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Trennung und Umzug in die Schweiz

| 30.04.2013 13:00 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Meine Frau und ich sind seit 8 Jahren verheiratet und wir haben 3 gemeinsame Kinder (alle < 7 Jahre). Nach einiger Zeit des "Pflichtbewusstseins" haben wir uns nun gemeinsam zu einer Trennung entschieden. Ich beabsichtige nun in die Schweiz zu ziehen wo ich auch seit 6 Jahren arbeite. Meine Frau bleibt mit den Kindern im bisherigen Mietshaus in Deutschland.

Ich bin bisher davon ausgegangen, das ich dann ausschliesslich in der Schweiz steuerpflichtig bin. Nun wurde ich informiert, das der Lebensmittelpunkt aufgrund der Kinder aber in Deutschland angenommen werden könnte. Was können wir (meine Frau & ich) (vor der Scheidung) tun, sodass ich nach dem Umzug in die Schweiz nicht mehr unbeschränkt steuerpflichtig bin in Deutschland?

Freundliche Grüsse

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage des von Ihnen geschilderten Sachverhaltes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten möchte:

Die Ihnen erteilte Auskunft ist unzutreffend. Sofern Sie Ihren Lebensmittelpunkt in die Schweiz verlegen, wofür üblicherweise die Anmietung einer Wohnung, in der Sie sich mehr als 6 Monate im Jahr aufhalten, völlig ausreicht. Allein der Umstand, dass Ihre leiblichen Kinder weiterhin in Deutschland bei der Kindsmutter wohnen, bewirkt für Sie persönlich keine Steuerpflicht in Deutschland.

Bitte beachten Sie, dass diese Webseite lediglich dazu dient, Ihnen einen erste Einschätzung zur Rechtslage zu liefern. Eine ausführliche und persönliche Beratung soll und kann hierdurch nicht ersetzt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Fachanwalt für Miet- und Wohnungseigentumsrecht Jan-Torben Callsen, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 30.04.2013 | 13:28

Sehr geehrter Herr Callsen,

besten Dank für die sehr rasche Antwort.

Ich habe bereits selbst einige Gesetzespassagen geprüft und gelesen. Unter anderem auch die Definition des Wohnsitzes.
Ich möchte eine Ueberraschung vermeiden und mich absichern, das mein in der Schweiz erzieltes Einkommen ausschliesslich in der Schweiz besteuert wird und nicht in Deutschland. Das Finanzamt kann mir theoretisch unterstellen, das wir gar nicht in Trennung leben sondern ein Umzug aus rein steuertechnischen Gründen stattfindet; meine Frage zielte darauf ab wie ich das dem Finanzamt am Besten darlege, da ich von meinem Steuerberater einen Fall geschildert bekommen habe wo das deutsche Finanzamt den Lebensmittelpunkt weiterhin in Deutschland gesehen hat, wobei es hier nicht um Trennung ging.

Bitte sehen Sie auch folgenden Link:

http://www.frag-einen-anwalt.de/Steuer-in-der-Schweiz-und-in-Deutschland-bezahlen-__f165792.html


Freundliche Grüsse

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 30.04.2013 | 13:45

Sehr geehrter Fragesteller,

die Antwort unter dem Link bezieht sich auf eine andere Situation, dort ist eine Trennung im "familienrechtlichen" Sinne nicht vorgenommen, weswegen ich die Auskunft des Kollegen, der Wohnsitz befinde sich in der Schweiz, für nicht zutreffend halte, hier scheint es sich nur um einen vorgeschobenen Wohnsitz zu handeln.

Das Finanzamt können Sie mit Bildern aus einer eingerichteten Wohnung, einer ausschließlichen Postadresse in der Schweiz, einer Ummeldung und Zeugenaussagen davon überzeugen, dass Ihr Lebensmittelpunkt auch tatsächlich die Schweiz ist.

Bitte beachten Sie, dass meine Ausführungen auf der Annahme basieren, dass Sie sich auch tatsächlich und nicht nur vorgeschoben bzw. vermeintlich dauerhaft in der Schweiz aufhalten und auch kein festes Gehalt in Deutschland, von einem deutschen Unternehmen in dessen deutscher Niederlassung im Bundesgebiet der BRD beziehen.

Stellt sich natürlich später heraus, dass Trennung und Anmietung einer Wohnung nur zum Schein erfolgt sind (auch hierfür werden kommerzielle Dienstleistungen angeboten) dann müssen Sie selbstverständlich damit rechnen, dass das Finanzamt dies nicht anerkennt. Sofern Sie aber tatsächlich Ihren Lebensmittelpunkt in die Schweiz verlegen und sich dort auch entsprechend aufhalten, werden Sie keine Probleme haben.

Sollte dies wider erwarten doch geschehen, vertreten wir Sie gerne in den diesbezüglichen Verfahren.


Bewertung des Fragestellers 30.04.2013 | 13:54

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