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Trennungszeitpunkt korrigieren

| 28.01.2009 17:32 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Guten Tag
Vor 10 Jahren: Trennung, Eigentumswohnung ausbezahlt, keine Schulden vorhanden.
Mein Mann zahlte Unterhaltsgeld bis 2006 - er hat nur Schulden - Ehebedingte!!!! Auf dem Konto gibt es kein Geld.
In 2008 hat mein Anwalt Scheidungsantrag gestellt: einvernehmlich, mit dem Trennungsdatum März 2007 (auszug meines Mannes aus der Ehewohnung).
Vor 3 Wochen hat mein Anwalt den Mandat gekündigt: aus gesundheitlichen Gründen.
Meine Frage:
Wie viel Zeit habe ich um einen neuen Anwalt zu suchen?
Welche Wirkung hat der Trennungszeitpunkt auf die ehebedingten Schulden und Scheidungsfolgensachen? Kann man das Trennungsdatum noch korrigieren?

Sehr geehrte Fragestellerin,

auf Grund des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes und insbesondere unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Frage zusammenfassend wie folgt:

Nach § 78 ZPO müssen sich die Ehegatten in Ehesachen – also bei Scheidung – grundsätzlich durch einen Anwalt vertreten lassen. Dies bedeutet, dass Sie persönlich keine Anträge beim Gericht stellen können. Kommt es zu einer Verhandlung, wären Sie nicht ordnungsgemäß vertreten und würden als nicht erschienen gelten. Dies könnte dazu führen, dass Ihnen teilweise die Kosten des Verfahrens auferlegt werden.
Somit sollten Sie so schnell wie möglich, allerspätestens jedoch, wenn Schreiben an das Gericht notwendig werden, einen Anwalt mit der Vertretung beauftragen.

Der Trennungszeitpunkt spielt in den Ehesachen und den Folgesachen eine große Rolle. Insbesondere für den Zugewinnausgleich ist der Trennungszeitpunkt wichtig. Denn der Zugewinn ergibt sich aus der Differenz des Anfangsvermögens und des Endvermögens. Das Endvermögen aber wird zum Zeitpunkt der Trennung festgestellt. Auch ist der Trennungszeitpunkt für den Beginn des Trennungsunterhalts wichtig.

Der Trennungszeitpunkt kann nicht willkürlich festgelegt werden.
Die Ehegatten leben getrennt, wenn zwischen ihnen keine häusliche Gemeinschaft besteht und ein Ehegatte sie erkennbar nicht herstellen will, weil er die eheliche Lebensgemeinschaft ablehnt. Die häusliche Gemeinschaft besteht auch dann nicht mehr, wenn die Ehegatten innerhalb der ehelichen Wohnung getrennt leben. Der Trennungszeitpunkt ist also der, an dem diese Voraussetzungen vorliegen.
Ein "Korrigieren" des Trennungsdatums ist also nicht möglich, wenn der richtige Zeitpunkt bereits angegeben wurde.

Ich hoffe, dass meine Antworten für Sie hilfreich gewesen sind und darf zusätzlich auf die kostenfreie Nachfragefunktion verweisen. Gerne stehe ich Ihnen auch für die weitere Wahrnehmung Ihrer Interessen zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)


Nachfrage vom Fragesteller 28.01.2009 | 18:36

Sehr geehrte Herr Müller,

Wäre sinnvoll den Scheidungsantrag jetzt zurückzunehmen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.01.2009 | 09:07

Sehr geehrte Fragestellerin,

ob es sinnvoll ist, den Scheidungsantrag zurückzunehmen, kann nur anhand des konkreten Einzelfalles entschieden werden; ohne genaue Information über den kompletten Sachverhalt kann ich Ihnen hierzu leider keine Auskunft geben. Da Sie ohnehin einen neuen Anwalt brauchen werden, sollten Sie diesen gleich dazu befragen.
Unabhängig davon würde sich auch durch die Zurücknahme des Antrages der Trennungszeitpunkt nicht ändern. Dieser liegt, wie ausgeführt, eben dann vor, wenn keine häusliche Gemeinschaft mehr besteht und auch nicht mehr hergestellt werden soll.

Mit freundlichen Grüßen

Florian Müller
(Rechtsanwalt)

Bewertung des Fragestellers 31.01.2009 | 15:11

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