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Trennung und Haus

17.02.2009 15:03 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,
Ich habe mich Juni 2008 von meiner Familie getrennt und bin aus unserem gemeinsamen Haus ausgezogen.
Bis zum 01.01.2009 habe ich alle Kosten wie zuvor weiterbezahlt.
Meine Frau stellt folgende Ansprüche:
Unterhalt für Kind (16Jahre-Schülerin) 450.-€
Trennungsgeld 800.-€
Grundlage ist Einkommen 2007
Ich -Selbständig 35.000.-€ (Wellness-Massage etc.)
Frau -Selbständig 7.900.-€ (Versicherungsmaklerin)
Da meine Frau ein fiktives Einkommen hat- wie verhält sich das?
Wenn ich meine Einnahmen z.Bsp.auf 10.000.-€ reduziere- wann greift das auf das Trennungsgel- und wie lange hat sie Anspruch?
Wie kann ich das Trennungsgeld umgehen?

Vielen Dank

17.02.2009 | 15:35

Antwort

von


(513)
Groner Landstr. 59
37081 Göttingen
Tel: 05513097470
Web: http://www.Kanzlei-Lars-Liedtke.de
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich darauf hinweisen, dass dieses Forum lediglich die Funktion hat, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage zu geben. Eine persönliche Beratung/Vertretung kann und soll hierdurch nicht ersetzt werden. Hinzufügen oder Weglassen wesentlicher Tatsachen kann zu einer anderen Beurteilung des Falles führen. Unter Berücksichtigung Ihrer Sachverhaltsangaben und des von Ihnen gebotenen Einsatzes beantworte ich Ihre Frage wie folgt:

1.) Nach der aktuellen Düsseldorfer Tabelle für 2009 beträgt der monatlich zu leistende Kindesunterhalt für ein 16-jähriges Kind 453 € bei einem bereinigten Monatsnettoeinkommen von zwischen 2.701 und 3.100 €. Unter Anrechnung des hälftigen Kindergeldes ergibt sich ein Betrag i.H.v. 371 € monatlich.

2.) Hinsichtlich des Trennungsunterhalts gibt es keine Tabellen. Es gilt vielmehr zunächst, dass der Berechtigte bedürftig sein muss. Bedürftigkeit liegt vor, wenn er nicht in der Lage ist, den Lebensstandard der ehelichen Verhältnisse durch eigene Einkünfte aufrecht zu erhalten. Sodann muss der Verpflichtete leistungsfähig sein, was nicht der Fall ist, wenn ein Selbstbehalt von 1.000 € unterschritten würde.

Sind diese Vorasusetzungen gegeben, gilt bei Selbstständigen der Halbteilungsgrundsatz: Demnach steht jedem Ehepartner die Hälfte der beiden insgesamt zur Verfügung stehenden finanziellen Mittel zu. Die Berechnung erfolgt, indem beide monatlichen Nettoeinkommen addiert und durch 2 geteilt werden. Von diesem Betrag ist das Einkommen des Berechtigten abzuziehen. Das Ergebnis gibt dann die Höhe des monatlich zu entrichtenden Trennungsunterhalts an.

Solange die Ehegatten nichts abweichendes vereinbaren, besteht die Verpflichtung zur Zahlung des Trennungsunterhalts gdrs. bis zur Scheidung. Im Rahmen der Scheidung wird dann darüber entschieden, inwieweit anschließend nachehelicher Unterhalt zu zahlen ist.

Ich hoffe, Ihnen einen ersten Überblick über die Rechtslage gegeben zu haben.


Rechtsanwalt Lars Liedtke

ANTWORT VON

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