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Trennungsunterhalt und Wohnwertvorteil


01.06.2015 17:11 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


19:12

Zusammenfassung: Zum Trennungsunterhalt bei Wohnvorteil.


Hallo,

Ich bin seit März 2013 von meiner Frau getrennt.
Am Anfang hatten wir einen gemeinsamen Anwalt der uns beraten hat, der auch den Trennungsunterhalt berechnet hat...Der Wohnwert des zu der zeit gemeinsamen Hauses wurde nicht eingerechnet...und meine Frau war damit einverstanden.

Bei der Trennung habe ich ihr 5000 Euro für die neue Wohnung gegeben und ein paar Möbel hat sie auch mitgenommen...

Ende 2013 wurde ihre Haushälfte komplett auf mich überschrieben

Jetzt kommt sie mit einem eigenen Anwalt und verlangt nochmehr unterhalt, also einbeziehen des Wohnwertes.

Ist ja auch alles ok.... jetzt streiten wir uns als
1. Um den Wohnwert.... ihr Anwalt hat erstmal pauschal 800 gefordert.. (Reihenendhaus Bj1962 ca 100qm gross)

2.werden die Zinszahlungen für die Belastung nicht vom wohnwert abgezogen?
Ihr Anwalt zieht die Zinsen vom Einkommen ab... und dann den vollen Wohnwert wieder drauf

3. Wie ist das mit den 4% Altersvorsorge die ich einberechnen kann?Habe keine weitere Altersvorsorge laufen , dafür habe ich ja das Haus gekauft.
Wird das vom Wohnwert oder vom Einkommen abgezogen ?

4. Die Steuererklärung ist fällig und ich bekomme leider keine Unterlagen von meiner Frau.... Sie Sagt zwar wir machen zusammen ..aber kann ich nicht einreichen ohne ihre unterlagen

5. Kann sie plötzlich sagen das wir schon ab 1.januar getrennt waren... haben ja Steuerklasse 3 und 5 für 2014 behalten... haben bis 1.3.14 noch zusammen im Haus gelebt... sie war mit Trennungsdatum 1.3 einverstanden

01.06.2015 | 18:04

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Die Berücksichtigung des Wohnwerts für mietfreies Wohnen kommt auch bei Trennungsunterhalt in Betracht. Dabei ist aber ein unterhaltsrechtlich angemessener Betrag anzusetzen (BGH FamRZ 2014,924).Dieser ist so zu bewerten, dass noch ausreichend Mittel für die sonstige Lebensführung zur Verfüging bleiben (BGH FamRZ 2007,879).

Den Wohnvorteil muss mann konkret ermitteln und nicht pauschal-

2.
Die Belastungen sind abzuziehen. Wenn man die Zinsen vom Einkommen abzieht und dann den Wohnwert addiert, muss man eigentlich zum selben Ergebnis kommen.

3.
Aufwendungen für die Altersversorgung können berücksichtigt werden, ggf.pauschal.

4.
Sie müssen noch eine gemeinsame Steuererklärung abgeben, sodass Ihre Ehefrau mitwirken muss.

5.
Auf die Angabe eines falschen und verfrühten Trennungszeitpunktes müssen und sollten Sie sich nicht einlassen.











Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Reinhard Moosmann

Nachfrage vom Fragesteller 01.06.2015 | 18:21

Zinsen abziehen und wohnwert dazu kommt man zum selben Ergebnis das ist richtig ....

Aber wenn man den erwerbstätigenbonus 1/7 von einer geringeren Summe abzieht ... Ist das zum Vorteil für meine Frau ...

Wenn ich die Zinsen vom wohnwert abziehe habe ich ein höheres bereinigtes Einkommen .. Also wird auch mehr Bonus abgezogen ....

Lese halt immer .. Zinsen werden vom wohnwert abgezogen ... Wohnwert kann sogar negativ sein usw...

Bei der Berechnung erst Zinsen vom Gehalt und wohnwert wieder drauf passt das ja nicht ...

Auch wenn es vielleicht nur 20 oder 30 Euro Differenz in der Berechnung am Ende ausmacht ...
Werde ich im Moment nichts weiter verschenken ...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.06.2015 | 19:12

Sehr geehrter Fragsteller,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:

Sie haben natürlich Recht. Die Zinsbelastung für das Haus ist exakt beim Wohnwert abzuziehen und nicht vom Erwerbseinkommen.

Vom Erwerbseinkommen können Sie dagegen noch 5 % des Nettoeinkommens (höchstens 150,-- €) für berufsbedingte Aufwendungen abziehen.

Bei Unterhaltsberechnungen ist es immer wichtig, dass genau gerechnet wird.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann


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