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Trennung und Aufenthaltsbestimmungsrecht - kann er unsere Tochter einfach mitnehmen?

23.04.2008 08:00 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Gabriele Lausch


Ich habe mich zur Trennung von meinem Mann entschieden.
Unsere gemeinsame Tochter ist 8 Monate alt und wird von mir ganztags betreut. Spätestens ab August werde ich Teilzeit Arbeiten gehen und die Kleine wird in einer KiTa betreut werden.

Mein Mann und ich sind seit dem 20.12.2006 verheiratet und kennen uns seit 02/06.
Für meinen Mann war es nie ein Thema, die Elternzeit zu nutzen, da er der Meinung ist, ein Kind sollte von der Mutter betreut werden und angeblich sei dann auch sein Arbeitsplatz gefährdet (er hat nie beim AG nachgefragt, ob er Elternzeit nehmen kann).

Der Streß in unserer Ehe begann schon kurz nach der Hochzeit mit Beleidigungen hinsichtlich meiner sich verändernden Figur in der Schwangerschaft, übel sei mir ja nur, damit ich nichts im Haushalt machen müsse, sogar körperliche Angriffe fanden statt in Form von sehr fest den Arm drücken, so dass blaue Flecke entstanden. Er hat keinerlei Rücksicht genommen auf meinen Zustand und die Entwicklung der Kleinen in meinem Bauch. Meinen Eltern gegenüber hat er Silvester 2006 sogar gemeint, er wisse ja nicht, ob das Kind von ihm sei.
Er hat wenig Unterstützung geleistet während und nach der Schwangerschaft und das ist auch heute weiterhin der Fall. An mir hängt alles und trotzdem passiert von seiner Seite nichts, was mich mal entlastet. Es ist mit genervtem Aufstöhnen verbunden, wenn er z.B. unsere Tochter mal ins Bett bringen soll. Dazu gehört auch, ihr die letzte Flasche des Tages im Bett zu geben, was dann mit genervtem Verhalten einhergeht. Er könnte ja die fast täglich übertragenen Fußballspiele verpassen.
Als die Kleine vor einigen Tagen trotz "Umpolsterung" mit dicken Kissen vom Sofa fiel, war es natürlich meine Schuld. Nur kochte ich in der Küche und er saß mit dem Rücken zu ihr einen halben Meter entfernt am PC.
Es sind ständig Übergriffe auf meine Person in verbalem und körperlichen Bereich, die ich nicht mehr hinnehmen will. Wenn ich dann Trennung anspreche, droht er mir immer damit, die Kleine mitzunehmen, dann könne ich mich trennen. Er liebt unsere Tochter, keine Frage, nur bekommt sie ja auch die ständigen Streitereien mit und das ist nicht gut für sie.
Er unternimmt wenig bis gar nichts mit uns und am Wochenende will er nur im Bett liegen, was auch zu Querelen führt, da wir nicht in einer WG wohnen, sondern eigentlich eine Familie sind. Im gemeinsamen Ehebett schläft er seit ca. März 07 nicht mehr, angeblich, weil er dann immer Rückenschmerzen habe.

Nach außen gibt er immer den fürsorglichen und liebenden Familienvater, zumindest bei seiner Familie. Bei gemeinsamen Freunden hat er mit seinem Verhalten schon zeigen "können", wie er wirklich ist.

Ich habe mittlerweile seit Monaten Rückenprobleme, bedingt auch durch die Arbeiten, die ich trotz Schwangerschaft machen musste, weil sie sonst liegen geblieben wären (ich hatte eine Schambeinlockerung und hätte das Meiste gar nicht tun dürfen), die Schlafprobleme werden immer schlimmer.

Diese Schilderung soll nur die Gründe für meine Entscheidung verdeutlichen.

Nun zu meinen Fragen:

kann er unsere Tochter einfach mitnehmen, obwohl die Hauptbetreuung von Anfang an bei mir lag und auch bei Arbeitsaufnahme durch mich weiter bei mir liegen wird? Er wird Vollzeit arbeiten gehen, wahrscheinlich erst mal bei seinen Eltern wohnen (ca. 20 km von hier) und die Kleine hat den KiTa-Platz hier.

Kann ich ihn aus der von mir (vor seiner Zeit) gemieteten Wohnung ausschließen (der Mietvertrag läuft weiter nur auf mich)? Denn er wird nie gehen, wenn ich ihn nicht dazu zwinge. In seinen Augen ist doch alles i.O., er liebt mich ja, behauptet er. Er kann natürlich zu abgesprochenen Zeiten seine Sachen hier abholen, aber ich habe z.B. Angst, dass er dann irgendeinen Trick versucht, die Kleine mitzunehmen.

Da ich nicht so viel Geld zur Verfügung habe, kann ich nur 20 Eur einsetzen, aber ich hoffe, dass mir jemand Auskunft geben kann. Vielen Dank vorab.

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Sehr geehrte Fragestellerin,

ich rate Ihnen, sich unmittelbar an einen RA vor Ort zu wenden, dieser wird Ihrem Mann mitteilen, dass Sie die Trennung wünschen und ihn auffordern, die von Ihnen allein angemietete Wohnung zu verlassen (ich gehe dabei davon aus, dass Ihr Mann nicht in den Mietvertrag eingetreten ist) der RA wird dies vorab prüfen.

Sollte ein Auszug nicht freiwillig erfolgen wird er weiter notwendige gerichtliche Schritte einleiten. Ebenso verhält es sich mit Ihrer Tochter. Aufgrund Ihrer Befürchtungen ist zunächst zu empfehlen, dass Ihre Tochter nach Möglichkeit anderweitig betreut wird, währen Ihr Mann seine persönlichen Sachen holt, außerdem sollte weggen der für Sie bestehenden Belastung vielleicht ein Beistand (Freundin, Eltern o.ä.) anwesend sein. Grundsätzlich kann Ihr Mann das Kind nicht einfach mitnehmen, das Aufenthaltsbestimmungsrecht steht Ihnen gemeinsam zu, ausschlaggebend ist letztendlich das Kindeswohl, das bei einer Betreuung durch Sie derzeit besser gewahrt sein dürfte. Auch diese Frage wird der RA im Detail mit Ihren klären.

Sollten Sie nicht über die finanziellen Mittel verfügen, um einen RA zu bezahlen, können Sie beim Amtsgericht Ihres Wohnsitzes einen Beratungshilfeschein beantragen. Gegen Vorlage dieses Scheines wird der RA Sie beraten und wenn nötig außergerichtlich für Sie tätig werden, im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens wird er für Sie Prozesskostenhilfe beantragen. Der Eigenanteil im Rahmen der Beratungshilfe beträgt zehn Euro.

Mit freundlichem Gruss
RAin Lausch


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