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Trennung mit Risiko?


| 20.05.2005 10:49 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Ich bin seit 21 Jahren verheiratet,wir haben 2 Kinder. Seit längerer Zeit trinkt mein Mann, was jetzt der Grund für meine Trennung von ihm ist.Wir haben ein Haus, auf dem noch eine sehr hohe Belastung ist.Das Haus muss verkauft werden, da weder mein Mann noch ich in der Lage sind die Raten aus dem alleinigen Verdienst zu finanzieren (wir arbeiten beide und haben ein ähnliches Einkommen).Die Finanzierung des Hauses läuft auf meinen Namen, mein Mann ist Bürge.Mein Mann möchte sich nicht von mir trennen.
Nun meine Fragen:
-Für mich entsteht aus meiner Sicht ein großes finanzielles Risiko, wenn mein Mann sich weigert das Haus zu verkaufen,bzw.auszuziehen.Wie muss ich vorgehen um das Risiko möglichst gering zu halten. Ich möchte nach der Tennung wenigstens schuldenfrei sein.
-Um die Situation für die Kinder einigermassen erträglich zu machen sollte ich ausziehen.Finanziell sieht es so aus, dass knapp die Hälfte unseres Einkommens für das Haus steht und mein Mann momentan keinen Unterhalt bezahlen kann.Er hat ca. 1500.-€ Einkommen.Welche Hilfen stehen mir zu.
-Sollte er, was bei einem Alkoholkranken durchaus möglich ist seine Arbeit verlieren,wofür hafte ich?
Viele Fragen, ich bedanke mich trotzdem im Voraus ganz herzlich für die Beantwortung!

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Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie können versuchen, das Haus auf sich umschreiben zu lassen und es dann zu verkaufen. Da ich aber davon ausgehe, dass Ihr Mann dabei nicht mitspielen wird, und Sie auch nach der Trennung gemeinsam im Grundbuch stehen werden, kann bei einer Weigerung des Mannes dann die Aufhebung der Miteigentumsgemeinschaft (notfalls gerichtlich) verlangt werden. Es wird dann schlimmstenfalls zur Versteigerung kommen.

Ob Sie allerdings nach der Trennung wirklich schuldenfrei sein werden, kann so ehrlicherweise nicht beantwortet werden, da die Belastungen und der mögliche Verkaufserlös hier nicht vorausgesagt werden kann.



Von 1.500,00 EUR ist die Zahlung (sofern nicht andere, weitere Schulden vorliegen) von Unterhalt sehrwohl möglich, da der notwendige Selbstbehalt des Mannes bei 890,00 EUR gegenüber minderjährigen Kindern, 1.050,00 EUR gegenüber Ehepartnern liegen wird. Reicht diese Zahlung nicht aus, können Sie staatliche Hilfe in Anspruch nehmen; die entsprechenden Anträge sollten Sie schon jetzt bei der ARGE, der Wohngeldstelle, etc. besorgen, wobei aber Ihr Einkommen natürlich angerechnet wird.


Sie haften nicht für Schulden Ihres Mannes, sofern Sie nichts (mit)unterschrieben oder gebürgt haben. Sollte er wirklich arbeitslos werden, wird ihm aber auch sicherlich ein fiktives Einkommen weiterhin unterstellt, da diese Arbeitslosigkeit dann selbst verschuldet wäre.


Insgesamt rate ich Ihnen, einen Kollegen vor Ort mit der Wahrnehmung Ihrer Interesses auch hinsichtlich der Trennung und beabsichtigten Scheidung zu beauftragen.

Hierzu können Sie auch beim Amtsgericht einen Antrag auf Beratungshilfe stellen, so dass die Kostenübernahme dann durch das Gericht erfolgt, mit Ausnahme einer Schutzgebühr von 10,00 EUR. Da aber eine Vielzahl von Einzelpunkten noch geklärt werden müssen, was dieses Forum so nicht bieten kann, ist die Einschaltzung des RA hier wirklich empfehlenswert.

Ich wünsche Ihnen alles Gute.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 20.05.2005 | 12:28

Ich habe mich glaube ich bei der Unterhaltsfrage ungeschickt ausgedrückt. Mein Mann und ich verdienen in etwa gleich viel.Die Kosten für das Haus belaufen sich für jeden von uns auf etwa 750.-€, womit sein Selbstbehalt ja nur 750.-€ sind.Habe ich Sie richtig verstanden, er ist dann seinen Kindern gegenüber nicht unterhaltspflichtig/fähig und ich muss mich um staatliche Hilfe kümmern?
Vielen Dank im Voraus und viele Grüße.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.05.2005 | 12:42

unterhaltspflichtig ist er zwar, aber dann nicht mehr leistungsfähig. Gegenüber den minderjährigen Kindern besteht aber eine gesteigerte Erwerbsobliegenheit, so dass dem Vater durchaus zugemutet werden kann, sich nach einer anderen, höherbezahlten Beschäftigung umzusehen. Gibt es eine solche nicht und weist der Bemühungen nach, wird es bei der Leistungsunfähigkeit bleiben und Sie müssen (und sollten)für sich und die Kinder stattliche Hilfe beantragen.

Bewertung des Fragestellers |


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