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Trennungunterhalt, Firmenwagen, Provisionen, Miete

| 28.02.2012 09:47 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Sehr geehrte Damen und Herren,

zu meiner Situation:

Ich bin fast Alleinverdiener, Jahres Brutto 63tsd. inkl Firmenwagen, netto pro Monat um die 2500€, das ganze 13,5mal. Er rest Netto der jetzt noch fehlt ist eine Prämie/Provision die einmal im Jahr ausgezahlt wird, insgesamt wurden mir 36330 netto ausgezahlt in 2006. Gemeinsame Schulden haben wir noch ca. 4000€. Verheiratet seid 2005, 1 Kind 5 Jahre alt.

Nun zu meinen Fragen und ich hoffe es sind nicht zu viele:

1. Wie hoch ist der Trennungsunterhalt und der Kindesunterhalt?

2. Gibt es eine Möglichkeit, da das reale Monatliche Nettoeinkommen ja geringer ist als das Durchschnittliche, hier eine Regelung zu treffen die mich montatlich nicht so stark belastet?

3. Geht man beim Trennungsunterhalt mit den Mietzahlungen, Nebenkosten und Versicherungen um wenn ich nicht mehr in der gemeinsamen Wohnung lebe. Ingesamt sind das rund 1100€ pro Monat.

3.1 Was ist mit Folgekosten durch die Trennung wenn z.B. die Wohnung gekündigt werden muss, Sprich Renovierungskosten, Umzugskosten.

4. Wie sieht es mit den Darlehensraten aus, wer zahlt die oder wie werden die beim Trennungsunterhalt berücksichtigt.

Ich hoffe das sind nicht zuviele Fragen.

Ich freue mich auch eine Einschätzung.

Gruß
Markus

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihnen Ihre Fragen anhand des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes sowie des von Ihnen gebotenen Einsatzes:

Eine konkrete Berechnung des Trennungs- und Kindesunterhaltes ist leider derzeit noch nicht möglich, da noch einige Angaben fehlen. Maßgeblich für die Berechnung Ihre Nettoeinkommens ist das sog. mtl. Durchschnittseinkommen. Hierbei ist auch die einmalige Prämie/Provision zu berücksichtigen, die anteilig auf das mtl. Einkommen verteilt wird und somit das mtl. Durchschnittseinkommen entsprechend erhöht. Die Tatsache, daß Sie diese Zahlung einmal im Jahr erhalten, aber mtl. immer dieselben Unterhaltsbeträge zahlen müssen, läßt sich leider nicht anders regeln. Um Differenzen zu berücksichtigen, wird eben gerade ein sog. Durchschnittseinkommen errechnet, was ja im Umkehrschluß bedeutet, daß Sie in dem Monat, in dem Sie die Prämie erhalten, auch nur einen geringeren Unterhaltsbetrag zahlen müssen.
Bezüglich der von Ihnen gemachten Angaben bezüglich der Prämie ist mir nicht ganz ersichtlich, weshalb Sie die Zahlung aus dem Jahr 2006 angeben, da dies bereits 6 Jahre her ist. Eine Unterhaltsberechnung sollte nach Möglichkeit auf den aktuellsten Zahlen beruhen, so daß die letzte, aktuell von Ihnen erhaltene Prämienzahlung maßgeblich ist.

Demzufolge ist zunächst das mtl. Durchschnittseinkommen zu errechnen, das sich zunächst aus dem Jahresnettoeinkommen ergibt. Hier ergibt sich bei Ihnen zunächst ein Betrag in Höhe von (13,5 x 2.500 €=) 33.750,00 €. Hinzu kommt die Nutzung eines Firmenwagens, die einen geldwerten Vorteil darstellt. Wie hoch dieser Vorteil einzuschätzen ist, ist nicht eindeutig festgelegt. In einem Gerichtsverfahren wird für die Festlegung des geldwerten Vorteils der Nutzung eines Firmenwagens üblicherweise eine Schätzung durch den zuständigen Richter vorgenommen anhand der Ausführungen, die der Unterhaltspflichtige hierzu macht. Hierbei ist entscheidend, ob der Firmenwagen auch privat genutzt wird. Üblicherweise wird zunächst das Nettoeinkommen ohne Firmenwagen ermittelt und hierzu 1% hinzugerechnet. Im Gegenzug dazu kann der Unterhaltspflichtige sich allerdings die vollen Fahrtkosten von und zur Arbeit als berufsbedingte Aufwendungen anrechnen lassen. Normalerweise sind von dem Nettoeinkommen 5 % berufsbedingte Aufwendungen in Abzug zu bringen, einen darüber hinausgehenden Betrag müßten Sie detailliert nachweisen.

Von dem so errechneten Nettoeinkommen sind außerdem ehebedingte Verbindlichkeiten abzuziehen, d.h. Ihr Nettoeinkommen wird um die mtl. von Ihnen zu leistenden Kreditverbindlichkeiten reduziert. Erst dann errechnet sich ein sog. bereinigtes Nettoeinkommen, so daß eine Einordnung in die Düsseldorfer Tabelle erfolgen hat, wonach sich der Kindesunterhalt berechnet.
Da die Düsseldorfer Tabelle von zwei unterhaltsberechtigten Kindern und einem unterhaltsberechtigten Ehepartner ausgeht, wird in Ihrem Fall, da Sie nur für ein Kind Unterhalt zahlen müssen, eine Höherstufung um eine Gruppe nach oben vorgenommen.
Zieht man den Tabellenunterhaltsbetrag von dem bereinigten Nettoeinkommen ab, verbleibt Ihnen ein bestimmtes restliches Einkommen.
Leider ist Ihren Ausführungen nicht zu entnehmen (ich bin fast Alleinverdiener), ob Ihre Frau auch Einkommen hat. Sollte das der Fall sein, hat Ihre Frau einen Anspruch einen Anspruch auf 3/7 des verbleibenden Differenzeinkommens als Trennungsunterhalt zwischen Ihrem restlichen Einkommen und dem verbleibenden bereinigten Nettoeinkommen (mtl. Nettoeinkommen abzüglich 5 % berufsbedingter Aufwendungen). Als Selbstbehalt muß Ihnen allerdings ein Betrag in Höhe von 1.000,00 € verbleiben.

Sofern Ihre Frau in der gemeinsamen Ehewohnung verbleibt, hat sie die Mietzahlungen, Nebenkosten etc. von dem ihr zustehenden Unterhalt zu zahlen. Selbstverständlich können Sie auch eine andere Vorgehensweise dahingehend vereinbaren, daß Sie einen Teil dieser Kosten übernehmen und entsprechend den Unterhalt reduzieren. Einen rechtlichen Anspruch auf Übernahme der Kosten hat Ihre Frau allerdings nicht, da jeder Ehepartner die gewöhnlichen Lebenshaltungskosten von dem ihm verbleibenden Betrag zahlen muß.

Sofern die Wohnung im Zuge der Trennung gekündigt wird, gehören die Umzugskosten zu den normalen Kosten der Lebensführung, die jeder für sich persönlich tragen muß. Wenn die Kündigung der Wohnung sofort erfolgt, ist davon auszugehen, daß beide Ehepartner die Kosten der Renovierung der Ehewohnung tragen und jeder Ehepartner seine eigenen Umzugskosten selbst.

Ich hoffe, Ihnen zunächst einen ersten Überblick im Rahmen einer Erstberatung, die dieses Portal bieten soll, verschafft zu haben. Gleichzeitig darf ich Sie jedoch darauf hinweisen, daß eine anwaltliche Beratung eines Anwalts vor Ort hierdurch nicht ersetzt werden kann. Insbesondere im Hinblick auf die von Ihnen gestellte Frage bezüglich der Höhe der Unterhaltszahlungen würde ich Ihnen daher raten, einen Anwalt vor Ort zu beauftragen, der nach Einsichtnahme sämtlicher Unterlagen genaue Berechnungen anstellen kann. Denn eine detailliertere Berechnung ist anhand des von Ihnen gebotenen Einsatzes sowie des Zeitaufwandes innerhalb dieses Portals nicht mehr möglich.

Selbstverständlich können Sie auch das Nachfrageportal für eine einmalige kostenlose Nachfrage nutzen, sollten Sie noch eine Frage haben.

Über eine positive Bewertung würde ich mich sehr freuen.

Mit freundlichen Grüßen
Claudia Bertram

Nachfrage vom Fragesteller 28.02.2012 | 11:19

Sehr geehrte Frau Bertram,

vielen Dank für ihre schnellen und ausführlichen Tipps.

Zwei Sachverhalte muss ich kurz klar stellen:

1. Fast Alleinverdiener
- meine Frau hat im letzten Jahr 150,-€ pro Monat nebenbei verdient. Dieses Jahr ist das nicht mehr der Fall

2. Die Nettoeinkünfte waren aus 2011, 2006 haben wir geheiratet. Da bin ich etwas durcheinander gekommen.

Gruß
Markus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.02.2012 | 11:40

Sehr geehrter Fragesteller,

sofern Ihre Frau dieses Jahr kein Einkommen erzielt, kann das Einkommen des letzten Jahres nicht mehr berücksichtigt werden, da die aktuelle Einkommenssituation maßgeblich ist zur Berechnung des Trennungsunterhaltes. Das bedeutet, daß Ihre Frau einen etwas höheren Anspruch auf Trennungsunterhalt hat, da sie kein eigenes Einkommen vorzuweisen hat.

Auch bei der Berechnung Ihres durchschnittlichen mtl. Nettoeinkommens sind die aktuellsten Zahlen heranzuziehen, das bedeutet, eine Berechnung des Unterhaltsanspruchs wird anhand der Verdienstbescheinigungen der vergangenen 12 Monate vorgenommen. Hierbei ist dann auch die einmalige Prämienzahlung zu berücksichtigen.

Viele Grüße,
Claudia Bertram

Bewertung des Fragestellers 28.02.2012 | 11:19

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Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 28.02.2012 5/5,0
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