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Treuhandkonto bei auflösung der EGM

21.09.2010 12:02 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Nach dem Tod unserer Mutter (Vater schon verstorben) wurde das Erbe (Haus und Grundstücke) auf 5 Teile (fünf Geschwister-ein Bruder schon verstorben) aufgeteilt. Der fünfte Teil von meinem verstobenen Bruder teilt sich in seinen Sohn aus erster Ehe und seiner 2. Ehefrau. Diese können sich bis heute nicht in Sachen Erbe einigen. Das berührt nun auch unser Erbe von meiner Mutter. Die 2. Ehefrau beautragt nun die Auflösung der Gemeinschaft.
Die Sache ist noch etwas komplizierter:
1995 wurden die Grundstücke zu je 1/5 an alle Geschwister überschrieben. (1/5 davon dann jetzt also an die Ehefrau und Stiefsohn)
Nach dem Tod unseres Vaters wurden 3/4 des Hauses u. Geb.fläche zu je 1/5 an alle Geschwister vererbt. (davon gehört nun der 1/20 Teil von meinem Bruder seiner Ehefrau und ihrem Stiefsohn)
Unserer Mutter gehörte 3/4 des Hauses u. Geb.fläche die sie zu je 1/5 an die 4 verbliebenen Geschwister und ihren Enkel vererbte.
Die Frau meines Bruders und ihr Siefsohn streiten demnach um 1/20 vom haus und um 1/5 von den Grundstücken. Richtig?
Frage:
1. Kann sie die Auflösung beantragen obwohl ihre Angelegenheit mit ihrem Stiefsohn noch nicht abschliessend geregelt ist. (dh. wieviel bekommt jeder von dem 1/5?)
2. Könnten wir z.B. ein Treuhandkoto einrichten auf dem der Betrag 1/5 eingezahlt wird, damit dies aufgelöst wird, wenn sich beide geeinigt haben? Mein Bruder würde das Haus übernehmen.
3. Wenn wir uns auf einen Kaufpreis (Burder kauft) geinigt haben was wäre die beste Lösung?
Vielen Dank

21.09.2010 | 14:17

Antwort

von


(756)
Wrangelstrasse 16
24105 Kiel
Tel: 0431-895990
Web: http://www.kanzlei-steidel.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

ihre Anfragen möchte ich anhand Ihrer Sachverhaltsschilderung wie folgt beantworten:

Im Recht der Erbengemeinschaft herrscht der Grundsatz, dass jedes Mitglied der Erbengemeinschaft grundsätzlich jederzeit die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft verlangen kann, § 2042 I BGB . Dieses Recht ist vollkommen unabhängig von der Größe des Anteils.

Der Anspruch richtet sich allgemein auf die Mitwirkung der übrigen Miterben bei der Auseinandersetzung. Ein Aufschub oder Ausschluß der Auseinandersetzung kann zwar vom Erblasser bestimmt werden. Dies ist in Ihrem Fall allerdings offenbar nicht der Fall.

Wie die Auseinandersetzung konkret aussehen soll, muss von den Mitgliedern durch eine Auseinandersetzungsvereinbarung geregelt werden. In einer solchen Vereinbarung kann selbstverständlich auch bestimmt werden, dass ein oder mehrere Anteile zunächst auf ein Treuhandkonto eingezahlt werden und dass mit Einzahlung die Auseinandersetzung als erfolgt gelten soll.

Sodann muss diese Auseinandersetzungsvereinbarung dinglich vollzogen und damit umgesetzt werden. Hier wäre dann z.b. die Übertragung des Grundeingentums an einen Erben zu vollziehen.

Möglich ist auch, eine Teilerbauseinandersetzung zu betreiben. So z.b. in Form einer Abschichtung. Dabei scheidet ein Erbe gegen Abfindung aus der Erbengemeinshaft aus. Auch dies wäre ein gangbarer Weg.

Ich hoffe, Ihre Fragen damit im Rahmen dieser Erstberatungsplattform zufriedenstellend beantwortet zu haben und stehe Ihnen auch für weitere Beratung oder Vertretung gern zur Verfügung.


Rechtsanwalt Sascha Steidel
Fachanwalt für Familienrecht

Rückfrage vom Fragesteller 24.09.2010 | 12:38

Vielen Dank für Ihre kompetente Antwort.
Eine Rückfrage:
In welchem Zeitraum muss eine die Auseinandersetzung der Erbengemeinschaft bzw. eine Aufhebung der Gemeinschaft nach
§ 749 Abs. 1 BGB bzw eine Auseinandersetzungsvereinbarung getroffen werden, wenn eine MItglied die Aufhebung beantragt.
Also wieviel Zeit bleibt für die gütliche Einigung um eine Versteigerung abzuwenden und kann auch eine Versteigerung beantragt werden, obwohl eigentlich noch keine abschließender Erbschein - Einigung von den beiden Streitparteien (Ehefrau des Bruders und Stiefsohn) vorliegt.
Noch einmal herzlichen Dank für Ihre Mühe

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 24.09.2010 | 14:19

Eine gesetzliche Frist, die etwa bestimmen würde, in welchem Zeitraum eine Auseinandersetzungsvereinbarung zu treffen ist, gibt es nicht. Die Erbengemeinschaft muss sich ja für eine Auseinandersetzung einigen, dies wird nicht durch eine gesetzliche Aussschlußfrist begrenzt.

Vielmehr kann jeder Miterben für den Fall, dass eine Einigung als gescheitert angesehen wird, eine gerichtliche Auseinandersetzungsklage unter Vorlage eines Teilungsplans erheben.

Bei Einleitung einer Versteigerung durch eine entsprechenden Antrag auf Teilungsversteigerung wäre eine solche Einigung eben gescheitert. Es besteht dann allerdings noch die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen, die vorläufige Einstellung des Versteigerungsverfahrens zu beantragen.

Wünsche ein angenehmes Wochenende!

ANTWORT VON

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