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Trennung und Übernahme des Hauses durch Miteigentümer


23.08.2007 20:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Ich habe im Okt. 2004 mit meiner Freundin ein EFH gebaut. Wir sind nicht verheiratet. Durch ihre Familie wurde mehr EK erbracht. Sie beabsichtigt, auszuziehen und das Haus zu verkaufen. Ich würde gern das Haus übernehmen.
Im Grundbuch sind wir jeweils 1/2 eingetragen. Bei den Kreditverträgen sind wir ebenfalls als Gesamtschuldner eingetragen. Habe ich ein Vorkaufsrecht? Muss ich einem Verkauf zustimmen? Kann sie ihre Hälfte an eine weitere Person veräußern ohne meine Zustimmung? Muss ich eine Zwangsversteigerung / Teilungsversteigerung dulden? Muss ich sofort das durch ihre Familie eingebrachte EK aufbringen? Vielen Dank

-- Einsatz geändert am 23.08.2007 20:27:15

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Sehr geehrte/r Fragesteller/in,

vielen Dank für die Einstellung Ihrer Frage.

Zunächst möchte ich Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich eine erste rechtliche Orientierung bieten soll, die in keinem Fall die Beratung durch einen Anwalt / Anwältin ersetzen kann.

Die rechtliche Beurteilung kann unter Umständen anders ausfallen und somit zu einem anderen Ergebnis führen, wenn bestimmte Angaben hinzugefügt oder weggelassen werden.

Ihre Frage beantworte ich aufgrund der von Ihnen gemachten Angaben, wie folgt:

Anhand Ihrer Angaben gehe ich bei der Beurteilung Ihrer Frage davon aus, dass zwischen Ihnen und Ihrer ehemaligen Lebensgefährtin kein Gesellschaftsvertrag hinsichtlich des Hauses geschlossen wurde oder die Gründung einer solchen Gesellschaft gewollt war.

Grundsätzlich kann jeder Miteigentümer über seinen Anteil frei verfügen. Dies bedeutet, dass Ihre ehemalige Lebensgefährtin grundsätzlich berechtigt ist, Ihren Anteil am Haus zu verkaufen. Hierbei wäre sie auch nicht verpflichtet, Ihre Zustimmung einzuholen.

Bezüglich dieses Anteils besteht grundsätzlich kein Vorkaufsrecht Ihrerseits. Dies bedeutet, dass Ihre ehemalige Lebensgefährtin nicht verpflichtet ist ihren Anteil zunächst Ihnen anzubieten, sie kann sofort auch einem Dritten das hälftige Eigentum verkaufen. Allerdings dürfte es recht schwer sein, einen Käufer für ein Teileigentum an dem Haus zu finden.

Die Aufhebung der Gemeinschaft kann Ihre ehemalige Lebensgefährtin grundsätzlich jederzeit verlangen. Dieses wäre nur dann ausgeschlossen, wenn dies ausdrücklich vereinbart gewesen wäre. Hierfür ergeben sich aber nach Ihren Angaben keine Anhaltspunkte. Kann zwischen Ihnen und Ihrer ehemaligen Lebensgefährtin keine Einigung hinsichtlich der Teilung gefunden werden, kann auf Antrag beim zuständigen Gericht die Teilungsversteigerung vorgenommen werden.
Die Teilungsversteigerung ist in §§ 180 ff ZVG geregelt und dient der Aufhebung einer Gemeinschaft. Antragsberechtigt ist in diesen Fällen grundsätzlich jeder Eigentümer, egal wie groß dessen Anteil ist. Eine Zustimmung durch den bzw. die Miteigentümer bedarf es nicht, da die Teilungsversteigerung gerade für solche Fälle vorgesehen ist, in denen sich die Miteigentümer über den Verkauf nicht einig werden.

Bei der Übernahme des Anteils durch Sie, wären Sie grundsätzlich nicht verpflichtet, das mehr aufgebrachte Eigenkapital auszugleichen. In diesem Fall sind Sie nur verpflichtet, den Wert des Teileigentums zu zahlen, also die Hälfte des Wertes des Hauses. Anders läge der Fall dann, wenn vorher vereinbart worden wäre, dass ein solcher Ausgleich zu erfolgen hätte. Dies ergibt sich jedoch auch nicht aus Ihrer Sachverhaltsschilderung.

Zu beachten ist hier, dass sich unter Umständen eine andere rechtliche Beurteilung ergibt, sollten zwischen Ihnen und Ihrer Freundin vertragliche Vereinbarungen bezüglich des Hauses bestehen. Es empfiehlt sich hier, einen Kollegen vor Ort aufzusuchen. Dieser kann den Sachverhalt, auch anhand der notwendigen Unterlagen, konkret prüfen und gegebenenfalls Lösungswege mit Ihnen erarbeiten.

Ich hoffe ich konnte Ihnen mit der Antwort weiterhelfen. Sollten Sie noch weiteren Klärungsbedarf haben, nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.

Mit freundlichen Grüßen

Christopher Tuillier
Rechtsanwalt


info@rechtsanwalt-tuillier.de
www.rechtsanwalt-tuillier.de
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