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Trennung von Anwalt / neue Mandatsvergabe

12.08.2015 15:21 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Gerhard Raab


Sehr geehrte Damen und Herren,

aufgrund diverser Unstimmigkeiten und weil das Vertrauen am Boden liegt, habe ich mich entschlossen das Mandat meines Anwalts zu entziehen und einem anderen zu geben.

Allerdings ist meine Sache bereits vor einem Landgericht anhängig (Familiengericht, Anwaltspflicht). Bedeutet, dass es bereits durch meinen Anwalt zur Korrespondenz kam.
Hinweis: Mit diesem Anwalt wurde ein Honorar auf Stundenbasis vereinbart.

Meine Fragen:
In wie weit hat mein Anwalt finanzielle Ansprüche und welche?
Was passiert, wenn ich einen neuen Anwalt beauftrage: Sind dann eventuell die Gerichtskosten doppelt zu tragen?

Vielen Dank für die Beantwortung.

Sehr geehrter Fragesteller,

zu Ihrer Anfrage nehme ich wie folgt Stellung:


1.

Wenn die Sache beim Familiengericht anhängig ist, ist nicht das Landgericht zuständig, sondern das Amtsgericht. Gleichwohl gibt es in verschiedenen Familiensachen den Anwaltszwang, d.h. die Pflicht, sich anwaltlich vor Gericht vertreten zu lassen.


2.

Grundsätzlich richtet sich das Rechtsanwaltshonorar nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG). Selbstverständlich besteht die Möglichkeit, über eine Honorarvereinbarung ergänzende Gebühren zu den Vorschriften des RVG zu vereinbaren oder unter Außerachtlassung des RVG auf Honorarbasis abzurechnen. Wie das in Ihrem Fall geregelt worden ist, kann man nur aus der Honorarvereinbarung ersehen.

Da ich die Honorarvereinbarung nicht kenne, und da ich davon ausgehe, dass die Honorarvereinbarung keine Schlechterstellung des Rechtsanwalts gegenüber der Anwendung des RVG zum Inhalt hat, nehme ich in meinen Ausführungen auf das RVG Bezug.


3.

Wenn Sie einem Rechtsanwalt das Mandat kündigen, haben Sie ihm jene Gebühren zu zahlen, die bis zur Mandatskündigung angefallen sind.

Das können außergerichtliche Gebühren (Geschäftsgebühr) sein, aber auch Gebühren, die im Rahmen eines Gerichtsverfahrens anfallen.

Hat zum Beispiel Ihr Rechtsanwalt einen Antrag bei Gericht eingereicht (zum Beispiel einen Scheidungsantrag) fällt eine 1,3 Verfahrensgebühr zuzüglich Auslagenpauschale und Mehrwertsteuer an. Hat es bereits einen Gerichtstermin gegeben, kommt noch eine 1,2 Terminsgebühr, ebenfalls zuzüglich Mehrwertsteuer, hinzu.

Wenn Sie beispielsweise, nachdem bereits ein Gerichtstermin stattgefunden hat, das Mandat kündigen und einen neuen Rechtsanwalt beauftragen, erhält dieser neue Rechtsanwalt sowohl die 1,3 Verfahrensgebühr als auch die 1,2 Terminsgebühr ebenfalls. D.h., Sie zahlen diese Gebühren doppelt.

Die Gerichtskosten sind von der Beendigung des Mandatsverhältnisses nicht betroffen. Hier geht es ausschließlich wegen der Mandatskündigung um das Rechtsanwaltshonorar.

Die Höhe der Gebührenansprüche ergibt sich aus der Honorarvereinbarung, die Sie unterschrieben haben.


Mit freundlichen Grüßen

Gerhard Raab
Rechtsanwalt

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