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Trittgeräusche aus der Nachbarwohnung

13.03.2010 23:42 |
Preis: ***,00 € |

Mietrecht, Wohnungseigentum


Beantwortet von

Rechtsanwalt Peter Eichhorn


Hier mein Fall:
Sowohl meine als auch die Nachbarwohnung haben einen gefliesten Boden. Beide Wohnungen sind akustisch schlecht voneinander entkoppelt. Meine Nachbarin läuft morgens vor dem Verlassen der Wohnung bzw. abends, wenn Sie wieder zuhause angekommen ist, bis zu 60 Minuten mit harten Straßenschuhe in ihrer Wohnung herum. Dabei ist jeder einzelne Schritt deutlich in meiner Wohnung zu hören. Ich fühle mich dadurch in meiner Ruhe beeinträchtigt und die Wohnqualität herabgesetzt. Meine Vermieterin zeigt sich leider nicht willens, diese Ruhestörung zu unterbinden. Meine Nachbarin sieht es als ihre 'persönliche Freiheit' an, mit ihren Schuhen diesen Lärm zu verursachen.
Wie sieht dazu die Rechtslage aus? Was kann ich rechtlich einfordern? Wozu ist der Vermieter verpflichtet? Kann ich die Miete mindern?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage beantworte ich im Rahmen dieser Erstberatungplattform wie folgt:

1.
Die Miete kann nur gemindert werden, wenn ein Mangel der Mietsache vorliegt.
Zunächst bestimmt sich die Mangelhaftigkeit nach der vereinbarten Beschaffenheit.
Ist eine solche Beschafffenheit nicht vereinbart, ist Maßstab die Einhaltung technischer Normen zum Zeitpunkt der Errichtung des Gebäudes.

Wenn die Hellhörigkeit der Wände beim Bau des Hauses Stand der Technik war, gibt es grundsätzlich keine Verpflichtung der Vermieterin Maßnahmen zu treffen, da kein Mangel der Mietsache gegeben ist (§ 536 BGB).

Wurden die technischen Standards beim Bau des Gebäudes eingehalten, besteht mangels eines Mietmangels kein Recht zur Mietminderung.

2.
Sie könnten Sich aber wegen Lärmbelästigung an die Nachbarin direkt wenden.

Sie haben u.U. einen Anspruch auf Unterlassung ruhestörendne Lärms (Anspruch wegen Besitzstörung, § 862 BGB), wenn die Störung Sie nicht „nur unwesentlich“ beeinträchtigt (vgl. § 906 Abs. 1 S. 1 BGB).
Die Beeinträchtigung ist in der Regel unwesentlich, wenn Grenzwerte eingehalten werden (§ 906 Abs. 1 S. 2 BGB).

Trittgeräusche aus der Nachbarwohnung dürften eine unwesentliche Beeinträchtigung darstellen, zumal zeitlich begrenzt auf das Verlassen und Betreten der Wohnung.
Die gleichen Geräusche wird Ihre Nachbarin hören, wenn Sie sich in Ihrer Wohnung bewegen.

Es ist tatsächlich so, dass sich die Nachbarin in Ihrer Wohnung so bewegen darf, wie sie es möchte, wenn die Störung nur unwesentlich im Sinne des Gesetzes ist.
Dieses Recht wäre gemäß § 226 BGB nur beschränkt, wenn die Trittgeräusche nur zum Zweck, „einem anderen einen Schaden zuzufügen“erzeugt würden.

Ich hoffe Ihnen einen Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben.
Nutzen Sie gegebenenfalls die kostenlose Nachfragefunktion.

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