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Trennung und daraus folgende Zwangsversteigerung des Eigenheims

| 26.04.2009 12:27 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


14:28
Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Ehe ist am Ende, die Trennung steht kurz bevor, d.h. ich möchte aus dem gemeinsamen Haus ausziehen und mir statt dessen eine Mietwohnung nehmen. Hier stellt sich für mich schon die Frage, ob ich überhaupt einen Mietvertrag abschließen darf, denn eigentlich kann ich mir dies nicht leisten. Ich zahle derzeit 850 Euro Rate mtl. für das Haus (es gehört mir und meiner Frau je zur Hälfte). Ich möchte das Haus auch gerne loswerden, jedoch müßte meine Frau dem Verkauf zustimmen und dies lehnt sie ab (es ist ihre Rache weil unsere Trennung ihrer Meinung nach durch mich verursacht ist). Also bleibt nur die Zwangsversteigerung. Mir ist nur nicht klar, wie ich dies bewerkstelligen kann. Eine Teilungsversteigerung kommt nach meiner Einschätzung nicht in Frage, da diese sich lange hinzieht und ich in dieser Zeit den Kredit weiter bedienen müßte, was ich nicht kann. Kann ich meine Bank bitten, mir den Kredit zu kündigen und die Zwangsvollstreckung einzuleiten ? Was für Kosten kämen dann auf mich zu ? Was passiert, wenn der Erlös der Versteigerung die offene Kreditsumme nicht deckt ? Wäre es sinnvoller, gleich eine Privatinsolvenz einzuleiten ?

Vielen Dank schon im Vorraus für Ihre Antwort.
26.04.2009 | 13:28

Antwort

von


(397)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
E-Mail:
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Sehr geehrter Ratsuchender!

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte.

Grds. ist ein freihändiger Verkauf des Hauses erste Wahl, da hier vermutlich der beste Kaufpreis zu erzielen wäre.
Dann müßten jedoch alle Eigentümer dem Verkauf zustimmen.
Sofern Ihre Frau diese Zustimmung nicht erteilt, bleibt Ihnen als Ausweg bedauerlicherweise nur die Teilungsversteigerung.

Da Ihre Frau und Sie vermutlich auch gemeinsame Kreditnehmer bei der Bank sind, ist eine Kündigung durch die Bank wohl auch nicht zu erwarten.
Aufgrund des 2008 eingeführten Risikobegrenzungsgesetzes ist eine Kündigung von Immobiliendarlehen durch die Bank erschwert worden.Danach dürften einige Monate keinerlei Zahlungen erfolgt sein, um eine Kündigung durch die Bank zu rechtfertigen.
Sind beide Eheleute gemeinsame Darlehensnehmer, so wird sich die Bank bei Nichtzahlung zunächst an Ihre Frau wenden und dort die ausstehenden Zahlungen einfordern.

Erst wenn hier auch keinerlei Zahlungen eingetrieben werden könnten, würde die Bank vermutlich eine Zwangsversteigerung einleiten.
Auch dieses Vorgehen würde jedoch einen längeren Vorlauf beanspruchen.

Bei jedweder Versteigerung verbleibt das Risiko, einen deringeren Erlös als bei einem freihändigen Verkauf zu erzielen.
Des weiteren würden die Versteigerungskosten, etc. vom Erlös abgezogen.

Die Kosten würden hier abhängig vom Gegenstandswert sicherlich einige tausend Euro betragen.

Deckt der Erlös der Versteigerung die offene Kreditforderung der Bank nicht, so bleiben Sie und Ihre Frau für den restlichen Teil gesamtschuldnerisch haftbar.

Insofern erscheint es mir zunächst sinnvoller, nochmals das Gespräch mit Ihrer Frau zu suchen und auf das Risiko einer Teilungs- bzw. Zwangsversteigerung hin zuweisen, dass Ihre Frau dann schließlich mittragen müßte.

Der Gang in die Privatinsolvenz scheint hier jedenfalls übereilt zu sein.

Da dieses Forum nur der ersten rechtlichen Orientierung dienen und keinesfalls eine ausführliche Beratung beim Rechtsanwalt ersetzen kann, empfehle ich ihnen, einen Kollegen vor Ort mit der Interessenvertretung zu betrauen.
Dieser kann Ihnen dann anhand von beigebrachten Unterlagen, etc. auch genauere Informationen hinsichtlich Kosten etc. und weiterem Vorgehen geben.


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 26.04.2009 | 14:09

Danke für Ihre Antwort.
Leider ist es sinnlos, mit meiner Frau über das Thema zu reden. Sie ist der Meinung, daß die Bank sowieso nichts bei ihr holen kann, da sie kein eigenes Einkommen hat.
Auf meine Frage ob ich einen Mietvertrag für eine Wohnung abschließen darf, sind Sie leider nicht eingegangen. Daher nochmals die Frage: Mache ich mich strafbar bzw. kann es andere Probleme geben, wenn ich einen Mietvertrag abschließe, obwohl ich weiß, daß ich die Miete nicht zahlen kann, solange ich noch Raten für das Haus abzahle?
Vielen Dank für Ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 26.04.2009 | 14:28

Sehr geehrter Ratsuchender!

Ihre Nachfrage beantworte ich wie folgt.

Sofern Sie eine Wohnung anmieten in Kenntnis davon, dass Sie die Miete nicht werden leisten können, so machen Sie sich wohl gem. § 263 StGB wegen Betruges strafbar.
Hier könnte eine empfindliche (Geld-) Strafe auf Sie zukommen.

Des weiteren kämen Probleme dahingehender Art auf Sie zu, dass der Vermieter Ihnen bei mehrfacher Nichtzahlung des Mietzinses fristlos kündigen und bei Nichtauszug Räumungsklage erheben könnte.

Sie müßten dann neben den ausstehenden Mietzinszahlungen die Kosten der Räumungsklage und einer ventuellen Räumung durch den Gerichtsvollzieher tragen.

Ich kann Ihnen insofern nur von diesem Vorgehen abraten.
Ihnen bliebe daher wohl nur eine Teilungsversteigerung als adäquates Mittel.

Ich hoffe, Ihre Fragen beantwortet zu haben.

Gerne stehe ich ihnen für die weitere Interessenvertretung zur Verfügung.

Mit freundlichem Gruß,

Türk
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 27.04.2009 | 16:48

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"Eine der Fragen wurde erst nach Nutzung der Nachfrage-Möglichkeit beantwortet. Erst durch eigene Nachforschung im Internet fand ich heraus, daß die Möglichkeit der Teilungsversteigerung mir derzeit gar nicht offen steht, da hierfür auch die Zustimmung der Ehefrau notwendig wäre. Auf diesen Umstand hat mich die Anwältin nicht hingewiesen, bei Beantwortung der Nachfrage hat sie es sogar ausdrücklich als Möglichkeit angegeben.

"
Stellungnahme vom Anwalt:
Die Bewertung ist so nicht ganz korrekt.
Die Teilungsversteigerung ist genau für den Fall gedacht, in dem keine Einigkeit zwischen den Parteien hergestellt werden kann. Sie wird gem. § 180 I ZVG durch Antrag eines Miteigentümers an das Gericht eingeleitet.

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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 27.04.2009
3,6/5,0

Eine der Fragen wurde erst nach Nutzung der Nachfrage-Möglichkeit beantwortet. Erst durch eigene Nachforschung im Internet fand ich heraus, daß die Möglichkeit der Teilungsversteigerung mir derzeit gar nicht offen steht, da hierfür auch die Zustimmung der Ehefrau notwendig wäre. Auf diesen Umstand hat mich die Anwältin nicht hingewiesen, bei Beantwortung der Nachfrage hat sie es sogar ausdrücklich als Möglichkeit angegeben.


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