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Trennungsjahr / Trennungsunterhalt nach eigenem Ermessen

| 03.12.2012 19:18 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Hallo,

wie immer wieder aufgeführt, habe auch ich gedacht, wir kommen mit einem Anwalt zurande bei unserer Scheidung. Allerdings gehe ich natürlich davon aus, dass der RA immer den Vorteil seiner Partei schützt.

Daher möchte ich meine Frage dem Forum stellen:

Situation: ich zahle seit Beginn des Trennungsjahres Trennungsunterhalt (keine Kinder), wobei die Summe in etwa den Formeln entspricht, die angewandt werden. Wir haben dies aber selbst so festgelegt. Aufgrund der Dauer der des Verfahrens zahle ich jetzt bereits seit 18 Monaten immer den selben Betrag (ohne das ein Titel besteht).

Diese Woche ist nun endlich der Haupttermin und ich sehe nicht ein, den Zeitraum bis zur Rechtskräftigkeit weiter den vollen Betrag zu zahlen, (leider habe ich heute erst erfahren, dass sich dies auch wieder hinziehen kann).

Dazu weiß ich erst seit Kurzem, dass ich die Zinsen eines Immobilienkredits hätte von meinem Gehalt abziehen können bei der Ermittlung des Trennungsunterhalts.

Ich gehe also davon aus, dass ich nicht viel befürchten muß, wenn ich den Unterhalt nun aussetze, bis zur Rechtskraft des Scheidungsurteils, um dann gegebenenfalls den Unterhalt nach Scheidung fortzuführen.

Irre ich mich ? Was kann passieren ?

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Sehr geehrter Fragesteller,

unter Berücksichtigung des von Ihnen dargestellten Sachverhalts und Ihres Einsatzes möchte ich Ihre Frage wie folgt beantworten:

Grundsätzlich wird der Trennungsunterhalt bis zur Rechtskraft der Scheidung geschuldet, danach schließt sich, soweit ein Unterhaltstatbestand besteht, der nacheheliche Unterhalt an.

So wie ich Sie verstehe, gibt es eine Vereinbarung zwischen Ihnen und Ihrer Frau über die Höhe des Trennungsunterhalts. Wenn die Höhe einvernehmlich festgelegt wurde, können Sie zwar die Zahlungen einstellen. Ihre Frau könnte aber den Trennungsunterhalt einklagen mit der Begründung, dass Sie zur Zahlung eines bestimmten Unterhalts verpflichtet sind. In diesem Fall würde ein neues Verfahren vor Gericht geführt, das nichts mit dem Scheidungsverfahren zu tun hat. Es bestünde die Gefahr, dass Sie zur Zahlung verurteilt würden und die Kosten des Verfahrens tragen müssten.

Wenn in dieser Woche der Termin zur mündlichen Verhandlung ansteht und die Scheidung in diesem Termin ausgesprochen würde, tritt bei einem Verfahren mit nur einem Anwalt üblicherweise ca. eineinhalb Monate später die Rechtskraft ein. Erforderlich ist die Zustellung des Scheidungsbeschlusses (das dauert in aller Regel ungefähr zwei Wochen), danach läuft die einmonatige Beschwerdefrist. Wenn niemand Beschwerde gegen die Scheidung einlegt, wird diese mit Ablauf der Frist rechtskräftig.

Sinnvoller als eine Einstellung der Zahlungen wäre es aus meiner Sicht, mit Ihrer Frau über eine Reduzierung der Zahlungen zu verhandeln. Insbesondere, wenn Sie jetzt festgestellt haben, dass die Berechnung nicht richtig war, wäre hier möglicherweise eine einvernehmliche - und damit kostengünstige - Lösung möglich.

Darüber hinaus sollte überprüft werden, ob und ggf. in welcher Höhe ein nachehelicher Unterhaltsanspruch besteht, um zu verhindern, dass Sie hier dauerhaft zu viel zahlen.

Bitte beachten Sie, dass dieses Forum nur eine erste Orientierung bieten, nicht aber die persönliche Beratung ersetzen kann. Dennoch hoffe ich, dass Ihnen meine Antwort weiterhilft.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel


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