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Trennung von Familie soll durch Schwiegereltern veranlasst werden

04.01.2011 09:32 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Michael Vogt


Ich lebe mit meiner Frau und unseren drei Kindern 2, 5 und 7 Jahre alt, gemeinsam in einer uns gemeinsam gehörenden Altbauwohnung. Meine Frau hatte letztes Jahr eine längere Affäre mit einem ehemaligen Freund, woraufhin in der Familie und besonders mit meinen Schwiegereltern schwere Meinungsverschiedenheiten auftraten. Meine Schwiegereltern sind der Meinung, ich sei an allem Schuld und wollen mich schon seit Monaten mit zum Teil abenteuerlichen Ideen und Projekten aus der Familie drängen. Aktuell haben Sie meiner Tochter angeboten, in eine ihnen gehörende freiwerdende Mietwohnung mit den drei Kindern einzuziehen. Hierbei wollen sie alles tun, damit ich zu dieser Wohnung keinen Zutritt erhalte, um mich so von der Familie zu isolieren. Erwähnt werden muss noch, dass meine Frau sehr labil ist und zudem selbstmordgefährdet ist (hat von der psychotherapeutischen Ambulanz sofort einen Therapieplatz erhalten, aber nicht wahrgenommen) und extrem von ihren Eltern unter Druck gesetzt wird. Druckmittel ist vor allem das hohe Erbpotential. Meine Frau und ich wollen eine Scheidung vermeiden. Eine Trennung von meiner Frau käme für mich in Frage, aber natürlich keine Trennung von den Kindern. Welche Möglichkeiten habe ich, um das o.g. Vorhaben meiner Schwiegereltern zu verhindern?
Welche Bestimmungsrechte habe ich in diesem Fall bezüglich des Aufenthaltsortes meiner Kinder?

Sehr geehrter Ratsuchender,

gerne darf ich Ihre Fragen wie folgt beantworten:

Zwar steht die Ehe und die Familie nach Art. 6 GG unter besonderem Schutz. Dennoch begründet sie kein absolutes Recht gegenüber Dritten.

Dementsprechend kann ein Unterlassungsanspruch gegen Dritte nur geltend gemacht werden, wenn in den so genannten räumlich gegenständlichen Bereich der Ehe eingegriffen wird, was beispielsweise dann der Fall ist, wenn ein Ehegatte seinen neuen Partner mit in die Ehewohnung bringt.

Ein Unterlassungsanspruch gegen die Schwiegereltern wird somit nur schwerlich durchsetzbar sein.

Auf der anderen Seite kann Ihre Frau nicht einfach gegen Ihren Willen die Kinder mit in die neue Wohnung nehmen.

So steht die elterliche Sorge grundsätzlich beiden Elternteilen gemeinschaftlich zu. Die elterliche Sorge umfasst hierbei auch das Recht, den Aufenthalt des Kindes zu bestimmen, § 1631 BGB. (Aufenthaltsbestimmungsrecht)

Von einer während des Zusammenlebens getroffenen Einigung über den Lebensmittelpunkt der Kinder kann nach der Trennung der Eltern ein Elternteil nicht einseitig abrücken. Er muss dann vielmehr versuchen, sofern keine Einigung mit dem anderen Elternteil herbeigeführt werden kann, nach § 1671 BGB eine gerichtliche Entscheidung bezüglich des Aufenthaltsbestimmungsrechts herbeiführen zu lassen.

Im Fall einer Veränderung des Aufenthaltsortes gegen den Willen des anderen Elternteils kann diesem ein Herausgabeanspruch nach § 1632 BGB zustehen.

Falls Ihre Frau daher tatsächlich gegen Ihren Willen mit den Kinder auszieht, sollten Sie unverzüglich anwaltliche Hilfe in Anspruch nehmen.


Abschließend hoffe ich, Ihnen mit meiner Antwort einen ersten Überblick über die Rechtslage verschafft zu haben.

Hierbei möchte ich Sie darauf hinweisen, dass es sich bei dieser Antwort, basierend auf Ihren Angaben, lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes handelt. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Sie können natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal mit mir Verbindung aufnehmen.

Für eine über diese Erstberatung hinausgehende Interessenvertretung steht Ihnen meine Kanzlei selbstverständlich ebenfalls gerne zur Verfügung.

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag und verbleibe

mit freundlichen Grüßen

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