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Treuhänder hat Grundstück verkauft, Grundbuchsache

15. Oktober 2008 13:21 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Liebe Anwälte,

ein Treuhänder hat im Namen der Eigentümerin ein Grundstück verkauft. Eigentümerin des Grundstücks war eine Gesellschaft, die der Treuhänder als Geschäftsführer und Gesellschafter vertritt. Ob der Treuhänder das durfe oder nicht ist nun zweitrangig. Wir waren ihm leider seine vereinbarten Gebühren schuldig geblieben. Zwischen uns und dem Treuhänder gibt es nur gewöhnliche Treuhandverträge, d.h. wir sind und waren in keiner Art und Weise im Grundbuch eingetragen. Haben wir noch Möglichkeiten die Eintragung des neuen Eigentümers zu verhindern oder müssen wir unsere Ansprüche an den Treuhänder bzw. an die Gesellschaft richten?!

Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und insbesondere unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Ich gehe davon aus, dass der Treuhänder im Grundbuch als Eigentümer eingetragen war.

Ob eine Eintragung des Käufers ins Grundbuch verhindert werden kann, hängt entscheidend davon ab, ob dieser wirksam Eigentum am Grundstück erworben hat. War der Treuhänder zur Veräußerung berechtigt, besteht wohl keine Möglichkeit mehr, die Eintragung zu verhindern.
War der Treuhänder jedoch nicht berechtigt, so kommt es auf den guten Glauben des Käufers an. Da der Treuhänder wohl im Grundbuch steht, kann der gute Glaube des Käufers allerdings – wegen des öffentlichen Glaubens des Grundbuchs – nur verneint werden, wenn der Käufer positiv wusste, dass der Treuhänder nicht der wahre Eigentümer des Grundstücks war.
Dann kann, wenn der Käufer schon im Grundbuch steht, eine Grundbuchberichtigung stattfinden. Steht der Käufer noch nicht im Grundbuch, können Sie vom Käufer verlangen, dass er auf eine Eintragung verzichtet und dies ggf. auch durch ein Verfahren im einstweiligen Rechtsschutz erzwingen.

Liegt allerdings Gutgläubigkeit vor, so geht das Eigentum an den Käufer über. In dem Falle können Sie ggf. vom Treuhänder Schadensersatz fordern.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)


Rückfrage vom Fragesteller 15. Oktober 2008 | 14:18

Danke Ihnen zunächst für die schnelle Antwort. Die Eigentümerin war eine GmbH, die auch noch tatsächlich Eigentümerin war. Die Treuhandschaft bezog sich nur auf die Anteile dieser Gesellschaft, nicht einmal konkret auf die Liegenschaft. D.h. wir sind nur an den Anteilen begünstigt. Der neue Käufer steht noch nicht im Grundbuch, jedoch ist die Auflassung eingetragen. Haben wir da überhaupt noch Chancen auf einstweiligen Rechtsschutz, den der Käufer scheint von der Treuhandschaft in der Tat nichts gewusst zu haben.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 15. Oktober 2008 | 15:09

Sehr geehrte Fragestellerin, sehr geehrter Fragesteller,

ist zutreffend, dass der Erwerber keine Kenntnis hatte, oder haben musste, so ist ein gerichtliches Verfahren in der Tat nicht erfolgversprechend.
Dies von hier endgültig zu beurteilen ist aber ohne genaue Kenntnis der Umstände des Einzelfalls nicht möglich. Ich rate Ihnen daher dringend, einen Anwalt vor Ort mit der Angelegenheit zu betrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

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