich solle sie nicht zurückgeben. Zumal ich viele Nächte gesessen haben und alle Teile fotografiert und ausgemessen habe.
Wie verhält sich dass nun rechtlich? Muss ich beweisen, dass sie mir die Kartons geschenkt hat, unabhängig davon dass ich um Abholung gebeten habe? Ich möchte sie auch nicht auf meinem Grundstück sehen oder ihr nochmal begegnen, dazu ist einfach zuviel negatives vorgefallen, was man unter "Freunden" nicht macht.
Ich danke herzlich für die kurzfristige und kurze Erläuterung.
Mit freundlichen Grüßen
Lene
26.03.2018 | 17:45

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

wer Eigentümer geworden ist, bestimmt sich nach allgemeinen Grundsätzen.

Wenn die Dame Ihnen die Gegenstände geschenkt hat, sind Sie jetzt Eigentümer .

Eine Whattsapp, wo steht, dass der Krams abgeholt werden soll, ändert daran nicht unbedingt etwas, es sei denn, man legt es so aus, als sei a.) gar kein Schenkungsvorgang stattgefunden, oder b.) ein neueres Angebot durch Sie auf Rückübereignung.

Beweisen muss das Eigentum immer derjenige, der sich darauf beruft. Solange nichts verlangt wird, muss keiner etwas beweisen. Wenn die Dame Herausgabe verlangt, muss sie ihr Eigentum belegen. Sie müssten widerrum die Schenkung dann beweisen. Bleibt es ungeklärt, wird Ihnen aber ein Richter vorhalten, wieso Sie eine Aufforderung zur Abholung abgegeben haben, wenn die Sachen doch in Ihr EIgentum übergegangen sind.

WEnn Sie dafür keine gute Erklärung haben, könnte es sein, dass ihr eher geglaubt wird - dafür wäre aber die Voraussetzung, dass Sie eine Schenkung ausdrücklich bestreitet und es strittig bleibt. Gibt es etwa Zeugen für die Aussage "ich schenke es Dir", so wäre es eben nicht mehr strittig.

Es ist also alles eine Frage der Beweisbarkeit, nach der ZPO muss immer derjenige etwas beweisen, der sich auf etwas beruft.

Eine Vorschrift hilft Ihnen aber ganz besonders, nämlich 1006 BGB.

§ 1006
Eigentumsvermutung für Besitzer

(1) 1Zugunsten des Besitzers einer beweglichen Sache wird vermutet, dass er Eigentümer der Sache sei.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Tamás Asthoff


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Bewertung des Fragestellers 26.03.2018 | 18:12


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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 26.03.2018
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