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Trennung von meiner Verlobten - bin ich ihr finanziell verpflichtet?

01.05.2008 21:20 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


09:30

Guten Tag!

Ich habe mich von meiner Verlobten getrennt. Dazu habe ich ein paar Fragen:

- kann sie Ansprüche gegen mich geltend machen?
- bin ich Ihr Finanziell verpflichtet?
- wenn ich nun ausziehe, muss ich dann die Nebenkosten weiterzahlen? Kredit ist klar, solange das Haus beiden gehört..
- was ist sonst wichtig und zu beachten?

Wir waren ca. 8 Jahre zusammen. In den letzten 1 1/2 Jahren haben wir lediglich noch nebeneinander her gelebt.

2004 haben wir gemeinsam ein Haus gekauft an dem jeder die hälfte an Schulden trägt und auch zahlt, da unser Einkommen in etwa identisch ist. Im letzten Jahr lag ihr Einkommen sogar deutlich ca. 300 €/mtl. über meinem.

Alle Kosten für Lebenshaltung (Essen, Strom, usw.) wurden grundsätzlich von einem gemeinsamen Konto erledigt, dass auch beide mit gleichen mtl. Beträgen bedienen.

Ich habe seid ca. einem 3/4 Jahr eine Affäre und möchte nun mit dieser Frau weiterleben.

Die Restschuld des Hauses liegt deutlich unter dem Marktwert so, dass im Falle eines verkaufs keine Schulden bleiben.

Ich möchte mich "friedlich" Trennen, sie soll von mir aus das Haus behalten und mich später auszahlen. Ich habe ihr gesagt, dass ich sie nach wie vor schätze, mir aber eine weitere Zukunft nicht vorstellen kann.

Leider hat sie schon angedeutet, dass sie mich fertig machen will, wenn ich sie verlasse und sie mich in den Ruin treiben wird...

Habe mir (allein!) im Februar 2008 noch eine Eigentumswohnung gekauft und will im August (Fertigstellung) da einziehen. Sämtliche Kredite dafür laufen über mich? Kann sie irgend etwas beanspruchen??

Brauche einen Rat, wie ich idealerweise die Beziehung beende ohne etwas juristisch falsch zu machen.

01.05.2008 | 21:41

Antwort

von


(1357)
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33609 Bielefeld
Tel: 0521/178960
Web: https://www.reinhard-otto.de
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Ich beantworte Ihre Anfrage auf der Basis des geschilderten Sachverhaltes und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt:

Zu den Ansprüchen bei Auflösung einer Verlobung sagt § 1298 BGB :

"Tritt ein Verlobter von dem Verlöbnis zurück, so hat er dem anderen Verlobten ... den Schaden zu ersetzen, der daraus entstanden ist, dass sie in Erwartung der Ehe Aufwendungen gemacht haben oder Verbindlichkeiten eingegangen sind. Dem anderen Verlobten hat er auch den Schaden zu ersetzen, den dieser dadurch erleidet, dass er in Erwartung der Ehe sonstige sein Vermögen oder seine Erwerbsstellung berührende Maßnahmen getroffen hat."

Ob solche Schadensersatzansprüche gegeben sind, ist Ihrer Sachverhaltsschilderung nicht zu entnehmen.

Hinsichtlich des Hauses und der damit verbundenen Kosten besteht eine Miteigentümergemeinschaft, deren Auflösung jeder Miteigentümer jederzeit verlangen kann. Ihre Vorstellung, dass sie das Haus alleine übernimmt und Sie auszahlt, ist dabei nur eine der denkbaren Möglichkeiten und setzt die Zustimmung Ihrer Verlobten voraus. Einen Anspruch auf gerade diese Lösung haben Sie nicht.
Sollte keine einvernehmliche Lösung mit Ihrer Verlobten erreicht werden können, bleibt Ihnen nur der Weg über die Teilungsversteigerung des Hauses. Dieser Weg sollte aber im wirtschaftlichen Interesse beider Parteien möglichst vermieden werden.

Sie haben zudem eine Vereinbarung geschlossen, wonach die Kosten für das Haus hälftig getragen werden. Auch an diese Vereinbarung sind Sie beide zunächst einmal grundsätzlich gebunden. Ihr Auszug entbindet Sie daher grundsätzlich nicht von dieser Verpflichtung. Allenfalls bei den sogenannten Verbrauchskosten könnte sich etwas anderes ergeben.

Aus dem Kauf der Eigentumswohnung heraus kann Ihre Verlobte keine Ansprüche gegen Sie herleiten, da es so etwas wie einen Zugewinnausgleich im Rahmen eines Verlöbnisses nicht gibt.

In Ihrem Fall ist, da Ihre Verlobte bereits Ärger signalisiert hat, eine umfassende Beratung über ein taktisch möglichst sinnvolles Vorgehen dringend angeraten. Das kann jedoch nicht im Rahmen eines solchen Forums geschehen und auch nicht zu dem ausgelobten Betrag.

Ich empfehle Ihnen angesichts der für Sie doch erheblichen wirtschaftlichen Bedeutung, sich mit einem Mandat an einen Anwalt zu wenden.

Falls Sie Interesse an einer Vertretung durch mich haben, nehmen Sie bitte Kontakt mit mir auf.


Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Otto
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 02.05.2008 | 09:20

Guten Tag!

Vielen Dank für die prompte Antwort. Dazu folgende Fragen:
Was sind den Verbrauchskosten wenn nicht (Strom, Gas usw?). Wenn ich ausziehe und sie sich bei einem Verkauf/Aufteilung querstellen will, kann ich dann Miete verlangen oder einen Nutzungsausfall geltend machen?

Weiterhin würde mich interessieren, was eine solche Rechtberatung kosten würde. Bitte unterbreiten sie mir dazu ein Angebot an "anwalt ( a t ) index-consulting.de"

Mfg

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.05.2008 | 09:30

Verbrauchskosten sind solche, deren Höhe vom tatsächlichen Verbrauch abhängt. Daneben gibt es weitere Kosten eines Hauses, die unabhängig vom Verbrauch entstehen wie Grundsteuer, Müllabfhr, Straßenreinigung etc.

Allein der Umstand, dass Sie ausziehen, lässt weder einen Anspruch auf Miete noch auf Nutzungsausfall entstehen.

Ich schicke Ihnen ein Angebot an die angegebene Adresse.

Mit freundlichen Grüßen

Reinhard Otto
Rechtsanwalt

ANTWORT VON

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33609 Bielefeld
Tel: 0521/178960
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