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Trennungsjahr/Scheidungsantrag

28.03.2013 10:09 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Maike Domke


Am 05.02.2013 hat mir mein Noch-Mann völlig überraschend verkündet, dass er sich trennen wird und schnellstmöglich geschieden werden möchte. Aus der gemeinsamen Wohnung ausgezogen ist er am 01.03.2013. Am 23.03. habe ich ein Schreiben von seinem Anwalt bekommen, in dem mir mitgeteilt wurde, dass die Scheidung beim zuständigen Familiengericht beantragt wurde, da das Trennungsjahr bereits in der gemeinsamen Wohnung abgeleistet wurde. Da ich dem Scheidungsantrag zustimmen würde, müsste ich keine weitere Stellung nehmen, wenn ich dann vom Gericht angeschrieben würde.

Es entspricht nicht den Tatsachen, dass wir bereits 1 Jahr getrennt in der Wohnung verbracht hätten, wir haben völlig normal mit den beiden Kindern (15 + 18) zusammengelebt, Urlaube verbracht und auch gemeinsame Aktivitäten gehabt. Ich werde diesem Antrag auf derart schnelle Scheidung deshalb nicht zustimmen und auf Einhaltung des Trennungsjahres bestehen, das mit dem Auszug am 01.03.2013 begonnen hat.
Meine Fragen:
- in welcher Form formuliere ich diese Ablehnung des Scheidungsantrags, kann ich das selbst tun oder muss ich mich durch einen Anwalt vertreten lassen ?
- wielange wird es ca. dauern bis Post vom Familiengereicht kommt?
- kann mein Mann diese Schnellscheidung auch trotz meiner Ablehnung erwirken?
- Muss ich mich mit Beginn des Trennungsjahrs selbst um eine Änderung meiner Steuerklasse kümmern (das wäre in meinem Fall mit finanziellen Einbußen verbunden)?

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:

1.Meine Fragen:
- in welcher Form formuliere ich diese Ablehnung des Scheidungsantrags, kann ich das selbst tun oder muss ich mich durch einen Anwalt vertreten lassen ?

Sie können dem Gericht mitteilen, dass das Trennungsjahr aus Ihrer Sicht nicht abgelaufen ist und Sie daher der Scheidung nicht zustimmen. Dann wird gg. Beweis erhoben. Allerdings sollten Sie sich heirbei von einem Anwalt vertreten lassen, da nur dieser für Sie Anträge stellen kann. Wenn Sie nicht über ausreichende Einkünfte verfügen, wird Ihr Anwalt für Sie VKH beantragen.
Sie sollten auch einen Anwalt hinzuziehen, um die Folgesachen, wie Unterhalt, Auflösung des Hauhaltes etc zu regeln.

- wielange wird es ca. dauern bis Post vom Familiengereicht kommt?

Das hängt von der Auslastung des Gerichts und des Richters ab. In der Regel aber ca. 4 Wochen.

- kann mein Mann diese Schnellscheidung auch trotz meiner Ablehnung erwirken?

Nein, das Zusammenleben begründet in der Regel den Anschein einer intakten Ehe. Es muss daher nachgewiesen werden, dass eine Trennung von Tisch und Bett schon während dieser Zeit statttgefunden hat, wenn Sie nicht zustimmen. Ich gehe also davon, dass das Datum des Auszuges für die Trennung massgeblich sein wird.

- Muss ich mich mit Beginn des Trennungsjahrs selbst um eine Änderung meiner Steuerklasse kümmern (das wäre in meinem Fall mit finanziellen Einbußen verbunden)?

Wenn man das Trennungsjahr als abgelaufen ansehen würde, wie Ihr Mann dies tut, dann ja. Wenn die Trennung mit dem Auszug beginnt, müssen Sie die Steuerklasse erst zum 01.01.2014 ändern.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich gern an mich.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Nachfrage vom Fragesteller 28.03.2013 | 12:15

Vielen Dank für Ihre schnelle und klare Antwort! Mein Mann hat allerdings bei seinem Anwalt wohl angegeben, dass ich dem Antrag zustimmen würde und das steht auch so in dessen Schreiben ans Familiengericht. Dies stimmt nicht, allerdings stellt sich mir jetzt die Frage, ob das Gericht trotzdem eine Stellungnahme von mir möchte oder diese Aussage des Anwalts als Tatsache annimmt!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 28.03.2013 | 12:19

Sehr geehrte Ratsuchende,

nein, wenn Sie mitteilen, dass Sie dem nicht zustimmen und unrichtige Tatsachen behauptet werden, kann dies sogar dazu führen, dass Prozessbetrug seitens IHres Mannes angenommen wird.
SIe sollten aber trotzdem einen Anwalt hinzuziehen.

Ich sage das nicht, weil ich einer bin, sondern, weil Scheidungen mit einem Anwalt wirklich nur möglich sind, wenn sie 100% einvernehmlich sind.

Mit freundlichen Grüßen
Maike Domke
- Rechtsanwältin -

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