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Trennung mit Kind - was ist zu beachten

| 11.02.2009 11:23 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Kurz zu meiner Situation: Meine Frau wird sich von mir trennen,
um mit ihrem neuen Partner zu leben. Wir haben eine gemeinsames
Kind im Alter von 2 Jahren. Prinzipiell ist uns beiden daran gelegen,
unserem Kind die Eltern soweit wie möglich zu erhalten und ein
freundschaftliches Verhältnis zu bewahren. Das Kind wird aller
Voraussicht nach bei der Mutter bleiben, während ich den Kontakt
zu unserem Kind so eng wie möglich (am besten täglich) halten
möchte. Meine Frau unterstützt dies. Zumindest heute. Meine Sorge ist, dass sich das in Zukunft ändern könnte.

Was muss ich heute beachten, um mir den Kontakt zu meinem
Kind auch für die Zukunft zu sichern (Sorgerecht, Besuchsrecht,
Umgangsrecht)?

Das Wohl meines Kindes hat für mich oberste Priorität, auch vor
meinen eigenen Wünschen. Was kann ich rechtlich heute für
mein Kind tun?

Sollte der Einsatz für diese Frage zu gering sein, bitte ich um einen
Hinweis. Evtl. ist auch ein anschliessendes Telefonat möglich oder nötig.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Zunächst möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste rechtliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Nun aber zu Ihrer Frage, welche ich auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworte:

Verheiratete Eltern haben gemeinsames Sorgerecht. Hieran ändert auch eine Trennung oder Scheidung zunächst nichts. Es kann also weiterhin gemeinsam die Personen- und Vermögenssorge betrieben werden. Auf Antrag bei Gericht kann einem Elternteil die alleinige Sorge übertragen werden, wobei hier immer das Kindeswohl berücksichtigt werden muss.

Solange ein solcher Antrag nicht gestellt wurde, bleibt es bei der gemeinsamen Sorge beider Elternteile.

Die Regelungen, wann, wie und in welchem Umfang der Elternteil, welcher nicht mehr mit dem Kind in einem Haushalt lebt, das Besuchs- und Umgangsrecht hat, können zwischen den Eltern vertraglich vereinbart werden. Hierbei ist es meist empfehlenswert, genaue Vereinbarungen über die Ausgestaltung des Umgangsrechts zu treffen. Daher bietet sich an, Dauer und Häufigkeit, Ort des Zusammentreffens, Übernachtung, Feiertagsbestimmungen und Ferien etc. genau zu regeln und Bestimmungen zu treffen, wie bei ausgefallenen Besuchen zu verfahren ist. Auch die Modalitäten des Abholens und Zurückbringens könnten streitig sein und bedürfen einer Regelung.

Eine solche Vereinbarung ist ein Vertrag zwischen den Eltern und muss nicht zwangsläufig gerichtlich erfolgen. Er hat trotzdem Bindungswirkung, wenn auch der Inhalt im Hinblick auf das Kindeswohl weitgehend gerichtlich überprüfbar ist.

Wenn ein Teil sich nicht an die vertraglichen Regelungen hält, kann eine gerichtliche Entscheidung herbeigeführt werden. Es ist hierbei möglich, beispielsweise im Rahmen eines gerichtlichen Verfahrens (z.B. Trennungsunteralt, Scheidungsverfahren) die Sorge-und Umgangsrechtsfrage mit regeln zu lassen.

Da es sowohl für das Kindeswohl als auch die praktische Durchführung des Umgangsrechts sehr förderlich ist, wenn die Eltern sich weitgehend freundlich gewogen sind, empfehle ich zunächst ein einverständliche genaue Vereinbarung mit Ihrer Frau in der oben genannten Art zu treffen. Sollte eine solche nicht möglich sein, muss hier gerichtliche Hilfe in Anspruch genommen werden. Dies gilt auch, wenn sich mit der Zukunft zeigt, dass die Vereinbarungen nicht eingehalten werden.

Ich hoffe, ich konnte eine hilfreiche erste Einschätzung geben und wünsche Ihne in dieser Sache alles Gute. Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen



S. Schorn
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 13.02.2009 | 14:23

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