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Trennungsunterhalt: Einkünfte aus Mieteinnahmen minus Werbungskosten

| 13.03.2013 20:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


21:12

Sehr geehrte Damen und Herren,
vom Amtsgericht wurde ich zur Zahlung von Trennungsunterhalt verurteilt. Das ich was bezahlen muss, liegt auf der Hand. Die Höhe kann ich aber nicht akzeptieren.
Meine Mieteinnahmen, ich bin Alleineigentümer einer DHH, wurden voll angerechnet.
Hier müssen doch die Werbungskosten, die nicht die Abschreibung des Hauses betreffen, von den Mieteinnahmen abgezogen werden!
Meine Mieter haben letzten Jahr die Miete gekürzt, von 800 € auf 650 €, damit ich, die seit zwei Jahren versprochene Einbauküche liefere. Diese wurde Mitte des Jahres für 7.000 € eingebaut. Das ist für mich notwendiger Erhaltungs- bzw. Instandsetzungsaufwand, der zu den Werbungskosten zählt. Vorhandene Küche war 19 Jahre alt. Die Summe muss hier sicherlich auf zwei Jahre verteilt werden.
Das Amtsgericht hat es als wertsteigende Verbesserung angesehen. Da die Küche bar beglichen wurde, ist es als Vermögensverschiebung, hier Zinsverluste auf der einen und Sicherung der Mieteinnahmen auf der anderen Seite, bewertet worden.
Für 7.000 €, bei 2% für ein halbes Jahr angelegt, ergeben 70 € Zinsen. Die Reduzierung der Miete betrug 6 Monate, also 6x 150 € Mindermiete, ergeben 900 €. Anders ausgesprochen habe ich auf 70 € Zinsen verzichtet, dafür aber 900 € erhalten.
Wie sieht es die Fachwelt. –Einkünfte aus Mieteinnahmen minus Werbungskosten-
Ich bitte um eine Fachmeinung, die aber klar und verständlich zu formulieren ist.
Vielen Dank!!

13.03.2013 | 20:55

Antwort

von


(944)
Golmsdorfer Str. 11
07749 Jena
Tel: 036412692037
Web: http://www.jena-rechtsberatung.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Solche Einnahmen aus Miete sind ebenfalls unterhaltsrelevantes Einkommen.

Allerdings sind nicht nur die Einnahmen anzusetzen, sondern die Einnahmen abzüglich der Aufwendungen.

Abgezogen werden somit auch die Aufwendungen für Instandsetzung.

Abschreibungen auf den Immobilienwert finden aber keine Berücksichtigung. Jedoch spielt ein Wertverlust auch eine Rolle und wird berücksichtigt.

Hinsichtlich der anzusetzenden Mieteinnahmen ist – wie beim Gewinn von Selbstständigen – ein Zeitraum von drei Jahren anzusetzen.

Es zählen bei Ihnen also nicht rein die geminderten Zahlungen, sondern ein Durchschnitt der letzten drei Jahre.

Die Höhe der Mieteinnahmen ist nachzuweisen durch die Einkommenssteuererklärungen sowie der entsprechenden Anlagen und die Einkommenssteuerbescheide.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Steffan Schwerin, Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Steffan Schwerin

Rückfrage vom Fragesteller 14.03.2013 | 21:02

Sehr geehrter Herr Schwerin,
kurze Nachfrage,
die Küche wird voll in 2012 von den Mieteinnahmen abgezogen, da sie zur Instandsetzung/Instandhaltung zählt oder nicht??
Der Wertverlust spielt eine Rolle und wird berücksichtig, schreiben Sie. Wie hoch wird der Wertverlust angesetzt und welche Faktoren spielen dabei eine Rolle?
Vielen Dank!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 14.03.2013 | 21:12

Sehr geehrter Fragesteller,

gern beantworte ich Ihre Nachfrage wie folgt:

Der Wertverlust muss gutacherlich ermittelt werden.

Wenn man nicht investiert, also nichts machen, verliert das Objekt auf natürliche Weise einfach an Wert.

Dazu gibt es aber keine pauschalen - juristischen - Werte.

Dies muss gutachterlich ermittelt werden.

Wenn die Küche zur Mietsache gehört und erneuert wurde, können dies Kosten auch gegengerechnet werden.

Beachten Sie aber, dass dennoch der Wert aus den letzten 3 Jahren maßgeblich ist.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 23.03.2013 | 17:27

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