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Trennungsunterhalt/nachehelicher Unterhalt


01.01.2005 14:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,
meine Frau und ich werden uns trennen. Versuchen es seit zwei Jahren wieder, funktioniert aber nicht mehr.Sachverhalt:
18 Jahre verheiratet,Sohn 18 im Abitur danach Studium. Wohnen mietfrei aber kein Wohneigentum. Frau wird in eine 300€ teure Mietwohnung ziehen und Kind bleibt wohnen. Ca. Einkommen wenn wir in die 4/4 wechseln werden Mann Br 2800€/Ne1680€ Frau Br 145o€/Ne 850€ Die Fragen: Wie hoch ist im Trennungsjahr der Kindesunterhalt und der Trennungsunterhalt? Wie hoch ist nach der Scheidung der Kindesunterhalt? Besteht nach der Scheidung Anspruch auf nachehelichem Unterhalt?
Besten Dank im voraus für die Beantwortung.

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Sehr geehrter Anfragender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich wie folgt beantworten möchte:

Sie schreiben, dass Ihre Frau sich eine neue Wohnung nehmen wird und dass der Sohn in der bisherigen Wohnung wohnen bleiben wird. Daraus schließe ich, dass Ihr Sohn noch mit Ihnen zusammen wohnt.

Unterhaltsrechtlich folgt daraus folgendes:

Sie erbringen die Unterhaltspflicht gegenüber Ihrem Sohn in Naturalleistungen (Wohnen und Verpflegung). Geld brauchen Sie an Ihren Sohn nicht zu überweisen.

Ihre Frau ist dem Grunde nach Unterhaltspflichtig. Da Ihrer Frau ein Selbsthalt von EUR 840,00 gegenüber dem Sohn zusteht, kommt nach den von Ihnen geschilderten Einkommensverhältnissen nur ein Unterhalt in Höhe von EUR 10,00 in Betracht.

Das mietfreie Wohnen stellt im Verhältnis zu Ihrer Frau eine zusätzliche Einkommensquelle dar. Diese würde sich auf den Trennungs- und nachehelichen Unterhalt auswirken. Anhand Ihres Sachverhaltes kann ich die Höhe der gesparten Miete leider nicht abschätzen. Bei der weiteren Betrachtung bleibt diese daher außer Betracht. Angesichts der Tatsache, dass ein erhöhrter Trennungsunterhalt zu einer Erhöhung der Unterhaltszahlung durch Ihre Frau führen würde, hebt sich der Effekt ohnehin zumindest teilweise wieder auf.

Für Ihren Unterhalt an die Ehefrau stehen folglich folgende Beträge zur Verfügung:

Netto-Einkommen: EUR 1.680
abzgl. pauschale Werbungskosten: EUR 90,00
abzgl. rechnerischer Kindesunterhalt: EUR 373
abzgl. Selbstbehalt: EUR 920
anrechenbares Einkommen: EUR 297

davon 3/7 (=Erwerbstätigen Bonus) = EUR 127,29

Da der Mindesunterhalt für einen 18jährigen nach Düsseldorfer Tabelle EUR 327 beträgt, müsste die Ehefrau diesen Betrag vollständig zur Unterhaltszahlung verwenden. Das gleiche gilt für den Anteil an dem Kindergeld.

Wenn später der Sohn studiert, wird pauschal ein Unterhaltsbedarf in Höhe von EUR 600,00 angenommen. Auch dieser kann in Naturalien durch Wohnen, Essen etc. erbracht werden.

Ich hoffe, Ihnen mit diesen Auskünften weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning
- Rechtsanwalt -

Nachfrage vom Fragesteller 01.01.2005 | 16:05

Sehr geehrter Herr Breuning,
sie haben und erst einmal sehr geholfen wofür wir uns bedanken möchten.Trotzdem zu unserer Sicherheit noch folgende Frage: Angenommen auch ich beziehe nach der Scheidung eine Mietwohnung und unser Sohn studiert dann: Hat meine Frau bei gleich bleibendem Einkommen beider, Anspruch auf nacheheelichem Unterhalt und wenn ja wie lang und hoch?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.01.2005 | 10:49

Sehr geehrter Anfragender,

die Frage der Dauer des Unterhaltes richtet sich nach der ursprünglichen ehelichen Planung. Wenn eine vollzeit Tätigkeit der Ehefrau für die Zukunft geplant war, dann kann es sein, dass die Unterhaltspflicht entfällt.

Denkbar ist aber auch, dass der Unterhalt, so wie ich ihn berechnet habe, "für immer" beibehalten wird. Eine Anpassung käme dann nur im Rahmen geplanter Einkommensänderungen (z.B. Rente) in Betracht.

Ich hatte in meiner ursprünglichen Berechnung den unterhaltserhöhenden Effekt des mietfreien Wohnens nicht berücksichtigt (vgl. oben). Wenn dieser entfällt, dann bleibt es dem Grunde nach bei der Berechnung, die ich Ihnen vorstehend dargestellt habe.

Meine Berechnung geht davon aus, dass Ihre Frau Kindesunterhalt von bis zu EUR 300 leisten müsste. Da dieser Betrag deutlich höher ist, als der Ehegattenunterhalt könnten Sie mit Zustimmung Ihres Sohnes hier eine Verrechnung vornehmen.

Mit freundlichen Grüßen
Kai Breuning

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