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Trennungsunterhalt - Noch-Frau könnte arbeiten......

| 14.01.2010 20:55 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin


Guten Abend!
Ich habe mich im August nach 6 Jahren Ehe von meiner Frau getrennt. Obwohl sie mehrmals erwähnt hat,das sie keinen Unterhalt von mir haben möchte, überweise ich ihr 450€ mtl.

Nun befinde ich mich, auf Anraten, seit diesem Monat wieder in Stkl. 1 mit einem Nettoeinkommen von ca. 1700€ inkl. geleisteter Überstunden.Meine Noch-Frau hat vermutlich einen Minijob (400€). Trotz ihrer 2 Kinder (11 + 16 Jahre) aus anderen Ehen(850 € Kindesunterhalt) könnte sie aus meiner Sicht durchaus ganztags arbeiten. Die Kinder sind von 7-15 aus dem Haus. Eine Anwältin rechnete einen Trennungsunterhalt von 650€ aus......

Meine Frau ist im Grundbuch als Eigentümerin zweier EFH eingetragen, die sie von ihren Eltern überschrieben bekommen hat.
Eines bewohnt sie nun mit den Kindern und zahlt "Miete" an ihre Eltern zur Finanzierung des Hauses.

Kann das so richtig sein? Meine Noch-Frau muss doch arbeiten gehen?!

Danke im Voraus für die Unterstüzung

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Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

die von Ihnen gestellten Fragen beantworte ich unter Berücksichtigung des geschilderten Sachverhaltes sowie Ihres Einsatzes wie folgt:

Hier besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Trennungsunterhalt, § 1361 BGB. Derjenige von den Eheleuten, der weniger Einkommen hat, hat den Anspruch auf Trennungsunterhalt.

Soweit die Frau also weniger verdient, die Bedürftigkeit also gegeben ist und Sie auch leistungsfähig sind, müssten Sie ihr grundsätzlich auch Trennungsunterhalt zahlen.

Hier sind natürlich auf Seiten der Frau insbesondere das Eigentum an den Häusern und die sonstigen Einnahmen aus Minijob und Unterhalt zu berücksichtigen.

Nach § 1361 Absatz 2 BGB muss die Frau sich hier auch um eine Vollzeitstelle bemühen. Die Kinder, die sie betreut, sind in einem Alter, da sie nicht mehr den ganze Tag betreut werden müssen.

Die Frau ist also gehalten, sich einen Vollzeitjob zu suchen.

Der von der anderen Anwältin errechnete Unterhalt ist mit 650 € zu hoch angesetzt. Hier sind auf Seiten der Frau noch die Eigentumsverhältnisse an den Häusern zu berücksichtigen. In Zahlen lässt sich das alles aber nicht genau ausdrücken, da genaue Angaben fehlen.

Von Ihrem Einkommen sind auch noch weitere Abzüge vorzunehmen.

Der Unterhalt, den die Frau für die anderen Kinder bekommt, ist nur teilweise auf ihr Einkommen anzurechnen.

Mit der freiwilligen Zahlung von 450 € monatlich sind Sie auf jeden Fall auf der sicheren Seite. Darüber hinaus hat die Frau auch auf den Trennungsunterhalt verzichtet. Von daher müssten Sie eigentlich gar nichts zahlen.

Sollte die Frau hier also mehr als die 450 € verlangen wollen, können Sie dagegen angehen und sollten ggf. auch einen Anwalt beauftragen.

Nachfrage vom Fragesteller 14.01.2010 | 21:28

Vielen Dank, Herr Schwerin.
Nun bin ich schon ein wenig schlauer, obwohl sich das ganze immernoch schlecht anhört und bei mir Kopfschütteln verursacht.

Habe ich das richtig verstanden, dass ich unter Nennung von Zeugen (Familienangehörige) aufgrund der Aussage meiner Frau die Zahlungen komplett anfechten könnte?
Ein einfaches Ja/Nein reicht mir.

Ich wünsche einen schönen Abend.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.01.2010 | 21:33

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Wenn Ihre Frau zum Zeitpunkt der Trennung den Verzicht auf den Trennungsunterhalt erklärt hat, dann können Sie sich auch darauf berufen und müssten eigentlich gar nichts zahlen.

Wenn Sie hier aber doch aus Kulanz etwas zahle wollen, können Sie sich auf dieser Argumentationsschiene sicher mit Ihrer Frau einigen, dass ein nur geringer Betrag zu zahlen ist.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Steffan Schwerin
Rechtsanwalt


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Bewertung des Fragestellers 14.01.2010 | 21:35

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FRAGESTELLER 14.01.2010 5/5,0
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