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Trennung nach gemeinsamen Hauskauf (unverheiratet)

15.04.2018 20:57 |
Preis: 60,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Thomas Bohle


Schönen guten Abend,
ich und meine Ex-Partnerin, haben vor einem halben Jahr zusammen ein Haus gekauft.
110% Finanzierung, jeder zu 50% und beide im Kreditvertrag.
Nun nach der Trennung will ich drin wohnen bleiben und sie sich eine Wohnung suchen.
Die bis jetzt angelaufenden Zahlungen an Kredit, Versicherungen und Nebenkosten belaufen sich auf
ca 9085 € und sie hat mir bis jetzt anteilig 5000 € überwiesen (nicht definiert ob für die Umkosten oder Investitionen).
Ich selbst habe an Investitionen ins Haus und Grundstück ca. 8000€ sie ca. 1000-1200€ ausgegeben.
Nun will sie wissen wie es mit den getilgten Raten ist.
Ich bin der Meinung, dass sie Anteilig die Hälfte der ca 9085€ zahlen muss bzw diese nicht zurückfordern
kann, da sie ja auch mit im Haus gewohnt hat und auch ihren nutzen davon hatte.
Wie sieht es gesetzlich da aus, hat sie einen Anspruch, da immernoch mehr Schulden auf dem Objekt sind als es Wert hat
und ich ab dato dann das alleinige Risiko trage sobald sie aus dem Kredit und dem Grundbuch raus ist.
Ausgaben von meinem Konto ca 16685€ und Eingang von Ihr 5000€ plus ein paar Besorgungen von ihrem Konto von ca 1000-1200€.

Die Frage nun, hat sie anrecht auf das von Ihr beteiligte Geld?
Hat sie anrecht auf Ausgleich für Arbeitsleistungen am Haus?

Ich hoffe die angegebenen Daten genügen.

MfG

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Sehr geehrter Ratsuchender,


hinsichtlich der Nebenkosten und anteiligen Versicherungzahlunge wird kein Zahlungsanspruch bestehen; diese Posititinen wären also hinauszurechnen.


Bei der Kredittilgung besteht aber ein Anspruch, da Sie ja dafür die Eigentumsanwartschaften bekommen.


Eine Aufrechnung mit Wóhnen und Nutzen wird so nicht in Betracht kommen. Denn bedenken Sie, wenn dann mögliche Arbeiten für Sie (Kochen, Einkaufen, Putzen, Hausarbeit und. und. und. in Rechnung gestellt werden würden. Da sollte man ggfs. einmal den normalen Menschenverstand walten lassen und mit der Rechtsprechung auf solche Ausgleichsansprüche verzichten.



Bei den Arbeitsleistungen am Haus ist es ähnlich:

Normale Arbeitsleistungen werden nicht ausgeglichen. Nur ungewöhnliche Arbeiten, die den Wert des Hauses, welches Sie bekommen sollen, ganz wesentlich gesteigert haben, wären zu ersetzen.



Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

Nachfrage vom Fragesteller 16.04.2018 | 09:45

Wenn man die Kredittilgung rausrechnet Monatlich 1350€ (hätte Sie die nur die nebenkosten zu zahlen)
Da wir aber im Haushalt keine klassische Rollenverteilung haben (Ich arbeite Sie kocht) sondern,beide berufstätig und jeder immer alles im Haushalt gemacht hat. Hätte Sie ja dann fast kostenlos ein Objekt bewohnt das 850m2 Grund und 125m2 Wohnfläche hat.
Wenn ich ähnliche Objekte sehe die zur Miete ausgeschrieben sind, dann kosten diese monatlich auch weit über 1100 Euro Kaltmiete. Ich möchte meinen ich hätte mal etwas gelesen, das Niemand "kostenlos" wohnt und da teilweise eine Vergleichsmiete
heranbezogen wird. Da sie ja auch dieses Objekt genutzt und bewohnt hat und ansonsten ja auch hätte Miete zahlen müssen.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.04.2018 | 09:52

Sehr geehrter Ratsuchender,


es ist nicht zutreffend, dass Sie unentgeltlich dort gewohnt hätte, denn ich hatte ja darauf hingewiesen, dass Versicherungen und Nebenkosten zu tragen sind.


Bei der Kredittilgung werden Sie aber einfach zu beachten haben, dass mit der Tilfung die Eigentumsanwartschaften eben gewachsen sind. Und davon hätte sie dann gar nichts, wenn das Haus Ihr Alleineigentum werden sollte, hätte also Ihr Vermögen damit (durch Schuldenabtrag) vermehrt. Und das ist nun einmal ausgleichspflichtig.


Sie können natürlich alle Zahlungen verweigern, sollten dabei aber bedenken, dass die Eigentumsüberschreibung dann gfgfs. auch verweigert und die Teilungsversteigerung eingeleitet wird. Bei einer möglichen Verteilung würden dann auch die eingezahlen Tilgungsraten zu berücksichtigen sein, so dass die Berechnung dann gleich, aber eben eine Versteigerung mit Kosten und Eigentumsverlust zwischengeschaltet wäre.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle, Oldenburg

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