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Trennung/Scheidung Fachanwalt Familienrecht

13.04.2015 20:34 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Dr. Corina Seiter


Zusammenfassung: Unterhalt und Gesamtschuldnerausgleich

Sehr geehrte Damen und Herren,


folgende Situation:

Meine Frau und ich leben seit ca. eine halben Jahr getrennt. Wir haben 2 gemeinsame Kinder 7 und 13 Jahre alt. Wir haben ein Haus gebaut, das uns beiden gemeinsam gehört. Ich bin aus dem Haus ausgezogen, meine Frau wohnt dort mit unseren beiden gemeinsamen Kindern. Für die Zeit des Getrenntlebens wurde ihr vom Gericht die Wohnung zugewiesen. Das Haus ist ca. 300.000,00 Wert. Schulden belaufen sich noch auf ca. 150.000,00. Die Finanzierung trage ich von monatlich fast 1000,00 weiterhin alleine, da meine Frau sich weigert, die Hälfte der Finanzierung zu tragen. Mein Anwalt meinte nun, ich könnte meine Frau auf Nutzungsausfall verklagen. Ist das sinnvoll?

Ich zahle für die Kinder Unterhalt. Meine Frau arbeitet 25 Std. Aufgrund dessen, dass ich die Finanzierung für das Haus alleine trage, wurde wahrscheinlich von Seiten meiner Frau keine Unterzahlungsforderungen gestellt. Was passiert, wenn ich den Nutzungsausfall einklage und meine Frau die Hälfte der Finanzierung tragen müsste, müsste ich dann an sie Unterhalt zahlen, da ich ja dann mehr Einkommen hätte, wenn sie die Hälfte der Finanzierung trägt? Welche Vor- und Nachteile hätte das für mich? Oder ist der Unterhaltsanspruch bereits auch für die Zukunft verwirkt, weil meine Frau bisher keinerlei Unterhaltsansprüche geltend gemacht hat? Kann sie jederzeit noch Unterhalt geltend machen?

Wie verhält es sich bei der Berechnung des Zugewinns, wenn mir meine Eltern jetzt notariell bestätigen, dass sie mir Geld gegeben haben, das mir aber alleine gehören sollte aufgrund Erbteil? Dieses Geld habe ich in das gemeinsame Haus gesteckt?


Vielen Dank für Ihre Antwort!


MfG



Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Grundsätzlich kann ohne konkrete Zahlen natürlich nicht beantwortet werden, ob ein Unterhaltsanspruch besteht oder nicht - ob Sie zur Zahlung verpflichtet sind oder nicht (aufgrund der Höhe). Grundsätzlich besteht eine Unterhaltsverpflichtung während des Trennungsjahres, sofern Bedürftigkeit und Leistungsfähigkeit vorliegen. In dieser Zeit muss Ihre Frau auch nicht Vollzeit arbeiten.

Unterhalt kann aber nicht (!) für die Vergangenheit verlangt werden, d.h. also erst ab Aufforderung. Somit müssten Sie noch bis zur Rechtskraft der Scheidung ab der Aufforderung unter Umständen zahlen.

Grundsätzlich können Sie natürlich von Ihrer Frau einen Nutzungsausfall sowie einen Gesamtschuldnerausgleich (1/2 Darlehen) fordern.

Ob dies allerdings im Verhältnis steht, müsste berechnet werden. Alle Schulden, die Sie mehr zahlen, mindern natürlich Ihr Einkommen und alle, die Ihre Frau zahlt, mindern wieder deren Einkommen und kann zu mehr Unterhalt führen. Bedenken Sie aber, dass natürlich auch die Schuldenlast bei Ihnen geringer wird! Das müsste eben im Einzelfall genau ausgerechnet werden.

Gleichzeitig würde auch der Kindesunterhalt u.U. steigen, was dann wiederum den Trennungsunterhalt an sich mindern könnte.

Bedenken Sie, dass jegliche Schenkungen und Erbschaften in den Anfangsbestand fallen und somit den Zugewinn mindern könnten. Allerdings ist zu bedenken, dass dies ggf. missbräuchlich sein könnte in Kenntnis der Trennungssituation. Dies wäre im Einzelfall näher zu prüfen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

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