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Trennungsgeld


| 23.03.2005 14:39 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Steininger



Guten Tag!

Ich habe mich im Oktober 2004 aus krankheitsbedingten Gründen in beamtenrechtlichen Ruhestand versetzen lassen. Meine Rente beträgt 1.185 eur netto, der Krankenversicherungsbeitrag beträgt 190 eur. Ich lebe seit Februar 2004 von meinem Mann getrennt, wohnhaft bei meinen Eltern. Monatliches Einkommen meines Mannes beträgt 3.400 eur. Die Ehe ist nicht geschieden. Wie hoch ist mein Trennungsgeld?

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Sehr geehrter Fragensteller,

Ihre Online-Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen wie folgt beantworten:

Leider ist in diesem Forum eine konkrete Unterhaltsberechnung nicht möglich – dies setzt eine intensivere Beratung voraus. Ich möchte Ihre Frage daher allgemein beantworten, und hoffe, Ihnen damit zunächst weiterzuhelfen. Den konkreten Unterhalt berechnet Ihnen im Zweifel ein Kollege vor Ort.

Die Höhe des Unterhaltsanspruchs wird in einer dreigestuften Berechnung ermittelt. Zunächst muss der Bedarf des Unterhaltsberechtigten ermittelt werden, im Anschluss wird geprüft, in wie weit der Unterhaltsberechtigte bedürftig ist und in wie weit der Verpflichtete leistungsfähig ist.

Im Gegensatz zum nachehelichen Ehegattenunterhalt ist das Entstehen des Trennungsunterhalts nicht von weiteren Umständen wie beispielsweise Kindesbetreuung, Krankheit oder Alter abhängig, er ist unabhängig von der Dauer der Ehe.

Der Bedarf richtet sich nach den ehelichen Lebensverhältnissen. Diese werden bestimmt durch das den Eheleuten während des Zusammenlebens zum Konsum zur Verfügung stehende, die ehelichen Lebensverhältnisse prägende, monatliche Einkommen.

Ggf. unter Berücksichtigung von Arbeitnehmervorteilen wird das Einkommen addiert und durch 2 geteilt. Die Differenz zum tatsächlich zur Verfügung stehenden Einkommen kann als Trennungsunterhalt gefordert werden.

Wenn der Unterhaltsgläubiger nicht über die Familienversicherung mitversichert ist, muss der Schuldner auch für Kranken- und Rentenversicherung aufkommen.

Ich hoffe, Ihre Frage hinreichend beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Steininger
Rechtsanwalt

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