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Trennungsunterhalt bei drohender Zahlungsunfähigkeit

25.09.2014 13:29 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Zusammenfassung: Zum Anspruch auf Trennungsunterhalt.

Seit einem Jahr leben mein Mann und ich getrennt. Er erhält im Rahmen einer Umschulung infolge eines Arbeitsunfalls Lohnersatzleistungen in Höhe von 1.200 €. Ich erhalte eine Beamtenbesoldung in Höhe von 4.000 € Brutto. Da ich vor der Trennung ein Haus gebaut habe (Gütertrennung vereinbart), das ich jetzt abzahlen muss und obendrein einen Konsumkredit, der während der Ehe aufgenommen worden ist, abtrage, bin ich faktisch nicht in der Lage Trennungsunterhalt zu entrichten. Mein Mann hat bis jetzt auch noch nicht förmlich Unterhalt verlangt.
Die beiden gemeinsamen Kinder (7 und 5) leben in meinem Haushalt. Alle damit zusammenhängenden Kosten (inkl. Privatschule) werden durch mich getragen. Kindesunterhalt wird von meinem Mann nicht gezahlt.

Nun meine Fragen:
Kann der Trennungsunterhalt rückwirkend geltend gemacht werden oder erlischt der Anspruch?
Was passiert, wenn der Unterhaltspflichtige nicht zahlungsfähig ist bzw. wie wäre das festzustellen?
Kann verlangt werden, dass ich das Haus veräußere (Lebensmittelpunkt der Kinder), um dem Unterhaltsanspruch gerecht zu werden?

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und beste Grüße!

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Ein etwaiger Anspruch auf Trennungsunterhalt ergibt sich aus § 1361 BGB.

Nach § 1613 BGB kann Unterhalt für die Vergangenheit nur von dem Zeitpunkt an gefordert werden,zu dem Ihr Ehemann Unterhalt verlangt, also nicht rückwirkend.



Allerdings ist durch Nichtfordern von Trennungsunterhalt ein etwaiger Anspruch auch nicht ohne weiteres erloschen.

2.
Im Streitfall müsste Ihr Ehemann Klage beim Familiengericht erheben. In einem Rechtsstreit könnten und müssten ob und ggf,Ihre Einwendungen erheben. Das Gericht würde letztlich entscheiden, ob und ggf. in welcher Höhe eine Unterhaltsverpflichtung besteht.

3.
Es könnte nicht verlangt werden, dass Sie das Haus verkaufen.



Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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