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Trennung und Scheidung bei Behinderung nach Schlaganfall

| 03.03.2018 22:24 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Notarin und Rechtsanwältin Anja Holzapfel


Wir sind seit 10 Jahren verheiratet, beide im Rentenalter, ich bin 72 Jahre mein Mann 68 Jahre. Unsere Renten sind etwa gleich hoch (mein Mann etwas weniger), ich habe jedoch bei unserer Heirat mehr Bargeld eingebracht als er. Wir haben eine Gütergemeinschaft.
Unsere Ehe ist seit ca. 6 Jahren zerrüttet wegen verbaler Aggressivität meines Mannes und ich wollte mich schon lange trennen, habe mich aber leider immer wieder auf seine Beteuerungen der Besserung eingelassen. Nun hat mein Mann vor 6 Monaten einen Schlaganfall erlitten und seit Beendigung der Reha betreue ich ihn mit Hilfe eines Pflegedienstes. Leider ist seine Aggressivität noch schlimmer geworden, ja sogar bösartig.Seine erste Frau hat sich nach 30 Ehejahren das Leben genommen, weil sie es mit ihm nicht mehr ertragen konnte.
Ich habe mich entschlossen, mich von ihm zu trennen um vielleicht selbst noch wenigstens ein paar friedliche Jahre erleben zu können. Sein gesundheitlicher Zustand hat sich wesentlich verbessert, kann am Rollator gehen, braucht aber immer noch Hilfe, sodass ich nicht einfach ausziehen kann. Er selbst ist nicht allein in der Lage, sich eine Wohnung zu suchen. Kann ich ihm eine adäquate Wohnung suchen, behindertengerecht, und ihn zwingen, auszuziehen? Kann ich irgendwo schriftlich meinen Trennungswunsch festlegen, damit das erforderliche Trennungsjahr beginnt?
Sein gesundheitlicher Zustand ist so gut, dass er m.E. durchaus eigenständig in einer Wohnung leben kann. Er hat gestzlichen Anspruch auf einen Pflegedienst, könnte eine Haushaltshilfe beschäftigen und für Nachts gibts ein Notrufarmband. In ein Pflegeheim möchte er nicht und braucht er auch nicht.

Sehr geehrte Fragestellerin,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Ohne das Einverständnis Ihres Mannes können Sie ihm nicht einfach eine Wohnung suchen und ihn zum Auszug zwingen. Das Recht an der Ehewohnung steht beiden Partnern zu,

Soweit Gewalt oder Drohungen im Sinne des Gewaltschutzgesetzes vorliegen, können Sie sich die Wohnung zur alleinigen Nutzung zuweisen lassen. Dafür ist aber eine gerichtliche Entscheidung erforderlich.

Andernfalls können nur Sie für sich einen Auszug organisieren. In diesem Fall wäre es möglicherweise sinnvoll, eine Betreuung für Ihren Mann beim zuständigen Amtsgericht anzuregen, wenn er nach Ihrer Auffassung nicht in der Lage ist, nach einer Trennung seine Angelegenheiten selber zu regeln.

Der Betreuer würde ihm dann ggf. bei einem erforderlichen Umzug usw. helfen.

Sie sollten versuchen, Ihrem Mann Ihren Trennungsentschluss deutlich zu machen. Wenn er einsieht, dass er allein nicht in der Ehewohnung bleiben kann, ist er möglicherweise mit Ihrem Vorschlag einverstanden. Einen "Zwangsumzug" dürfen Sie so ohne weiteres nicht für ihn organisieren.

Die Trennung können Sie ihm zwar schriftlich - per Einwurf-Einschreiben - mitteilen. Allerdings setzt das voraus, dass tatsächlich kein gemeinsamer Haushalt mehr geführt wird. Solange Sie sich in der Wohnung um ihn kümmern, werden Sie die Trennung nicht gegen seinen Willen vollziehen können. Nach einem Auszug hingegen lässt sich die Trennung tatsächlich nachweisen, so dass eine Mitteilung nicht erforderlich ist.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen

Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-
-Fachanwältin für Familienrecht-

Nachfrage vom Fragesteller 10.03.2018 | 20:35

Sehr geehrte Frau Holzapfel,
ich würde gerne eine neue Frage in obiger Angelegenheit an Sie stellen, wie kann ich das machen?

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 10.03.2018 | 21:12

Sehr geehrte Fragestellerin,

eine Nachfrage zu dieser Frage können Sie an meine im Profil hinterlegte E-Mail-Adresse schicken, ich werde sie dann am Montag beantworten.

Eine neue Frage können Sie wie auch Ihre erste Anfrage kostenpflichtig einstellen. Andernfalls besteht die Möglichkeit, über eine Direktanfrage einen bestimmten Anwalt anzuschreiben.

Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf

Anja Holzapfel

Bewertung des Fragestellers 04.03.2018 | 06:28

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FRAGESTELLER 04.03.2018 5/5,0
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